Innere Kurs-Arbeit und Handeln in der Illusion

Ich habe eine Nachricht erhalten, die nicht schonend ausgesprochen werden kann:
Bei mir wurde Brustkrebs festgestellt.
Heute ist Sonntag.
Seit Montag schwebte diese Diagnose über mir durch eine Routine-Untersuchung,
seit Freitag ist es Gewissheit.
Ich hatte und habe keine spürbaren Symptome.
Ich fühle mich gesund.

Ich hatte schon mal einen anderen Krebs, vor nun 27 Jahren, und er hat mich damals auf den Weg gebracht, der schließlich im Kurs mündete. Ich erlebe es gerade so, dass ich ungemein von meinen damaligen Erfahrungen und vom Kurs profitiere. Ich bin keinesfalls in einer Schockstarre, sondern sehe alles sehr klar und bin in meinen Handlungen ohne Zweifel: Ich werde die Schulmedizin in Anspruch nehmen, weil darin mein Ego-Glaube am meisten verankert ist. Ich hab keinerlei Angst vor deren möglichen Nebenwirkungen, weil ich mit diesen in der Kursanwendung umzugehen weiß. Parallel zur Schulmedizin ist natürlich der Kurs mein (Haupt-)Weg. Ich schaue mir alles an, was in mir hochkommt und mein Ziel bleibt: Innerer Frieden, gleich was geschieht.

Ich gehe mit allem sehr offen um. Ihr könnt mir alles sagen und mich alles fragen, was euch bewegt und es gibt keinen falschen Zeitpunkt. Es wird uns immer auf unserem Weg vorwärtsbringen. Auch wenn ihr in Sorge oder Angst seid, scheut euch nicht. Es ist auch in mir und wir können uns gegenseitig erinnern, es uns friedvoll mit dem Heiligen Geist anzuschauen. So halte ich es auch mit allen Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, meinem Partner und meiner Familie, meinen Freunden, meinen Arbeitskollegen. Und ich erlebe es als sehr hilfreich und verbindend. Zugleich überlasse ich es jedem, sich mir gegenüber wegen der Diagnose nicht verpflichtet zu fühlen. Jeder muss es auf seine Weise angehen.

Ich bin die meiste Zeit innerlich ruhig. Es tauchten natürlich gleich Horrorszenarien des Leidens und Sterbens in mir auf und auch Momente totaler Todesangst. Das ist normal und darf sein, unterdrücken würde mich mehr zermürben und dem über mich Macht geben. Und solche Bilder und Gefühle gab es auch in Lebensabschnitten, in denen ich mich nicht mit einer körperlichen Krankheit befassen musste. So ist das Ego einfach. Ich schaue mir all das an, die Blockaden vor dem Frieden in mir. Und diese Bilder, Gedanken und Gefühle vergehen und es kommen Stille und Frieden, beschwingt-fröhliche Phasen, Phasen der weiteren tieferen Erkenntnisse, und dann eben auch wieder Phasen der Bedrücktheit, Ängste, totale Körperidentifikation. Es schwankt, aber den Hauptteil an Zeit geht es mir gerade gut, erstaunlich gut. Nächsten Mittwoch erfahre ich mehr über das Stadium der Krankheit und das weitere medizinische Vorgehen und ich bin ohne Eile.

Denn ich weiß, dass ich Zeit habe und Zeit brauche für meine inneren Schritte. Und zugleich empfinde ich durch die Kursanwendung eine totale Beschleunigung meiner inneren Entwicklung des Loslassens von Angst und Kontrollieren-Wollens dieser Situation. Hier ein paar Beispiele.

