Es liegt bei mir

Die Welt
ist mein Bild der Trennung
von der Einheit,
mein dunkler Schleier
vor dem Licht,
mein dichter Vorhang,
mit dem ich Gott vor mir verstecke.

Das Bild der Trennung löst sich auf,
wenn ich im Geist Verbundenheit wähle.
Durch den Schleier funkelt das Licht,
wenn ich hindurchschaue.
Der Vorhang verschwindet,
wenn ich zu Gott hindurchgehe.

Ich will mich nicht mehr aufhalten lassen
von meiner Angst,
die ich meinem Bild der Trennung gab.
Ich will bereit sein zu erfahren,
dass der Schleier das Licht nie verdunkelte.
Ich will dem Vorhang nicht mehr die Macht geben,
mich von Gott fernzuhalten.

Die frohe Botschaft ist:
Es liegt alles bei mir.

3 Gedanken zu „Es liegt bei mir

  1. Dr. Kennet Wapnick schrieb den Titel „Lichtblick : Das tranzendieren (überschreiten) des Ich“
    Darin legt er dar, daß es kein Ich gibt. Es sollte in Luft aufgelöst werden.
    Tatsächlich ist es nur eine substanzlose Struktur – der Mensch als soziales Wesen ein selbstorganisierendes System.
    Die „Ich Struktur“ ist nicht primär sondern sekundär, dabei hilfreich.
    Wir erleben das nur als eine eigene Entscheidung…
    Vielmehr ist Bereitschaft zur Veränderung die Verantwortung von mir.
    Warum fällt es uns sonst so schwer, und, das es uns sooo lange beschäftigt? 🙂

    1. Ja, es ist so paradox, nicht wahr, Roland? Das Ich muss begreifen, annehmen, dass es das Ich gar nicht gibt!
      Und genau das macht eine wahnsinnige Angst, die in ihrem ganzen Ausmaß uns aus unserer Verdrängung bewusst werden muss, um sich ganz auflösen zu können. Daher tun wir uns soooo schwer und gehen Schritt um Schritt sanft, geduldig und liebevoll geführt durch diesen Prozess, in dem wir lernen: Alle Schuld und Angst ist unbegründet. Wir haben sie uns nur eingeredet.

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