Wozu vor etwas Angst haben?

Der Frieden in meinem Geist ist immer da und jetzt!

Ich kann jederzeit wählen, ihn zu erfahren.

Auch in dem Moment, wenn in der Welt das Schlimmste eintritt,
was ich mir vorstellen kann.

Deshalb brauche ich keine Angst vor nichts zu haben
– in keinem Moment.

12 Gedanken zu „Wozu vor etwas Angst haben?

  1. Ja, liebe Katja, „lege die Gedanken der Angst und Gefahr sämtlich nieder“ und „In der Liebe ist keine Furcht“ und“Vor Deines Bruders Heiligkeit schweigt die Welt…..er ist Dein Erlöser aus den Träumen der Angst“ soweit einige Stellen aus dem Kurs, die ich als Antwort auf Deine Ausführungen zur Angst gerne zitieren wollte. Ich lese immer die Niederschrift Deiner Gedanken; im Dezember meintest Du ja völlig richtig, dass wohl nicht viele Antworten kämen, aber wohl die Ausführungen gelesen würden. Hier siehst Du, ich bin eine von denen……ich verfolge Deinen Weg schon länger, auch Deine Erkrankung, die ich nicht so gut mit dem Kurs in Einklang bringen konnte. Ich denke, jetzt kannst du Dein „kommunikationsmittel“ wieder hilfreich nutzen, und darüber würde ich mich sehr freuen! Um mich denAnderen anzuschließen, ja, BITTE mach weiter so, wir Menschen haben diese Unterstützung dringend nötig. Danke Dir! Ines

    1. Liebe Ines,
      vielen Dank für deine so passenden Zitate und deine Worte. Für mich ist es völlig okay, wenn nicht kommentiert wird, genauso, wenn kommentiert wird. Ich schreibe einfach, ohne Erwartung, dass daraus etwas Bestimmtes erstehen muss. Es dient in erster Linie meiner Selbsterkenntnis, meinem Weg, weil mich schriftlich auszudrücken immer schon sehr geklärt hat. Wenn es auch für andere hilfreich ist, ist es wunderbar und ein Bonbon oben drauf. Ob ich um die Mitlesenden weiß oder nicht, sie sind alle willkommen.

      Eines habe ich nicht so recht verstanden. Warum hast du meine Krebserkrankung nicht mit dem Kurs überein bekommen und meinst, dass in dieser Zeit mein Körper kein nützliches Kommunikationsmittel war? (So habe ich dich verstanden). Ich habe eine so große Ruhe und einen tiefen Frieden in dieser Zeit erlebt (ich schrieb auch davon), der auch viele Menschen positiv berührt, ihnen Mut gemacht und sie zum Umdenken gebracht hat (ohne dass dies mein Ziel war). Aus meiner Sicht geht es im Kurs nicht darum, einen kranken oder gesunden Körper zu haben, sondern in jedem Umstand in Frieden zu sein. Und diese Erkrankung war eine große Erfahrung des Friedens für mich in vielerlei Aspekten. Ganz anders als bei meiner ersten Krebserkrankung 27 Jahre zuvor. Da war ich ein einziges Angstbündel und fixiert auf einen gesunden Körper, den es aber nie geben wird. Der Körper ist immer irgendwie mehr oder weniger krank, in Veränderung begriffen. Aber mit einem gesunden Geist, dh. einem Geist, den nichts mehr aus dem Frieden bringt, wachen wir endlich auf aus dem Traum von der Welt, von der Trennung, von vermeintlich gesunden und kranken Körpern. Alles ist eine Illusion und jeden Umstand der Illusion kann ich gleichermaßen für mein Erwachen nutzen. Angesichts schwerer Erfahrungen als Körper in der Welt jedoch im Geist in Frieden zu sein ist für mich der stärkste „Beweis“, dass der Kurs funktioniert. Wenn es mir weltlich gesehen gerade gut geht, ist es „einfacher“, in Frieden zu sein. Die körperlichen Umstände sagen für mich gar nichts aus darüber, wo wir innerlich stehen, einzig ob wir in Frieden sind, zeigt uns, ob wir uns der Wahrheit nähern. So sehe und erlebe ich es.
      Und was meinst du dazu?
      Sei lieb gegrüßt, Katja

      1. Liebe Katja,
        Danke Dir, dass Du so schnell geantwortet hast (im Gegensatz jetzt zu mir).Zu Deiner Frage, aufgrund meiner Anmerkung des „Nicht-in-Einklang-bringens“ des Kurses mit Deiner Erkrankung: Meine Schwierigkeit damit ergibt sich daraus, dass ich dem Kurs absolut glaube, der an vielen Stellen immer wieder betont, dass Krankheit unmöglich ist, wenn der Geist in dem dafür erforderlichen Zustand verweilt. Diese Zusicherungen sind so zahlreich, wie auch die Mittel, die zur Umsetzung angeboten werden, dass ich nachstehend mehrere Ausführungen des Kurses wiedergebe, weil diese beispielhaft dafür stehen und treffender aussagen, als es meine Interpretation je könnte.