Dachte ich noch am Montag, ich lasse niemanden an meiner Brust herumschnippeln,
war es am Mittwoch schon okay, Teile herauszuschneiden
und am Freitag, dass die ganze Brust abgenommen werden könnte,
dabei ist noch gar nicht klar, was die Ärzte mir empfehlen werden.
Ich beobachtete nur meine jeweiligen Gedanken und Gefühle
und plötzlich war kein Widerstand mehr da.
Und nun ist es gerade gar nicht mehr wichtig,
was von all dem zum Einsatz kommen wird.
Ich werde einfach tun und tun lassen,
was ansteht.

In den ersten Tage empfand ich diese eine zuvor für mich nicht bedrohliche Stelle der linken Brust
nun plötzlich als einen dunklen, bedrohlichen Fleck Böses.
Dann begriff ich in der schlichten Beobachtung dieser Wahrnehmung,
dass ich damit weitere Trennung vollzog.
Der Körper an sich symbolisiert schon Trennung und ist eine Geistes-Krankheit
und nun mache ich in diesem noch ein Teil davon noch weiter anders,
zu etwas besonders Angstmachenden, zu etwas vom Rest des Körpers Abgetrenntes, Abzustoßendes.
Und mit dieser Erkenntnis war diese Stelle wieder integriert in den ganzen Körper
und die neue Situation angenommen.

In den ersten Tagen flackerte kurz Schuld mit den Fragen auf,
ob der Brustkrebs nun eine Spätfolge der Bestrahlung von vor 27 Jahren ist,
hat die Anti-Baby-Pille dazu beigetragen, schlechte Ernährung oder seelische Konflikte,
die ich mir doch aber so bewusst anschaute?
Nun beschäftigt mich dies gar nicht mehr
und verbinde ich keine Schuld mehr mit dem Krebs
oder das ich als Traumfigur Katja etwas falsch gemacht haben könnte.
Es gibt nicht wirklich eine Ursache innerhalb der Welt.
Das Ego lässt es gern so aussehen,
interpretiert gerne diese Verbindungen,
um weiter in Schuld und Angst und uns auf die Welt fixiert zu halten
und vom Geist abzulenken.
Doch ich bin Geist,
der einen sterblichen Körper projiziert hat und dabei auf der Zeitschiene auch mal mit Krankheit,
weil ich sonst keine Angst um den Körper haben müsste.
Das ist die Ursache!
Krankheit ist eine Abwehr der Wahrheit – aber auch der Körper an sich und die ganze Welt.
Die eigentliche Krankheit und Ursache ist der Ego-Glaube an die Welt.
So geht nur darum, immer wieder in meinem Geist den heilen Geist zu wählen
und in Frieden zu sein angesichts der Welt und was auch immer in ihr geschieht.
Das ist mein Hauptziel und das hilfreichste für mich in JEDER Situation,
während ich mich um meinen Körper auf die Weise kümmere und um ihn kümmern lasse,
wie es mir jeweils gerade richtig erscheint.

6 Gedanken zu „Innere Kurs-Arbeit und Handeln in der Illusion

  1. Liebe Katja,
    wir „kennen“ uns erst seit wenigen Wochen, das heißt, wir hatten wenige Korrespondenzen.
    Natürlich bin ich zum einen von deiner Diagnose tief berührt, zum anderen aber auch von deinem beschriebenen Umgang mit eben dieser. In meinem engsten Familienkreis ist aktuell sehr ähnliches zu bewältigen.
    Deine Zeilen zeugen von großer Reife, lassen aber auch die aufkommenden Zweifel zu. All dies zeugt von tiefer menschlicher Empfindung, an denen du uns teilhaben lässt und die wir in uns selbst spüren und nachvollziehen können.

    Zunächst sage ich dir Dank und wünsche dir die Kraft, diese Situation zu meistern und verbleibe in Verbundenheit.

