Mit dem Fluß ins Meer

Lass das Ruder los,
denn deine natürliche Strömung lässt dich
mit der göttlichen Liebe
zusammen fließen
und
zusammenfließen.

Am Ruder meinst du,
dass es eine bestimmte Richtung gäbe
und du glaubst,
die Richtung zu kennen.

Doch Liebe hat keine Richtung
und so ruderst du stets von ihr fort.

Überlässt du dich der Liebe,
ist sie überall
und du bist in ihr
– aufgegangen.

4 Gedanken zu „Mit dem Fluß ins Meer

  1. Wunderschön diese Worte heute morgen zu lesen und mit ihnen in den Tag zu gehen.
    Sei herzlichst gegrüßt liebe Katja.

  2. Liebe Katja,
    im täglichen Leben ist es nicht so leicht, sich so der Liebe anzuvertrauen, wie du es so schön beschreibst. Da wollen wir oft das Ruder nicht aus der Hand geben, wir haben ja auch Verantwortung für unser Tun. Wir müssen vielleicht sogar Führung übernehmen, im Beruf z.B.

    Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass dies – Gott sei Dank – kein Widerspruch sein muss. Manchmal gelingt es mir, mich der Liebe anzuvertrauen und trotzdem Führung zu übernehmen. Beides ist gleichzeitig da. Ich empfinde in dem Moment eine tiefe innere Ruhe und ein unerschütterliches Vertrauen, dass alles gut ist und handle ganz aus dem Moment heraus.

    Wahrscheinlich habe ich in diesem Moment aber tatsächlich das Ruder losgelassen, obwohl ich von Außen betrachtet zu führen scheine…

    1. Lieber Micha, vielen Dank für deine Gedanken. Ich stimme dir total zu. Es ist ebenso auch meine Erfahrung. Wir wollen in aller Regel das Ruder nicht loslassen, denn wir haben gerade davor eine riesige Angst. Im Urgrund liegt dies an der uns noch nicht so klar zugängliche Angst vor Gott. Doch in den konkreten weltlichen Situationen spiegelt sich diese überall wieder, wenn wir dann Angst haben, nicht gut dabei wegzukommen, wenn wir unsere Sicht der Dinge loslassen und „nichtwissend“ der Liebe in uns vertrauen.
      Für mich ist es auch so: wenn ich ganz in Frieden ruhe, dann folgt mein Handeln in der Welt ganz leicht und klar daraus. Das kann dann auch ein „Nein“ sein, das jedoch nicht verurteilt. Es kann eine Chefposition sein, die erfüllt wird, jedoch mit Verständnis für alle.
      Uns muss klar sein: Wir handeln ja immer aus unserem Geisteszustand heraus, auch im Ego. Erst ist immer die Entscheidung da, wenn sie uns auch oft unbewusst ist, in Angst oder Liebe zu sein und daraus folgen automatisch die entsprechenden Handlungen. Und es ist deren „Einfärbung“, die dann entscheidend ist. Manchmal handeln wir äußerlich aus dem Ego und Heiligen Geist sogar gleich, doch einmal begleitet von Angst und einmal getragen von Liebe, wodurch eine völlig andere Botschaft vermittelt wird.
      Oh ja, wir haben Verantwortung für unseren Geisteszustand und unser Tun hier, welches daraus folgt, ja, absolut und sogar zum Glück. Wir sind nichts und niemanden in unserem inneren, geistigen Ergehen ausgeliefert. Das ist eine große Macht, die ebenso Angst macht, aber eben auch die vollkommene Befreiung beinhaltet. Puh, dieser Kurs-Weg ist wirklich ein sagenhaft radikaler Prozess der Umkehrung im Denken.
      Ganz herzliche Grüße an dich, Katja

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