        „Für des Körpers Gesundheit besteht vollkommene Gewähr ,weil er nicht durch Zeit, Wetter etc., also irgendwelche Gesetze begrenzt ist, denen Du vordem dientest“ Ü-I.136.18:3 / S. 260
        „Du brauchst jetzt nichts mehr zu tun, um ihn gesund zu machen, denn Krankheit ist unmöglich geworden“ Ü-I.136.18:4 / S. 260
        „Krankheit ist eine Abwehr gegen die Wahrheit, ich aber bin kein Körper. Und mein Geist kann nicht angreifen. Also kann ich nicht krank sein.“ Ü-I.136.20:4 / S. 260
        „Den Körper für die Pläne zu versklaven, die der ungeheilte Geist entwirft, um sich zu erlösen, muss den Körper krank machen. Er ist nicht frei, das Hilfsmittel in einem Plan zu sein, der weit über seinen eigenen Schutz hinausgeht und der seinen Dienst für eine kleine Weile braucht. In dieser Eigenschaft ist seine Gesundheit gesichert“ Ü-I.135.13:1-3 / S. 254
        „Wie Gott Dich schuf, musst du unveränderlich bleiben, wobei vorübergehende Zustände definitionsgemäss falsch sind. Und das schließt jeden Wechsel des Gefühls, alle Veränderungen im Zustand des Körpers ein (! Ü-I.152.5:1-2 / S. 281
        „Können Angst und Krankheit in einen Geist einkehren, wo Liebe und vollkommene Heiligkeit verweilen? Wahrheit muss allumfassend sein.“ Ü-I.152.2:5-6 / S. 281
        „Der Körper wird stark und gesund sein, wenn der Geist ihn nicht missbraucht….“ Ü-I.135.7:3/ S. 253
        „Gottes Stimme wird ihm sagen wann er seine Rolle erfüllt hat, genauso wie sie ihm sagt, was seine Funktion ist. Er leidet weder im Gehen noch im Bleiben. Krankheit ist jetzt für ihn unmöglich geworden. Einssein und Krankheit können nicht nebeneinander bestehen.“ H-12.5:10-6:1 / S. 32
        „In der wirklichen Welt gibt es keine Krankheit,…nur liebevolle Gedanken werden wahrgenommen“ T-11.10:1-2 / S. 213

        Diese Ausführungen sind für mich so schlüssig und auch nicht durch eigene Gedanken anders auslegbar, deswegen kam ich nicht klar.
        Nicht einfach das alles, wirklich nicht. Und ob man das Stadium des nie mehr kranken Körpers hier je erreicht, steht in den Sternen. Auf jeden Fall glaube ich den Worten des Kurses und gehe hoffnungsvoll meinen Weg, weg von der Angst und dem Gedanken an Krankheit, hin zu dem zugesagten Glück, das den Frieden einschließt.

        Zu Dir persönlich, liebe Katja. Es ist für mich beeindruckend, wie Du mit Deiner Erkrankung umgegangen bist. Dieser Frieden, der sich in Dir ausgebreitet hat, womit ja auch die Angst vergangen ist, davon bin ich noch weit entfernt. Ich habe große Angst vor Leid (nicht vor dem Ablegen des Körpers), mache mir zuviele Sorgen, und darum danke ich JESUS für seine Worte, die mich immer und immer wieder mit Zuversicht erfüllen, dass auch ich, Ines, diesen Weg erfolgreich werde gehen können.
        Wie Du auch immer wieder überzeugend ausführst, liebe Katja, gibt es da noch viele Widerstände zu überwinden, und es bedarf dabei eben der „kleinen Bereitwilligkeit“, weil die „guten Absichten“ nicht ausreichen.

