Vollkommener Wandel

Den Kurs umzusetzen
bedeutet
nicht nur,
dass es uns als scheinbar in der Welt
innerlich besser geht,
sondern in letzter Konsequenz bedeutet es,
komplett alles Weltliche loszulassen:

Statt Schuld und Angst
ist Bedingungslosigkeit.

Statt Formen und Grenzen
ist Ewigkeit.

Statt Zeit und Raum
ist Unermesslichkeit.

Statt Schatten und Dunkelheit
ist Licht.

Statt Trennung und Sünde
ist Einheit.

Statt Persönlichkeit und Individuen
ist Freiheit.

Statt Welt und Universum
ist Gott.

Einzig Liebe bleibt.

15 Gedanken zu „Vollkommener Wandel

  1. Das Loslassen alles Trennenden führt zum Aufgeben der alten Identität; die Sonnenstrahlen der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE führt zum Schmelzen aller Verhaftungen. Das Eintreten in dieses Licht ist mein Geburtsrecht. Danke, Danke, Danke!

    1. Lieber Rodolfo, sehr schön, wie du es ausdrückst. Ja, die bedingungslose Liebe trägt uns durch die Dunkelheit zu sich selbst hin, wenn wir uns ihr zuwenden. Und in dem von dir verwendeten Begriff „Schmelzen“ liegt für mich so eine sanfte und geduldige Unaufhaltsamkeit. Herzliche Grüße, Katja

    1. Liebe Ingeborg, sie kommen zu mir durch die Auseinandersetzung mit dem Kurs und seiner Umsetzung, machen mich selbst klarer und ich freue mich, wenn sie dich auch unterstützen. Fühl dich auch umärmelt von mir. 🙂

  2. Danke, Katja, dass du diese Worte geschrieben hast. Ich spüre die Liebe und den Frieden in dir, in mir.
    Alles Liebe Adelheid

    1. Liebe Adelheid, ja, es geht einzig um inneren Frieden und Liebe. So oft vergesse ich es noch bzw. suche den Ego-Frieden und die Ego-Liebe der Welt und scheitere jedes Mal schmerzlich. Doch ich erinnere mich immer wieder, worum es wirklich geht und werde dann weitergetragen von diesen Augenblicken und Phasen der geistigen Klarheit und Freiheit. Und meine Bereitwilligkeit wird immer konsequenter.

      Zum ersten Mal fällt mir auf, dass in dem von dir verwendete Gruß „Alles Liebe“ nicht nur enthalten ist, dass es dem anderen gut gehen möge, dass ihm Liebe gewünscht wird, sondern dass darin auch die Aussage steckt:
      Alles ist Liebe!

      Danke und einen lieben Gruß an dich, Katja

  3. Liebe Katja,
    Was bedeutet es denn, wenn du sagst, wir lassen die Welt vollständig los? Ist dann die Welt völlig verschwunden, sind wir verschwunden, wenn da nur noch Liebe ist? Oder wird es dann erst spannend, wenn es darum geht, das einzig Bedeutungsvolle, die Liebe in jedem Moment in die Begegnung mit unseren Mitmenschen zu tragen und dabei in der Vergebung zu bleiben?
    Liebe Grüße.

    1. Lieber Micha, für mich ist da kein Oder. Es ist beides. 😉

      Ganz klar zunächst: Ja, nach meinem Kursverständnis ist am Ende unseres inneren Weges der Hinwendung zur wahren Liebe (zu Gott) die Welt völlig verschwunden. Sie hat dann keine Aufgabe mehr, denn sie sollte uns ja von dieser Liebe abhalten. Sie verschwindet also, wenn wir wirklich zur Wahrheit erwachen, denn die Welt ist nur eine Illusion, ein Geistgespinst, ein Traum.

      Auch wir, so wie wir uns jetzt erleben, als Körper und Menschen, als Persönlichkeit, als individueller Geist, sind dann verschwunden, denn in dieser Weise gehören wir zur Welt. Das Ich und Wir verschwindet, es ist nur noch EINS, das nirgends beginnt und endet. Es ist in Worten nicht wirklich auszudrücken.
      Es geht also im Kurs um unsere Selbstaufhebung (jedenfalls heben wir auf, wofür wir uns hier halten) und deshalb macht der Weg auch so viel Angst und ist voller Widerstände. Er wird in dem Tempo gegangen, wie wir freiwillig und in erfahrener Überzeugung bereit für jeden weiteren Schritt auf ihm werden.

