Zur Wirklichkeit

 

Ich bin, wie Gott mich schuf.
Ich bin kein Körper.
Ich bin Geist.

Das sagt mir der Kurs. 

Ich weiß nicht wirklich,
was das bedeutet.
Also werde ich still
und lasse jeden Gedanken
und jedes Bild dazu gehen.

Ich weiß nichts.
Ich komme ohne Konzepte
und ohne Erwartungen.
Ich habe keinen eigenen Willen
und lasse mich fallen ins Nichts.

Was dann ist,
kann ich nicht beschreiben,
weil es kein Ich ist
und weil es ohne Worte
und ganz ohne Bezüge ist.

Was jedoch ist,
ist:
angekommen

2 Gedanken zu „Zur Wirklichkeit

  1. Liebe Katja,
    Deine Zeilen berühren mich tief, wie so oft. Sie zeigen in eine Richtung, wobei das nicht der richtige Begriff ist, denn was gemeint sein soll – , ist, wie es mir erscheint, nicht in eine lineare Dimension einzuordnen.
    Dennoch enthält dieser Text solche Momente – sie erzeugen in mir einen Prozess der „Erkenntnis“. Vom „Hier“ zur Wirklichkeit. Dieser spiegelt sich – wahrscheinlich für die meisten unter uns in dem Absatz:

    „Ich weiß nichts.
    Ich komme ohne Konzepte
    und ohne Erwartungen.
    Ich habe keinen eigenen Willen
    und lasse mich fallen ins Nichts.“

    Denn diese Worte sind schon Teil einer Erkenntnis; solange ich mich als Körper fühle, habe ich genau diese Aspekte eben nicht.

    Alles andere ist schon im Bereich deiner „Erkenntnis“. Nicht erklärbar – nur erfahrbar.

    Die Hinführung zum Gefühl: „Ich bin angekommen“ ist wie gesagt für mich sehr berührend und bedarf keiner Worte – nur der Stille.

    1. Danke, lieber Ulrich, für deine Worte, denn ich bin nun meinerseits dadurch berührt, dass du mitgehst. Es fühlt sich an wie: Ich bin nicht allein.
      Oh ja, wir sind nie allein! Alle sind wir miteinander ineinander enthalten. Wir sind nur EIN Geist, der heimkehrt.

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