        Oh, das war lang, hoffentlich nicht zu lang. Ich grüße Dich aus der fernen Normandie, vielleicht bis bald, herzlichst, Ines

  2. Liebe Ines, vielen Dank für die weitere Ausführung deiner Gedanken und die vielen Zitate, die ich auch alle gut kenne. Ich freue mich auch, dass du mitgeliefert hast, wo die Stellen zu finden sind, dann kann jeder sie nachlesen und auch, in welchen Zusammenhängen sie stehen.
    Ich habe mich sehr lange sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt wie du sicherlich auch. Und ich verstehe deine Hoffnungen und dass dich diese Zitate beruhigen und ausrichten. Daran ist gar nichts verkehrt. Alles, was hilft, ist gut.
    Ich habe meine Schlussfolgerungen zu diesem Thema (auch in Bezug auf das in deinen Zitaten Angesprochene) ausführlich in einem Beitrag auf dieser Webseite zusammengefasst unter dem Titel „Geheilter Geist = gesunder Körper?“ Einfach hier anklicken: https://xn--grundlosglcklich-szb.de/geheilter-geist-gesunder-koerper/
    Besser als dort könnte ich mein Verständnis und Herangehen auch jetzt nicht ausführen. Vielleicht magst du es lesen und mir auch dazu sagen, was du dazu denkst und empfindest?
    Ich freue mich über unseren Austausch und die gemeinsame Vertiefung, liebe Grüße, Katja

    1. Liebe Katja,
      „Geheilter Geist-Gesunder Körper“, ja wunderbar von Dir ausgeführt und dem ist nichts hinzuzufügen, mir kommt dabei nur meine persönliche Sichtweise“ in die „Quere“, wie ich schon durch die geschilderten Zitate untermauert habe. Dazu muss ich sagen, dass meine Motivation für den Kurs anfänglich nur war, einen gesunden Körper zu erhalten und auch kein seelisches Leid mehr zu erfahren. Und, da ich keine Angst vor einem Wunder wie z.B. einer Spontanheilung etc. habe, verlasse ich mich weitgehend auf den Heiligen Geist und meinen inneren Dialog mit ihm. In den Anfängen mit dem Kurs dachte ich, schon alles verstanden und danach gelebt zu haben. Das ist dann in einer Krankheitssituation beinahe schiefgegangen. Es heißt ja im Kurs, ein ruhiger Geist sei keine kleine Gabe. Das habe ich auch erst richtig verstehen müssen, und das war mein Problem, liebe Katja, bei Deiner Erkrankung, dass ich die Abwesenheit von Krankheit dem ruhigen Geist (Frieden) vorgezogen habe, der mich ja dann in jeder, wirklich jeder Situation trägt, wie Du es ja vorgelebt hast. Um Deine Ausführungen nochmal zu untermauern, verweise ich gleich eingangs auf den Kurs T S.56/13 , wo Jesus uns direkt anspricht“Du kannst mir Deinen Körper und Dein Ego einfach deshalb anvertrauen,weil dieses Dir ermöglicht, Dich nicht um sie zu kümmern und mich Dich lehren lässt, wie unwichtig sie sind“Also, nicht nur das Ego ist unwichtig…Ich glaube, dass mein Wunsch nach einem gesunden, starken Körper eigentlich der nach absoluter Sicherheit ist, nur, dazu muss ich natürlich ,wie es im Kurs heißt, jegliche Form von Angriff vollständig aufgeben und darin ist auch kein Kompromiss möglich.
      Natürlich ist dann der Körper geheilt, wenn man denn….und mit diesem „Wenn“ bin ich unterwegs, wissend, dass der Körper am Ende nicht mehr sein wird, und wir ihn dann ohne Bedauern ablegen, wie Jesus es in den Ergänzungen so wunderbar und tröstlich ausführt S. 95/2.
      Auf denn, her mit dem Frieden (Schmunzel) liebe Grüße von Ines