      Doch bevor die Welt, vielmehr der Traum von einer Welt (denn die Welt existiert ja nicht wirklich), überhaupt verschwinden kann, muss ich quasi das Vorstadium vor dem Verschwinden der Welt erreichen, was du auch beschreibst: hier als scheinbar IN der Welt allen und allem in Liebe und Frieden zu begegnen, also die Haltung der Vergebung nicht mehr zu verlassen. Das ist hier in der Welt die Widerspiegelung der Wahrheit.

      Das bedeutet, dass ich zunächst durch die Kursanwendung über die Traumfigur, die ich hier zu sein scheine, zunehmend öfter angesichts der Welt und in ihr ungestörten Frieden ausdrücke (im Kurs glücklicher Traum genannt, in dem ich noch zwischen Ego und Heiligen Geist schwanke) – bis ich gar nicht mehr aus dem Frieden falle (im Kurs wirkliche Welt genannt, die aber auch noch illusionär ist).
      Dieses Vorstadium ist absolut nötig, da ich im vollkommenen Frieden Gottes nur wiedererwachen kann, wenn ich als scheinbar noch abgetrenntes Ich in vollkommen Frieden ruhe. Wenn dann also Frieden auf Frieden trifft, gibt es keine Trennung mehr – die Welt, Ich und Wir verschwinden.

      Mir wird jedoch in meinem Prozess immer klarer, dass es kein Nacheinander ist, sozusagen erst nehme ich mir vor, angesichts der Welt friedvoller zu werden und dann gebe ich die ganze Welt auf. Es ist ein Ineinander, beides geht Hand in Hand:
      Nur indem ich die Welt aufgebe, was bedeutet, dass sie mich nicht mehr glücklich machen soll, ich ihr aus sich also keinen Wert mehr beimesse, kann ich zunehmend in Frieden sein, denn sonst bin ich weiter in Abhängigkeit von der Welt und dem Menschsein und werde Unfrieden in mir erleben.
      Nur indem ich die Welt nicht mehr festhalten will, bin ich bereit, aus ihr friedvoll zu erwachen.
      Nur indem ich das letztendliche Ziel des Kurses nicht aus den Augen verliere und nicht nur das Vorstadium anstrebe, kann ich überhaupt wirklich das wieder erreichen, was ich wirklich als eins bin und es zuvor hier widerspiegeln.
      Nur indem ich mich in meinem geistigen Ergehen zunehmend als unabhängig von meinem Körper und dem anderer erlebe, kann ich begreifen, dass ich kein Körper bin.
      Nur indem ich erfahre, dass mein Frieden sich auf alles und jeden ausdehnt unabhängig vom Weltlichen, kann ich erkennen, dass wir nichts Weltliches sind, sondern vollkommener Frieden jenseits der Welt.

      Es ist für mich auch noch ganz neu, es so eng zusammenzurücken und es wird mir gerade im Schreiben an dich noch klarer. Ich muss es tatsächlich zusammen sehen und angehen:
      Wahrhaft in Frieden zu sein und wirklich zu lieben bedeutet,
      meine Individualität und die Welt schon loszulassen und aufzugeben,
      während ich noch darin zu sein scheine.

      Als weitere Ergänzung/Erklärung hierzu ist der Beitrag vom 30.08.18 „Ziellos zum Ziel“ vielleicht auch noch hilfreich. Hier der Link zum Anklicken: https://grundlosglücklich.de/ziellos-zum-ziel/
      Und ich denke gerade in diesem Zusammenhang an all die vielen verschachtelten Sätze im Kurs, in denen er ständig zwischen den Ebenen der illusionären und der absoluten Sicht switcht… um uns dort abzuholen, wo wir zu sein scheinen und uns zugleich damit zu verbinden, wo wir wirklich immer ruhend sind.

      1000 Dank für die Gedankenanregung durch deine Worte, Micha. Und nun bin ich gespannt, was du dazu meinst, wenn du magst.
      Herzliche Grüße, Katja 🙂

      1. Liebe Katja.
        Weißt du, immer wenn ich zu sehr versuche, mir die letzte Wirklichkeit vorzustellen, dann bekomme ich irgendwann das Gefühl, dass da was nicht stimmt. Das liegt glaube ich daran, dass sie nicht vorstellbar und ein Geschenk ist. Und wenn ich dann Texte lese, die sich ausschließlich damit befassen, dann bekomme ich den unwiderstehlichen Wunsch zu hinterfragen. Vielleicht liegt diesem Wunsch ja auch die Angst meines Ego vor dieser Realität, in der es keine Rolle spielt zugrunde, wer weiß?

