So anders

Der Wechsel vom Ego zum Heiligen Geist verursacht
eine für mich sehr deutlich wahrnehmbare Verschiebung
in meiner Erfahrung und Ausrichtung.

In der tiefen Ruhe des Heiligen Geistes
manche ich die Dinge in der Welt einfach,
statt zu hadern, an ihnen hängen zu bleiben, sie groß zu machen.
Da ist kein Zweifel, keine Angst, kein Widerstand im Tun.
Ich tue, aber das Tun steht nicht im Vordergrund.

Statt dem engen, ängstlich unruhigen Ego-Tunnelblick,
durch den ich nur auf die Welten-Formen schaue
und sie für so wichtig und für mein Ziel halte,
ist der Fokus mit dem Heiligen Geist weit
und liegt einzig auf der tragenden Ruhe in mir,
sie ist der Vordergrund, die Hauptwahrnehmung.

Im Heiligen Geist sehe ich sehr wohl auch,
was mit meinem Körper und dem Körper anderer passiert
und wie sich Persönlichkeiten verhalten.
Aber all das ist in einen inneren Frieden eingebettet,
den nichts stört.

In diesem Frieden liegen Liebe und Verständnis,
woraus ein Tun entsteht,
ohne ein Aufheben um das Tun
und ohne eine Ablenkung durch das Tun,
weil die Präsenz des Friedens
das Entscheidende und Wahrhafte ist.

Es ist ein so stiller Wechsel im Geist,
doch durch die völlig gegensätzliche Gewichtung
ist danach alles
so befreiend ruhevoll anders.

12 Gedanken zu „So anders

  1. Danke Katja, das hast du sehr klar aufgezeigt, es ist auch mein erfahren, immer ein wenig öfter, ein wenig länger, tiefer und beständiger. Dein buch ist mir auch eine grosse hilfe, bei mir selber mehr ins detail zu beobachten, mich feiner zu justieren irgendwie um dem sehr schnellen dreinfunken des ego ein stop zu geben, bevor ich mitten im drama stecke. Das ist die übung und die entwicklung hieraus ist sehr befreiend, für alle wie mir scheint.
    Liebe grüsse, Doris

    1. Liebe Doris, das freut mich, dass es dir ebenso ergeht. Mir wurde gerade gestern auch wieder sehr deutlich bewusst, dass es bei dem Beobachten wirklich nur um meine inneren Vorgänge geht und nicht um ein Schauen auf die anderen. Die anderen scheinen etwas in mir auszulösen und nur das in mir ist anzuschauen. Ich bemerke, wenn ich zu sehr beim anderen bin (was denkt, fühlt er wohl, warum macht er das, selbst bei „Es ist sein Ausdruck von Liebe oder sein Ruf nach Liebe), bleibe ich bei ihm als Auslöser, seiner Schuld und in dem Wunsch nach Manipulation von ihm hängen und gebe meinen Geist nicht frei. Ist mein Geist aber durch das Beobachten meiner Vorgänge frei geworden, ist da nicht einmal mehr die Unterscheidung von „Ausdruck von Liebe“ oder „Ruf nach Liebe“. Das spielt dann für mich gar keine Rolle mehr, wenn ich meinen Ruf gesehen und mit Liebe beantwortet habe.
      Ja, und in diesen meinen Prozess sind alle inbegriffen, denn in diesem Frieden bin ich mit ihnen eins.
      Sei ebenso herzlich gegrüßt, Katja

      1. Liebe Katja, es geht um MEINE angelegenheiten, es sind Meine gedanken und Meine formen, alle selbstgeMacht.
        Danke für deine vertieften gedanken und für die gelenheit uns hier auszutauschen. 🌸🌸🌸
        Liebe grüsse, Doris

      2. T-17.I.6:5-8 / S. 352
        „Aber vergiss dies nicht: Wenn du dich beunruhigst und deinen Geistersfrieden verlierst, weil ein anderer versucht, seine Probleme durch die Phantasie zu lösen, dann lehnst du es ab, dir selbst für ebendiesen Versuch zu vergegen. Du hältst euch beide von der Wahrheit und der Erlösung fern. Indem du ihm vergibst, erstattest du der Wahrheit das zurück, was von euch beiden verleugnet wurde. Und du wirst die Vergebung dort erblicken, wo du sie gegeben hast.“

