Was ist das Beste für uns?

Wir versuchen immerzu weltliche Abläufe zu unserem Besten zu beeinflussen,
dabei wissen wir nicht,
welche weltlichen Abläufe für uns die Besten sind!
Denn wir wissen nicht,
wodurch wir bereit werden,
unsere besten, heilsamsten inneren Schritte zu tun.
Gerade die furchtbarsten Ereignisse,
die wir nicht erleben wollen,
bewegen uns oft zu innerer Umkehr.

Dabei sind uns die weltlichen Abläufe nicht
aus sich heraus wohlgesonnen,
denn die Welt ist im Ursprung gerade nicht
zu unserem Besten angelegt worden,
sondern um uns von unserem Besten abzuhalten
– unserem wahren Sein in Gott.

Doch ist auf dem Rückweg zu Gott zugleich immer das Beste,
komplett alles in der Welt
für die Hinwendung
zum inneren Frieden zu nutzen.
Auf diese Weise können wir alles in der Welt dafür nutzen,
dass es in uns zu unserem Besten wirkt
– für Frieden und Liebe in uns.

11 Gedanken zu „Was ist das Beste für uns?

  1. Liebe Katja,
    da sprichst Du ein Thema an, wo sicher jeder Kurs-Schüler an seine Grenzen kommt.
    Ich habe es noch nicht geschafft, meine weltlichen Erlebnisse für die Hinwendung zum inneren Frieden zu nutzen.
    Daher würde ich Dich gern einmal um ein einfaches praktisches Beispiel bitten, so wie Du es im Alltag machst.
    Ich setze dabei voraus, dass das Denksystem des Kurses theoretisch komplett verstanden wurde.
    PS: Ich denke aber auch gerade durch Deinen Beitrag selbst darüber nach, wie ich es umsetzen kann.
    LG Jana

    1. Liebe Jana, ich denke, die ganz konkrete Umsetzung ist eine sehr individuelle und sich auch beim einzelnen ständig verändernde Weise, immer angepasst und entsprechend der Persönlichkeit und ihren Prägungen und Erfahrungen. Ich kann dir also nur von mir berichten und jeder kann schauen, was davon auch für ihn hilfreich ist.
      Für mich ist das unglaublich Tolle an der Kurspraxis, dass wir dafür genau das nehmen, was uns eh den ganzen Tag beschäftigt: diese Welt, unsere Gedanken und Gefühle. Es geht für mich darum, bewusst all dies zu beobachten und mich damit dem heilen Geist in mir zu öffnen. Ich trete also innerlich zurück und sage, denke, nehmen die Haltung ein, auf alles, was ich beobachte, möchte ich mit dem Heiligen Geist, möchte ich in Frieden und Liebe schauen. Dann lasse ich in mir geschehen. Ich weiß nicht, wie es geht, ich weiß gar nichts … und ich öffne mich der Möglichkeit.
      Ob wir dafür eine Übungsbuchlektion verwenden, einzelne Sätze aus dem Kurs oder aus anderen Angeboten, eigene Worte und Bilder oder nur still werden, um den Wandel in uns einzuladen, kann wechseln.
      In vielen Beiträgen in diesem Blog berichte ich auch von konkreten Situationen und Erfahrungen, zum Beispiel hier:

      http://grundlosglücklich.de/ruecksichtslose-jugendliche-in-mir-beobachten/

      Hat dir meine Antwort etwas weitergeholfen? Magst du mal eine konkrete Situation schildern und wir schauen sie und in uns gemeinsam an?
      Liebe Grüße, Katja

      1. Liebe Katja, danke für Deine Antwort. Ja, ich denke auch, dass es sehr individuell sein muss und Jeder seinen Weg finden muss, wie er den Kurs anwendet. Es ist halt ein Prozess, der auch sehr schmerzhaft sein kann. Dein Beispiel mit den Jugendlichen ist sehr schön. Es zeigt, wie stark das Ego ist und wie Du es geschafft hast, es loszulassen. Ich werde weiter nach den kleinen Zeichen suchen, welche mich wissen lassen, dass ich das Ego losgelassen habe. Ab und zu habe ich diese Erfahrung schon gemacht.
        Liebe Grüße
        Jana