      1. Liebe Ines,
        wie schön, wie tief und ehrlich du dich betrachtest und dich hier zeigst. Ja, das kenne ich auch gut, wir suchen Sicherheit durch einen scheinbar gesunden Körper, doch Körper und Welt können uns keine Sicherheit geben. Diese liegt einzig in unserem Geist.
        Und ja, daher ist für mich das größte Geschenk des Kurses, den inneren Frieden immer und bei allem an die erste Stelle zu setzen. Der Körper ist eine Form und fleischgewordenes Ego (T-20.11:1-2 / S.440), doch inhaltlich können wir ihn anders nutzen, auf dass er nur noch Frieden ausdrückt. Das ist der Weg zurück zu unserem formlosen Sein des Friedens. Und wenn wir auf dem Weg dahin immer öfter wirklich im weltunabhängigen Frieden ruhen, wieso sollten wir dann noch Angst um den Körper haben, an seinem Zustand hadern und ihn uns anders wünschen? Wir erfahren in dieser Weise ja gerade, dass wir kein Körper sind, sondern Geist, der frei und glückselig ist.
        Ich denke auch, wenn der gesunde Körper unser Ziel ist, werden wir in der Schuld hängen bleiben. Denn jedes Mal, wenn er krank wird, glauben wir, etwas nicht richtig gemacht zu haben und uns noch weiter optimieren zu müssen. Ich kenne das sehr gut aus all den Jahren, bevor ich mit dem Kurs begann. Doch es gibt gar nichts zu optimieren, weil unser wahres Sein vollkommen ist, vollkommener Frieden, an den wir uns nur wieder erinnern müssen.
        Ein beeindruckendes Zitat zu diesem Thema finde ich auch dieses:
        „Sich des Träumens bewusst zu sein ist die wirkliche Funktion der Lehrer GOTTES. Sie beobachten die Traumfiguren, wie sie kommen und gehen, wechseln und sich ändern, leiden und sterben. Doch werden sie von dem, was sie sehen, nicht getäuscht. Sie begreifen, dass es nicht wirklicher ist, eine Traumfigur als krank und getrennt zu erblicken, als sie als gesund und schön zu betrachten. Nur die Einheit ist kein Ding der Träume. Und es ist diese, die GOTTES Lehrer als hinter dem Traum befindlich anerkennen, jenseits allen Scheins und dennoch mit Sicherheit die ihre.“ (H-12.6:6-9 / S. 32)
        Ich bin bei deinem „Auf denn, her mit dem Frieden“ voll dabei, liebe Ines, er ist immer da, auch wenn wir in gerade nicht spüren. Ich erlebe es als einen fortschreitender Prozess des totalen Umdenkens, der seine Zeit braucht und an dem ich immer noch dran bin, herzlich, Katja

        1. Nur kurz noch, liebe Katja, wenn es mir z.B. nicht gut geht, ich krank bin, dann weiß ich immer, wo ich vom Weg abgewichen bin. Ich betrachte das also nicht als Schuld, sondern als Korrektiv, dass ich künftig „noch einmal wähle“ und anders denke, spreche, mich verhalte. Damit habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.
          Liebe Katja, Du hast wirklich eine Begabung, die sich in Deiner Wortwahl zeigt, indem Du so klug und nie besserwisserisch formulierst.
          Auch Dein Verständnis für uns Wegbegleiter gefällt mir sehr!
          In „Der Gesang des Seins“ sagt Papaji „Deine Geburt in Menschenform ist eine Gnade, vergeude sie nicht “ und so wollen wir den Körper nur zur liebevollen Kommunikation nutzen und auf diesem Weg den immerwährenden Frieden erlangen.
          Gehen wir Alle gemeinsam, ohne Furcht, die das Gegenteil von LIebe ist. Danke liebe Katja!! Herzlichst, Ines

          1. Liebe Ines, das freut mich, dass du dich hier auf der Webseite gut aufgehoben fühlst.

            Und ja, so wie du handhabe ich es auch: innehalten und beobachten, was in mir an Gedanken, Gefühlen, Einstellungen und Überzeugungen wirkt, um darin das Ego zu erkennen, das am Ende immer von Angst und Schuld spricht. Jetzt aber nutze ich es anders, für die neue Wahl für den Geistesfrieden und die wirkliche Erlösung.

            Vielen lieben Dank an dich, die du auch deine Worte liebevoll wählst, bei denen es um Austausch und einander verstehen geht. Sei herzlich gegrüßt, Katja

  3. Moin an alle
    Da es hier um Heilung geht, möchte ich einen weiteren Aspekt anführen:

    Vor Jahren wurde bekannt, dass ein Therapeut (Dr. Len), der im Staatskrankenhaus Kaneohe Hawai’i mit schwer debil-aggressiven Patienten arbeitete, diese auf höchst seltsame Weise heilte, bis das gesamte Haus geschlossen werden konnte.

    Er besann sich auf eine alte geistige Heilmethode namens Ho’oponopono, ein Vergebungsritual, indem der Therapeut sich geistig, ohne Anwesenheit des Patienten, völlig mit ihm verbindet.
    Er hatte verstanden, dass er mit dem Patienten auf geistiger Ebene gänzlich gleich ist, und dort übernahm er dessen „Schuld“, vergab diese sich und damit ihm, weil auf dieser Ebene, wie hier schon beschrieben, es keinen getrennten Einzel-Geist gibt.