        Danke für deine Beschreibung des inneren Weges, den wir mit dem Kurs zurücklegen. Ich stimme dir da voll zu und erlebe es genau so. Wir sind ja immer in Verbindung mit der letzten Wirklichkeit, auch wenn wir das gar nicht an uns heranlassen wollen. Wenn dem so ist, dann erleben wir die ungezügelte Existenzangst der Ego.

        Mit dem Kurs lernen wir Vertrauen zu fassen in eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Wir bekommen immer mehr Ahnung von dieser Liebe und alleine diese Ahnung ist mächtiger als alles, was uns die Welt zu bieten hat. Sie ist der unwiderstehliche Ruf unserer Heimat. Wenn wir sie mit Händen zu greifen und festzuhalten versuchen, entgleitet sie uns. Deshalb vermeide ich es, sie mir vorzustellen.

        Ich habe deinen Text „Ziellos zum Ziel“gelesen. Wunderschön. Und ein wenig von dem, was du schreibst kenne ich. Ein Ziel habe ich in solchen Momenten aber doch noch, vielleicht ist es aber auch eher mein natürliches Bedürfnis: mich mit anderen Menschen in dieser Liebe zu verbinden. Humor und Freude spielen dann eine große Rolle.
        Alles Liebe. Micha.

        1. Hallo Micha 🙂

          ich versuche auch nicht, mir diese letzte Wirklichkeit konkret vorzustellen. Und der Kurs versucht sie ja auch nicht zu beschreiben, obwohl er sehr oft auf sie verweist. Und er sagt, sie sei ein Gewahrsein vollkommenen Einsseins. Daran orientiere ich mich. Und ich habe auch noch viele Bedürfnisse in dieser Welt, aber sie werden zunehmend unwichtiger. Freude haben – ja, aber etwas haben müssen – nein. Das gilt es immer mehr loszulassen, aber nicht brutal, sondern ganz sanft, nach und nach…

        2. Lieber Micha, es berührt mich, wie ehrlich du dich beobachtest. Das stimmt natürlich, wir können uns die Wirklichkeit von hier aus, wo wir zu sein scheinen, nicht wirklich vorstellen (irgendwie streuen wir automatisch etwas Weltliches hinein und ein Ich). Sie entzieht sich jeder Beschreibung. Dennoch haucht uns zwischen den Zeilen des Kurses und in seinen Beschreibungen dieser Wirklichkeit und ab und an in unserer Kurspraxis – wie du es auch sehr schön ausdrückst – etwas an, was uns sehr anzieht und wir eben doch zu kennen scheinen. Und dann spricht der Kurs davon, das selbst dies nur eine ganz kleine Ahnung ist. Und doch ist das für mich eine soooo große Motivation, an der Kursumsetzung dran zu bleiben, weil ich einfach nicht mehr leiden will. Wenn ich diesen Ein- und Ausblick, diese Idee nicht hätte … puuuhhh, ich wüsste nicht, wie ich hier in der Welt noch einigermaßen klar kommen sollte und die Kurspraxis umsetzen könnte. Doch jeder geht auf seine Weise seinen Weg, auch den Kursweg, so individuell, wie wir hier halt sind. Wenn sich öfter innerer Frieden und Verbundenheit zu anderen einstellt, sind wir auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. 🙂

          Das Sich-mit-anderen- verbinden ist ja genau der Kursweg in der Praxis und das erlebe ich auch immer wieder als wunderbar und freudvoll. Doch ich habe bei mir auch beobachtet, wenn auch das zu einer Bedürftigkeit, Abhängigkeit oder Sucht wird und damit hier etwas erreicht werden soll und es nicht einfach „nur“ das Ergebnis meiner inneren Arbeit ist, dann entdecke ich bei mir, dass sich wieder das Ego eingemischt hat. Es ist oft sooo subtil, eine Gratwanderung.