    1. Lieber Ulrich,
      vielen Dank dir für deine sehr einfühlsamen und berührenden Worte. Ich wünsche auch dir und euch alle Klarheit und Kraft für eure Situation.
      Meine Erfahrung ist tatsächlich: wenn ich alles in mir zulasse an Gedanken und Gefühlen, nichts deckele, aber mich auch nicht daran festhalte und hineingrabe, sondern schlicht bereit bin, es zu sehen, dass ich dann bereits aus dem heilen Geist schaue und eine Kraft, Klarheit und Ruhe eintritt, die sehr erstaunlich und hilfreich sind.
      Ganz herzliche Grüße, Katja

  2. Liebe Katja,
    danke für diesen Text 🙂 Deine Haltung ist einfach toll, und sie vermittelt ein gutes Gefühl in jeder Hinsicht – gerade in unserer Zeit, da wir uns von jeder derartigen Botschaft sofort in den tiefsten Keller schubsen und viel zu schnell gefangennehmen lassen. Aber so muss es nicht laufen. Schön, dass du diese Klarheit gefunden hast. Es gibt keinen besseren Begleiter durch die Tiefen und Höhen unserer irdischen Irrungen.
    Ich wünsch dir aaaaaallllles Liebe und Gute für deine Heilwerdung!!
    Bis bald!
    Herzlich
    Ulf

    1. Lieber Ulf, vielen Dank für deine herzlichen Wünsche.
      Ja, Klarheit ist so etwas befreiendes und kann nur aus Frieden kommen. Klarheit bedeutet, ohne ZWEIfel zu sein. Und ZWEIfel schwinden, wenn ich mir alle VerZWEIfelung EINgestehe. ?

  3. Liebe Katja,
    im Geist sind wir verbunden in der Tatsache, dass wir heil und unverletzbar sind. Das ist, was uns verbindet und der einzige Ort, an dem wir uns wirklich begegnen können.
    Auch wenn wir uns in letzter Zeit etwas aus den Augen verloren haben, ist diese Verbindung zu dir für mich spürbar bestehen geblieben und mein erster Gedanke, den ich hatte, als ich jetzt las, in welcher Situation du bist, war: dann gehen wir eben da entlang!
    Krankheit ist nur eine Frage und nicht die Antwort. Mit meiner „eigenen“ Erkrankung hab ich jetzt schon einen zweijährigen Weg hinter mir voller Schmerzen. Und doch sind tausend Türen aufgegangen in dieser Zeit. Inzwischen bin ich zu so einer Art Patientenbegleiter mutiert und konnte erfahren, wieviel Heilsames geschieht, wenn ich dieses Vertrauen anderen gebe: Krankheit ist wie alles hier nur die Frage, ER IST die Antwort.
    Katja, ist es vorstellbar, dass der HG uns einen schlechten Weg führt? Oder dass wir doch der sind, der irgendwas so furchtbar verbockt hat, dass für uns seine geniale Führung nicht greift?
    In mir sind solche Gedanken schon noch, aber sicher, wir kennen ihren Autor! Und sagen nein! Dem lege ich meine Zukunft nicht mehr in die Hände!
    Wozu dient dieses spezielle „Symptom“ ? Ich weiß es nicht, aber ich kann sagen, WEM ich dienen will. Auch mit meiner Krankheit. Dann lass ich sie mit mir der Liebe dienen – und spürt man da nicht schon die Linderung als Teil der Antwort?
    Liebe Katja, ich wünsche dir die Kraft und den Mut, dein Vertrauen auf den Kurs und den Weg, den ER für dich kennt, auch in dieser Situation aufrechtzuerhalten. Ich denk an dich!
    Alles Liebe dir,
    Michael

    1. Lieber Michael, vielen Dank für deine Gedanken und ich stimme dir absolut zu und du mit deiner “Krankheitsgeschichte” zeigst es auch immerzu: Ja, wir können jede Situation nutzen, um uns der Liebe und dem Frieden zuzuwenden und sie ausdehnen zu lassen. Es ist das hilfreichste und heilsamste, was wir “tun” können.
      Du hast es sehr schön ausgedrückt: es geht um die Antwort, die wir geben.
      Sei herzlich gegrüßt. ?

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