    Liebe Grüsse, frank

    1. Lieber Frank, vielen Dank für deinen interessanten Beitrag. Ich habe davon schon öfter gehört, aber nie etwas dazu gelesen. Nun habe ich durch deine Anregung etwas im Internet recherchiert und gefunden, dass sein Vorgehen in Vielem dem Herangehen des Kurses ähnelt, nämlich in der Kurssprache ausgedrückt, zu erkennen, dass in uns allen dasselbe Ego wirkt und es letztlich nur EIN Ich-Ego-Geist, EIN Ich-Träumer ist, der alles und jeden träumt.

      Die Traumfigur Dr. Len hat uns als Traumfiguren aufgezeigt, dass auf diese Weise die volle Verantwortung für alles übernommen werden muss, was sich ihr zeigt, so wie im Kurs ich als der EINE Träumer die volle Verantwortung für den gesamten Traum mit allen Inhalten und Traumfiguren übernehme und so alle Projektionen und die scheinbare Aufspaltung in Viele und Andere zurücknehme.

      Dieses therapeutische Vorgehen ist auch in dem Zusatzband zum Kurs „Psychotherapie: Zweck, Prozess und Praxis“ beschrieben. Das einzige, was der Therapeut im Sinne des Kurses zu tun hat, ist, sich als gleich mit dem Patienten zu sehen und nur bei sich selbst das Ego aus dem Weg zu räumen und in Frieden und Liebe ohne jedes Urteil, ohne jeden Veränderungswunsch zu kommen. Durch diese Präsenz erinnert er sich selbst und den Patienten an die gemeinsame, leidfreie Wahrheit, die immer da ist.
      Und genau dies ist im Kurssinne immer des Therapeuten und unser aller „Job“, jederzeit, mit allem und jedem. Das ist für mich die Kurspraxis: immerzu meine Reaktionen auf alles in der Welt zu beobachten, um zu erkennen, ob ich mich gerade als vermeintliche Traumfigur abgrenze oder ob ich als Träumer-Geist alles als in mir befindlich erkenne.
      Gelingt mir letzteres, kann es natürlich Auswirkungen auf die scheinbar anderen haben, die ich ja auch träume. Denn ich begegne ihnen nun als scheinbare Traumfigur und als der eigentliche Träumer ohne Urteil und in Liebe. Genauso hat es ja auch Auswirkungen, wenn ich im Ego bin und auf den Traum reagiere.

      Dennoch ist für mich dabei ein sehr wichtiger und entscheidender Punkt, mich nicht wieder auf die weltlichen Traum-Ergebnisse zu fokussieren und an sie zu binden und die Praxis anzuwenden, UM etwas in der Welt zu bewirken. Ebenso ist die Heilung im Geist zum Frieden nicht anzuzweifeln, sagt uns der Kurs, wenn sich scheinbar keine Auswirkungen in den Formen der Welt zeigen. Es ist nur wieder das Ego, das zweifelt und meint zu wissen, welche Formen wann „richtig“ wären. Doch der Kurs will uns gerade die Formen übersehen helfen und leitet uns an, hinter jeder Form nur auf die formlose und unveränderliche Wahrheit zu schauen.
      Denn es geht um das Erwachen aus dem Weltentraum, um das Beenden des Weltentraumes und solange ich ihn mit all seinen Formen noch wahrnehme, egal wie, bin ich noch nicht erwacht, hält etwas in mir noch an ihm und dem Ego fest, auch wenn die friedlichen inneren Momente mehr werden. Es ist ein Prozess, sich vom Ego wirklich und ganz zu lösen und somit von allem in der Traumwelt.
      Wie schön, dass uns dafür der Form nach verschiedene Wege zur Verfügung stehen, die in der Essenz alle auf dasselbe hinauslaufen.
      Sei herzlich gegrüßt, lieber Frank.

  4. Ich empfinde es im Kontakt mit anderen nicht selten als eine Gratwanderung, mir vergegenwärtigen zu wollen, in aber nicht von dieser Welt zu sein.

    Du, liebe Katja, wie ebenso manch andere, suchst mittels Kursworte die Welt da draußen zu erreichen, obwohl, wie Du betonst, nur einer in einer nicht vorhandenen Welt erreichbar wäre.