          Weißt du, mir war in diesem Beitrag für mich selbst wichtig, die totale Gegensätzlichkeit aufzuzeigen, um mir klar zu machen, was es letztlich wirklich bedeutet, den Kurs ganz umzusetzen. Das ist für mich nicht nur abstrakt, sondern hat für mich einen direkten Bezug zu meinem Alltag, in dem ich immer wieder beobachte, wir sehr ich Zeit und Raum, Schuld und Angst, Körper, meine Individualität und die Welt für wirklich halte, mich am liebsten ohne Leiden darin gemütlich einrichten möchte und immer wieder erfahre, dass dies nicht möglich ist. Wenn ich also wirklich wirklich Frieden will, dann mache ich mir klar, muss ich all das hingeben für etwas komplett Gegenteiliges. Und auf dem sanften, weil so geduldigen, Kursweg, nicht als Opfer, sondern als erfahrene wachsende Überzeugung und aus freiem Willen. Diese Sanftheit mag sich zunächst mit der sehr radikale Aussage des Beitrages beißen, aber ich fühle für mich, dass ein Weichspülen an dieser Stelle mir nicht hilft. Der Kurs ist in seiner Sanftheit zugleich sehr klar: Entweder – oder. Das Ego in uns will es immer abmildern und verwässern. Dem bin ich immer weniger gewillt, Raum zu geben und erlebe es als wohltuend ausrichtend.
          Und wieder haben mir auch dabei deine Worte geholfen, herzlichsten Dank. Das ist echt gerade ein spannendes Thema für mich.
          Herzlich, Katja

  4. Danke, Katja, für deine liebevolle Antwort.
    In letzter Zeit kommt mir der Gedanke, ich will mein vergangenes Wissen und Lernen nicht mehr benutzen. In Begegnungen mit Freunden ging es mir meistens so, dass ich immer alles bewertet habe, entweder mit Worten oder nur innerlich im Denken. Es ist mir jetzt klar, ich wollte recht haben mit meiner Meinung und war ständig in Opposition, also trennung. Dieses Recht haben wollen oder besser Wissen will ich aufgeben. Frieden statt Trennung. Liebe statt Rechthaben.
    Danke für alle, die auf diesem Weg sind und für die gegenseitige Unterstützung.

    1. Liebe Adelheid, du schaust so ehrlich in dich hinein, das ist wunderbar. Auch ich finde das in mir vor, was du beschreibst. Es ist ein so eingefleischter Ego-Mechanismus. Indem ich das Ego immer wieder nur beobachte und mich dafür nicht verurteile, verliert es immer wieder seine Macht über mich und die Begegnungen. Wieviel 1000 x 1000 x Unendlich sich das besser und wahrhaftig anfühlt…!!! 🙂

  5. Liebe Katja, ich finde deine Gedankengänge ganz wunderbar und gut nachvollziehbar. Vor allem dies hier: „Nur indem ich die Welt nicht mehr festhalten will, bin ich bereit, aus ihr friedvoll zu erwachen. Nur indem ich das letztendliche Ziel des Kurses nicht aus den Augen verliere und nicht nur das Vorstadium anstrebe, kann ich überhaupt wirklich das wieder erreichen, was ich wirklich als eins bin und es zuvor hier wiederspiegeln“.

    Ja, das denke ich auch – wir müssen den HIMMEL quasi schon immer im „Hinterkopf“ haben. Zwar sollen wir laut Kurs nicht die Wahrheit in die Illusion ziehen, also den HIMMEL in die Welt, aber wir müssen uns an der Wahrheit ausrichten und orientieren. Sie ist der Leuchtturm für uns, denn wenn wir den „glücklichen Traum“ oder die „wirkliche Welt“ als Selbstzweck anstreben, wollen wir doch wieder nur Glück in der Welt, und zwar zu unseren Ego-Bedigungen. Das kann nicht funktionieren.

    1. Lieber Tom, danke für deine eigenen Worte dazu und ich stimme dir völlig zu. Ich denke, gerade wenn wir immer wieder in der Klarheit sind, worum es letztendlich geht, ziehen wir eben gerade nicht die Wahrheit in die Illusion. Das passiert nur dann, wenn wir unser Menschsein und die Welt (also das Ego) behalten wollen, bloß eben mit dem Sahnehäubchen des Friedens oben drauf. Nur gelingt dies nie wirklich, denn die Egoidentifikation stürzt uns immer wieder in Schmerzen oder gaukelt uns höchstens einen Schein-Frieden vor. Es ist wirklich eine totale Umkehrung und komplett andere Ausrichtung, die wir mit dem Kurs zu vollziehen haben.

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