      3. Liebe Katja, vielen Dank für diesen schönen Text. Ja, letztendlich geht es nur um unsere Trennungsgedanken und nicht um die anderen. Und wenn ich dann nur bei mir schaue und anerkenne, all das ist mein Traum, dann geht es letztendlich darum, dass ich mir selbst vergebe, nicht wahr? Gerade kam mir der Gedanke in den Sinn: Wer vergibt denn da wem, wenn ich mir selbst vergebe? Was meinst du?

        1. Hallo lieber Micha,
          ganz genau, so sehe ich es auch. Es geht nur darum, dass ich mir selbst vergebe. Und das nicht einmal im herkömmlichen Sinne, dass Schuld oder ein Verhalten von mir oder einem anderen vergeben werden muss. Vergeben im Kurssinne bedeutet für mich ausschließlich: Berichtigung des eigenen Denkens – über die weltlichen Dinge und wofür ich mich/uns halte. Ich wechsle vom Ego zum Heiligen Geist in mir und schaue so auf mich selbst, alle anderen, die Welt, den Traum anders. Vergeben ist ein Wahrnehmungswechsel, von der falschgesinnten zur rechtgesinnten Wahrnehmung. Ich gebe dann allem eine andere Bedeutung und so reagiere ich daraus auch anders auf alles (und wenn ich dennoch die gleichen äußeren Entscheidungen treffe, ist zumindest die inneren Haltung dabei eine andere).
          Es geht beim Kurs-Vergeben also nur um meine Reaktionen auf die anderen, auf meine eigene Person und Körperlichkeit, auf alles Geschehen der Welt. Denn diese Reaktion zeigt mir, womit ich in meinem Geist verbunden bin: mit Angst oder Liebe, Trennung oder Rückkehr zur Einheit. So kann ich nun wählen, ob ich mein Denken vergeben, also berichtigen möchte.

          Ist das auch passend für dich, Micha?

    1. Stimmt, lieber Tom, es ist das Gegenteil von Egoismus, denn es bietet den Ausweg aus dem Egoismus. Wenn ich nur auf meine eigene innere Wahl schaue, sind immer auch alle anderen enthalten und mein Umgang mit ihnen.
      Sehe ich dabei, dass ich gerade mit dem Ego bin, bin ich gegen alle und zelebriere weiterhin Trennung, wobei es nun wirklich egoistisch nur um mich, meine Vorteile geht.
      Wähle ich den Heiligen Geist, hat der Egoismus ein Ende, denn ich gehe in Verbindung mit allen und drücke aus, was zu unser aller Besten ist: Frieden und Liebe.

  2. Liebe Katja,
    danke für Dein Wirken,das macht den „Kurs“ so leicht zugänglich und anwendbar.
    Immer wieder habe ich große „aha Momente“,weil ich dann bei Dir genau das lese,
    wo in meinem Geist noch eine Verständnislücke ist.Herzlichen Dank,das erspart viel Leiden und das Licht der Welt kann noch stärker in dem einen! Geist leuchten.
    Unsere Wirkung ist größer,als wir vermuten,und das wiederrum spornt mich an diese Geistestraining nicht nur für mich zu machen,sondern ahnend,und da taucht gerade Freude und Rührung in meinem Herze auf,das es immer füe „Alle “ ist,weiles es nur das Eine gibt.
    Also nochmal herzlichen Dank,liebe Katja für Deine „Arbeit“
    Klara

    1. Liebe Klara,
      herzlichen Dank für deine berührenden Worte. Es freut mich, dass diese Webseite dich unterstützt. Ja, mit dem Geisteswandel haben wir alle in unserem Herzen und „wir“ sind der EINE verirrte Geist. Mir hilft es auch so sehr, von und mit euch und allen in meinem Leben zu lernen.
      Ganz liebe Grüße, Katja

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