        1. Liebe Jana, wie schön, dass du die Erfahrug auch kennst. Ich finde es hilfreich, auch in solchen Momenten inne zu halten und zurückzuschauen, welche Haltung und Gedanken da waren, bevor ich merkte, das jetzt der Frieden in mir einzieht. Und ich beobachte immer wieder, dass es ein schlichtes Dasein ist mit dem, was ist, ohne Widerstand, ohne ein Verändern-Wollen und ohne ein Festhalten-Wollen. Um an diesen Punkt zu kommen, habe ich bemerkt, dass es geschieht, wenn ich bewusst beobachte, wie ich gerade im Widerstand, gerade am Manipulieren bin. Ich selbst kann es nicht abstellen, aber wenn ich es beobachte, gebe ich es der Möglichkeit hin, dass es durch Frieden und Liebe ersetzt wird.
          Was kannst du da bei dir beobachten?

          1. Liebe Katja, bei mir war es ganz konkret in einer Situation so, dass ich den Spiegel vorgehalten bekam. Ich war ärgerlich über ein bestimmtes Verhalten meines Mannes und meine Laune schlug schlagartig von fröhlich auf unausstehlich um, was mir aber nicht bewusst war. Erst als mein Mann mich dafür rügte, wurde es mir bewusst und ich dachte darüber nach. Mein Ego wollte wirklich weiter schmollen und sich ärgern, aber irgendetwas in mir hat es eben nicht mehr gewollt. So habe ich es nach einigem inneren Hin und Her geschafft, mich zu beruhigen und den Ärger gehen zu lassen. Ich denke, dass dies nie möglich gewesen wäre ohne die Hilfe des Heilen Geistes, aber genau benennen kann ich es auch nicht, was zum Umdenken geführt hat. Ich weiß nur noch, dass ich so erstaunt war über die Reaktion meines Mannes, da er völlig Recht hatte.
            Auf der Arbeit schaffe ich es aber gar nicht, an den Kurs zu denken. Da ist sofort die volle Ego-Welt da und nimmt mich voll ein, dass ich manchmal erst wenn ich nach Hause komme wieder an den Kurs denke. Ging Dir das am Anfang auch so?
            Liebe Grüße
            Jana

          2. Liebe Jana, vielen Dank für deine so anschauliche, hilfreiche Beschreibung und so schön, dass du den Wechsel in dir zulassen konntest.
            So erlebe ich es auch, dass ich über das Eintreten und das Ergebnis des Wandels nur freudig staunen kann, weil er nicht von mir zu kommen scheint.
            Ich finde, an deinem Bespiel sehen wir ebenso, dass du dem etwas hast vorangehen lassen: dein Innehalten und Hinschauen, was gerade genau in dir passiert. Ein Teil wollte weiter am Ego festhalten und der Teil, der das erkannte, ließ dann eine andere Möglichkeit zu. Klar sind wir nicht immer so bewusst und gerade, wenn uns der Alltag sehr im Außen fokussiert, wie z. B. auf der Arbeit. Da merke ich auch oft noch stundenlang nicht, was in mir abgeht. Aber das Schöne ist ja, das es nie zu spät ist. Auch in der Rückschau können wir etwas daraus lernen und innerlich Frieden schließen mit diesen vergangenen Ereignissen.
            Bleiben wir einfach dran, so oft es uns in Erinnerung kommt und es wird mehr und mehr. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
            Vielleicht magst du dir auch auf der Arbeit Erinnerungshilfen einrichten, z. B. einen Satz, ein Wort, eine Bild an deinem Platz, dass dich daran erinnert, kurz an Jesus, Liebe, Licht, Innehalten oder ähnliches zu denken, und wenn es nur eine Sekunde jedes Mal ist. ?

