Nur Liebe ist nicht paradox

 

Kursschüler zu sein bedeutet, ständig mit Paradoxien umzugehen.
Dies liegt an den beiden einander ausschließenden Ebenen
von Wirklichkeit und Illusion.

So gibt es in der Wirklichkeit und in Wirklichkeit keine Welt,
aber gerade die Unwirklichkeit der Welt nutze ich,
um dies zu lernen.

Ich lernen, dass wir in der Illusion
die Wahl haben zwischen Angst und Liebe,
obwohl es in der Wirklichkeit keine Wahl und nur Liebe gibt.

Ich erleben mich als Einzelwesen,
das anderen Einzelwesen gegenüber steht
und doch habe ich als Träumer alle Einzelwesen projiziert.

Ich erlebe Angriff und Trennung,
obwohl dies in der Einheit nicht möglich ist.
So muss ich etwas aufgeben, was gar nicht existiert.

Ich bin einzig Geist,
obwohl ich mich mit einem Körper identifiziere.
Ohne Angst um den Körper erwache ich wieder im Geist-Sein.

All diese Paradoxien lösen sich durch die wahre Liebe auf.
Diese Liebe durchleuchtet die Illusion der Welt
und bringt mir die Wirklichkeit zurück.

Die Liebe macht keine Unterschiede und hebt jede Paradoxie auf,
denn sie ist die Verbindung, die niemals abbricht.
Und sowohl in der Welt als Widerspiegelung
als auch in Gottes Wirklichkeit

IST sie einfach nur

Formlose pure unveränderliche liebende Präsenz

6 Gedanken zu „Nur Liebe ist nicht paradox

  1. Ja, liebe Katja, es ist die große Herausforderung als Kurs-Schüler mit dieser allgegenwärtigen Paradoxie umzugehen. Ich soll einerseits meine Wahrnehmung nicht verleugnen, nicht verleugnen, dass ich mich als Körper empfinde, dass ich die Welt als real empfinde. Andererseits soll ich die Realität, dass ich eben kein Körper bin, dass die Welt (und mit ihr mein Körper) nicht real ist, möglichst oft präsent haben. Präsent haben heißt sich erinnern. Es heißt nicht, die Realität in die Welt der Illusion hineinziehen und die Welt dadurch als Illusion abtun. Es heißt eher, die Möglichkeit einzuräumen, dass meine Wahrnehmung falsch und illusionär ist. Ich will die kleine Bereitwilligkeit aufbringen, dass ich diese Welt auch anders sehen könnte, dass ich stattdessen Frieden sehen könnte. Ich sehe dann zwar immer noch eine illusionäre Welt, meine Traumwelt, aber auf ihr ruht bereits das Licht bzw. der Widerschein der Wahrheit.

    1. Lieber Tom, vielen Dank für deine hilfreichen Ausführungen. Ich sehe es ganz genau so. „Stattdessen Frieden sehen“ bedeutet für mich, ich schaue über die Welt hinaus, während ich auf sie schaue. Ich schaue nach innen in den Geist und wähle den Frieden in mir, der meine wirkliche Heimat ist. Auf diese Weise interpretiere und verwende ich alles in der Welt anders, in der noch immer Trennung und Angriff zu geschehen scheint. Doch sie dient dann nicht mehr meiner Abwehr vor der Liebe, sondern ich antworte in ihr auf meinen Ruf nach Liebe und Heimkehr.

  2. Liebe Katja, gerade sagt mir ein Mensch; Sie haben ja gut lachen, Sie haben ja die Krankheit nicht, mein Leiden,,daß ist genau das was Du sagst: Liebe durchleutet die Illusion der Welt= EGO, Liebe macht keine Unterschiede, das Paradoxe hebt alles auf, wie wahr, die Schmerzen kommen mit der Identifikation mit Körper-Ego,Du bist Liebe deshalb ist das EGO Liebe, Du liebst, einfach umarmst was ist, es verschwindet im Licht in der Einheit der bedingungslosen Liebe; du siehst nur das Göttliche wohin du sehen kannst, HG steht vor Dir zeigt dir das Bild Deiner Selbst im Ego- Außen als Dich, dir bleibt nur Vergebung, sie führt dich zum ureigenen innersten Frieden, die Wahrheit spricht immer in jedem Augenblick,“ sie ist einfach nur da“ Präsenz des göttlichen heiligen Augenblicks, das Ego ist aufgelöst, war nie da. herzlich Wolfgang2

    1. Lieber Wolfgang2, danke für deine Worte. Das Ego ist in meinem Verständnis keine Liebe, sondern gar das Gegenteil der Liebe. Es ist Trennung, Hass, Angst, Schuld. Doch wenn wir neutral darauf schauen lernen, kommt die Liebe in uns wieder zum Zug und das Ego verliert die Macht, die wir ihm geben. Und so können wir jede Ego-Aktion, jeden Ego-Ausdruck nutzen, um uns wieder an die Liebe zu erinnern. Darin stimme ich dir absolut zu. Liebe Grüße, Katja

  3. Liebe Katja, wie Du schreibst: ich bin einzig Geist, obwohl ich mich mit Körper identifiziere, ist genau der Punkt, den man ohne Angst um den „Illusions- Körper“der vom EGO gesteuert und im „Recht haben“ unendlich ernährt wird, „erwache“ ich wieder im „GEIST-SEIN“, wo ich schon die ganze Ewigkeit bin, wieder, dieses Paradox löst sich wie ein Wunder durch deine Brille der Liebe auf, wie herrlich, schön, du liebst alles was ist, das Ego-Gegenüber wird umarmt im Licht des HGs und durchleuchtet die ego-verstands-Welt als Projektions -Fläche deiner Selbst auf, löst sich und ist Eins im Nichts. Deine Texte sind sehr für eine Umsetzung im „Alltag/ Feiertag“ anzuwenden, habe die Lektionen 96+136+199 sehr stark verinnerlicht die ich so lebe,es ist der „Geist“,der als Mensch da ist, der die Korrektur braucht. herzlich wolfgang2 PS: es ruft schon wieder ta tü ta ta,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

    1. Lieber Wolfgang2, ja, dies im Alltag zu verinnerlichen und umzusetzen, darum geht es… mitten in all dem ta tü ta ta dieser Welt. Wunderbar, dass es dir auch als Notarzt gelingt. Es kann keine Ausnahmen geben. Vielen Dank für dein Beispiel.

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