2 Gedanken zu „Ein anderer Fokus

  1. Deine Gedanken haben mich gerade berührt. Da ich heute mit vielleicht ähnlichen Überlegungen beschäftigt war.
    Mir ist dazu eingefallen, dass ich oft ich in meinem Leben mein Glück in den Äußeren Erscheinungsformen des Lebens gesucht habe zu dem ich das zähle was Du beschreibst.
    Indem ich diese „benutzte“ um meine scheinbaren Bedürfnisse zu befriedigen und mich dadurch glücklich zu fühlen, wurde ich regelmäßig und mehr oder minder schmerzhaft enttäuscht.
    Ich glaube das diese Erfahrungen zu Ablehnung dieser“ Formen“ führen können.
    Ich empfinde aber Beziehungen , Körper, Lebensumstände auf dieser Welt als unablässig und unbedingt notwendig um zu lernen und d a n n zu dem Einssein zu gelangen nach dem wir uns alle in Wirklichkeit sehnen.
    Mir gefällt deshalb besonders an deinen Worten die Schlussfolgerung, nämlich dass man“durch sie und mit Ihnen“ zu dem erfüllten Einssein gelangt.
    Für mich bedeutet das, das ich mit erhobenen Herzen, die liebevolle Stimme in mir versuche wahrzunehmen und dieses Erhabene, Schöne in die Begegnungen und alle Umstände meiner Welt mit meinen Bedürfnissen einfliessen lasse , aber es nicht festhalte sondern weiterfliessen lasse … Dann kann ich wirklich tiefe Freude und Glück in dieser Welt empfinde und gegebenenfalls auch Frieden mit meinen Bedürfnissen finden. Ich glaube wir können dann wie Antennen und Sender sein , empfangen und senden.

    1. Lieber Jens, sehr sehr schön und absolut nachvollziehbar für mich, was du schreibst. Wir kennen sie alle, diese vergebliche Suche im Außen, und ja, der Rückzug aus Beziehungen und Askese aus Ablehnung ist auch nicht die Lösung, denn Ablehnung ist auch Ego.
      Ich bin mir ganz sicher und erlebe es phasenweise schon, dass alle Bedürftigkeit wegfällt, wenn ich von innen erfüllt bin. Dieses Erfülltsein fließt über und wird mehr (obwohl ein Mehr als Erfülltsein ja gar nicht geht 🙂 ), indem es mit anderen geteilt wird. Der andere ist dann nicht mehr für mein Glück zuständig und nun erst kann ich ihn wirklich sehen, ihm zur Seite stehen und ihn wahrhaft lieben. Er ist kein Muss mehr in meinem Weltenleben, sondern das Sahnehäubchen… ein gemeinsamer Genuss! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.