  2. Ich habe anfangs auch tagsüber auf Arbeit den Kurs und die jeweilige Tageslektion völlig vergessen. Jetzt denke ich ganz oft an den Kurs bzw. meine innere Arbeit. Das ist einfach eine Gewohnheit, aber es zeigt auch, wie ernst es uns mit dem Kurs ist. Das Vergessen zeigt im Grunde nur unseren inneren und mehr oder weniger versteckten Widerstand dagegen. Das heißt, das Vergessen zeigt uns, wie ernst wir es wirklich meinen. Kein Grund aber, sich Vorwürfe zu machen. Mit der Zeit geht es immer mehr in Fleisch und Blut über….. 🙂

    1. Lieber Tom, oh ja, wir haben viel Widerstand, der letztlich aus purer Angst besteht. Für mich ist so klar, dass wir uns dieser nur langsam nähern können, sonst wäre es nicht liebevoll. Und wir sehen auf diesem Weg auch, wie automatisiert unser Ego-Denken ist und wie sich eine neue Gewohnheit erst allmählich entwickeln kann, wie es uns halt möglich und es wiederum liebevoll ist. Denn dabei geht es dann ja auch noch darum, dass wir „mal eben“ unser komplettes Welt-Bild und unseren Umgang mit der Welt sehr verändern werden. All das braucht Zeit. Doch es lohnt sich.
      Liebe Jana, ich hoffe, Toms und meine Berichte und Gedanken beruhigen und motivieren dich weiterhin.

      1. Liebe Katja,
        danke für die wunderbare Zusammenfassung, welche es auf den Punkt bringt. In letzter Zeit ist mir auch immer wieder deutlich geworden, wie sehr ich an meinem Ego-Selbst hänge. Ich ertappe mich dabei wie ich denke, dass ich das was ich hier erlebe, nicht aufgeben möchte.
        Für mich bleibt als Fazit, dass Geduld die größte Herausforderung für mich ist und ich mich immer wieder daran erinnern muss.
        Ganz liebe Grüße
        Jana

        1. Da sagst du auch etwas ganz wichtiges, liebe Jana: es ist entscheidend zu erkennen, dass wir selbst das Ego-Selbst wählen und an ihm festhalten. Das Ego wird uns nicht aufgezwungen, es hat kein Eigenleben. Da bist du an einem wirklich guten und ehrlichen Punkt, das bewusst sehend an dir selbst zu erfahren und nicht nur aus der Kurstheorie zu wissen.
          Und ja, mit Geduld, Vertrauen, Bereitschaft und Beobachtung wird es uns immer deutlicher werden, was wir wirklich wollen und brauchen und die Ablösung von Ego einfach nach und nach geschehen, ohne dass wir es als Verlust erleben. Dabei empfinden wir immer wieder auch einen Konflikt, weil wir halt immer wieder ins Ego zurückspringen. Doch unsere zunehmenden Erfahrung des inneren Friedens wird dem irgendwann gänzlich ein Ende machen.

        2. Liebe Jana, habe Geduld und bleibe dabei die Lektionen anzunehmen, die sich dir im Alltag zeigen. Du wirst nichts verlieren. Halte dich “ bei Ungeduld“ an die Grundaussage des Kurses. Die drei Sätze gleich am Anfang des Kurses. Du kennst sie. Die Praxis wird dich lehren, dass du nichts verlierst.
          Ich kann dir eine persönliche Erfahrung geben: Vor Jahren hat mich Heilfasten interessiert, nicht weil ich unbedingt Körpergewicht verlieren wollte, sondern weil ich die Erfahrung machen wollte. Meine Erfahrung war die, ein Glück und eine Freiheit, nicht essen zu müssen, kennenzulernen.
          Und so geht es weiter, mit jeder gelernten Lektion, schreiten wir voran. 365 sind es im Jahr und danach beginnen wir bei 1. Wir wissen nicht, wann wir den Kurs gelernt haben. Egal, ich bin ein glücklicher Schüler

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