    Auch ich versuchte, diese Unmöglichkeit zu ergreifen, und doch, Hand aufs Herz, wer kann es, ohne in einer wenig aussagekräftigen Abstraktion stecken zu bleiben?

    Uns entlastend klärt Jesus auf, dass Illusionen nicht zu verstehen seien und einzig die Hinwendung zum HG ein sich langsam entwickelndes Verständnis zeitigen wird.

    Obwohl Jesus auf wesentliche Form-Aspekte hinweist, gibt es unzählige mehr, die unmöglich alle im Kurs aufgeführt werden können. Demzufolge könnte es die Aufgabe seiner gegenwärtigen und zukünftigen „Jünger“ sein, diese bei Interesse zu erweitern, wobei man zu unterschiedlichen Rückschlüssen kommen kann, ob Jesus anregen will, einzig im Geist zu lehren oder es zudem in weltlichen Worten zu verkünden.

    Für den, der sich zu letzterem aufgerufen fühlt, bietet sich ein an den Kursinhalten orientiertes Lehrsystem, wie Ken Wapnick es wundervoll aufzeigte.

    Diese Kurslehrform setzt gleichwohl eine Akzeptanz, gar ein Interesse an Fragen voraus, in denen Begriffe wie Gott, Heiliger Geist und Jesus nicht auf Abwehr stoßen, die gleichwohl letztlich ebenso illusionär sind.

    Und doch tragen Jesu Jünger unter einem gewissen Blickwinkel mit dieser Kursform sprichwörtlich Eulen nach Athen, was ich einzig als Denkanstoß meine.

    Denn was ist mit den Unzähligen, „die noch die Stunden zählen“, die mit seinen Worten nichts anzufangen wissen, es gar ablehnen und Jesu Wort – »Alle sind berufen, aber wenige wählen es, zu hören« – wird somit zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

    „Sah“ Jesus keine Möglichkeit, den Kurs mit weltlicher Orientierung für diese unzählig Vielen zu veröffentlichen?

    Oder könnte ein solches Unterfangen, wie hier (https://klimakrise-1.jimdosite.com/) ansatzweise versucht, die ungenannte Aufgabe jener sein, denen derlei Fragen in den Sinn kommen und die sich auf die besondere Art der im Kurs favorisierten Zusammenarbeit einzulassen vermögen, wie Helen und Bill dies bei aller Schwierigkeit über Jahre so großartig vollbrachten?

    Liebe Grüsse, frank

    1. Lieber Frank, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden habe und was genau dein Anliegen, deine Frage oder deine Aussage ist.
      Was von dir bei mir angekommen ist, ist folgendes:
      Kann man den Kursinhalt auch in Nicht-Kursworten weitergeben?
      Gibt es auch andere Formen, um den gleichen Inhalt zu vermitteln?
      Spreche ich letztlich immer nur mit mir selbst, weil alle anderen auch ich selbst sind?
      Verhalte ich mich dennoch so, als seien dort noch andere?
      Wäre ein Herangehen, wie auf der von dir verlinkten Webseite auch möglich?

      Ich beantworte alle diese Fragen und Denkanregungen, die so bei mir angekommen sind, von ganzen Herzen mit Ja.

      Vielleicht vermisst du hier, dass auch andere Herangehensweisen aufgezeigt werden. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass dies hier ganz bewusst eine Kurs-Webseite ist und sie sich deshalb der Kursworte und Kurskonzepte bedient. Andere Herangehensweisen werden dazu gern in Bezug gesetzt, wenn sie in Kommentaren eingebracht werden.
      Ich von mir aus möchte hier aber keine anderen Wege, die zum gleichen Ziel führen, anbringen, weil ich erstens keinen anderen Weg so intensiv kenne wie den Kursweg und zweitens nicht Verwirrung stiften möchte mit vielen verschiedenen Ansätzen und drittens es für die anderen Ansätze andere Webseiten, Bücher und Seminare gibt. Jeder wird sich die Ansätze suchen und umsetzten, die ihm entsprechen.
      Ich kann hier auf der Webseite nur über meinen Weg sprechen. Und mein Weg ist der Kurs. Alles andere hat aber natürlich genauso seine Berechtigung und ist gut, aber eben für mich persönlich nicht geeignet, so wie für andere der Kursweg vielleicht nicht geeignet ist.

      Ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden? Wenn nicht, dann freue ich mich, wenn du mir dein Anliegen nochmals anderes ausführst.
      Liebe Grüße, Katja

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