Von Zwei zu EINS

 

Ich will mit dir zur wahren Liebe finden,
durch alle weltlichen Umstände hindurch.

Ich will mir dafür alles ehrlich anschauen,
was ich zwischen uns stelle,
um die Liebe nicht zu erfahren.

Ich will auf alles still schauen,
was ich glaube,
dass du zwischen uns stellst
und von dem ich meine,
dass es mich hindern könnte,
dich zu lieben.

Ich will ohne Angst und Urteil auf all das schauen,
was unvereinbar zwischen uns zu stehen scheint,
und erkennen: Es ist vollkommen ohne Bedeutung.

Denn in Wahrheit passt nichts zwischen uns,
weil wir eins sind.

Wir sind keine Personen in einer Welt
und keine zwei Geister.

Wir sind
EIN Geist
der Liebe.

14 Gedanken zu „Von Zwei zu EINS

  1. Liebe Katja.
    Dieser Text ist wundervoll im wahrsten Sinne des Wortes. Wir können das zu jedem Menschen sagen und nur wenn wir das tun haben wir diese Liebe jenseits der Besonderheit verstanden.
    Danke dir.

  2. Ein sehr schöner Text, liebe Katja! Sehr schön und tief, aber auch sehr herausfordernd, wenn man sich wirklich drauf einlässt. „Was ich zwischen uns stelle“ und „Was ich GLAUBE, dass du zwischen uns stellst“….. Wie oft vergessen wir, dass wir das nur glauben. Was der andere scheinbar zwischen uns stellt, ist auf einer tieferen, geistigen Ebene ebenso etwas, was ich zwischen uns stelle. Aber wie schwer es uns oft fällt, das wirklich so sehen zu können……

    1. Danke, lieber Tom, ja, es erfordert sehr viel Selbstehrlichkeit und Innenschau. In meinen bisherigen Erfahrungen hat mich innerlich noch nichts so befreit wie diese Sicht- und Herangehensweise des Kurses.
      Und ja, genau das wollte ich ausdrücken: es bin IMMER nur ich, die meint, eine Barriere zu sehen, weil es immer nur meine Interpretation und somit Reaktionen aus meiner Geisteshaltung ist, ganz gleich, was der andere tut. Ich werde den anderen mit der Ausrichtung auf die Liebe immer mit Liebe und Verständnis umfangen, auch wenn sich der Form nach unsere Wege trennen oder ich das Verhalten nicht bejahe. So gehen wir mit jedem im Geist zurück zum Einssein der Liebe.
      Das ist für mich bereits die geistige Sicht, auch auf der Ebene der Personen, die sich natürlich auch noch um die von dir angesprochene Dimension erweitert, dass das Ich letztlich nur EIN Geist ist, der alle Personen projiziert hat und somit auch alle Umstände zwischen ihnen.

      1. Ja, wahrscheinlich ist es meist sogar so, dass man zu der erweiterten Dimension nur gelangt, wenn man erst auf der Ebene der Personen vergibt und den anderen in Liebe und Frieden ansieht…

        1. Ja, das denke ich auch, denn wir gehen von den persönlichen, menschlichen Gefühlen und Gedanken aus, die nicht zu verdrängen sind, sondern deren Wandel bewusst erfahren werden muss. Und irgendwie geht es dabei doch einher und ineinander… denn ohne die geistige Neu-Anbindung wäre es nicht möglich, dass der Wandel geschieht.
          Wir erleben uns nun mal (auch noch mit dem Heiligen Geist verbunden) als Personen, die auf andere Personen reagieren. Hier holt uns der Kurs ab und führt uns in der theoretischen Auseinandersetzung und durch immer weiterführende Erfahrungen immer mehr zur Wahrheit hin, dass nur Geist existiert und alle Bilder, Formen, Körper, die ganze Welt nur ein Traum sind.

  3. Liebe Katja,
    auch von mir herzlichen Dank für diese wundervollen Zeilen. Ich kann gerade ganz viel damit anfangen, es hilft mir meine Sicht zu ändern.
    Alles Liebe
    Adelheid

    1. Das freut mich sehr, liebe Adelheid. Ja, wir müssen immer wieder innerlich zurücktreten und eine andere Sicht zulassen. Wie werden es früher oder später immer wieder bemerken, wenn wir uns wieder in der Egosichtweise verloren haben. Das ist ganz gewiss. Und das ist so tröstlich auch im tiefsten Schmerz. Ganz liebe Grüße an dich.

  4. Hallo Katja
    Dieser Text ist sehr schön. Ich habe den Kurs und dein sehr hilfreiches Buch dazu erst kürzlich gelesen. Ich werde deinen Text hier in der Praxis anwenden und glaube jetzt dadurch zu verstehen, was mit dem besagten „Graben zwischen uns“ im Kurs gemeint ist.

    1. Hallo, lieber Oliver, ja, das ist der Graben zwischen uns, dass wir uns immer als verschieden, voneinander abgegrenzt und als verletzlich und verletzend sehen. Körperlich sieht es so aus, aber im Innern sind wir gleich, wir suchen alle nach Liebe und sind es doch längst, was es wieder zu erinnern gilt. Das ist auch der Graben, den wir zu Gott gezogen haben. Wir sehen uns als verschieden von ihm und haben uns von unserem wahren Sein scheinbar abgetrennt. Wenden wir uns der Liebe wieder zu, füllt sich der Graben nahtlos.
      Wenn du magst, berichte gern davon, wie es dir weiter damit ergeht. Und lassen wir uns nicht davon entmutigen, dass wir immer wieder selbst den Graben ziehen, denn wir werden nach und nach immer weniger bereit dazu sein.

  5. Liebe Katja, vielen herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Es hat mich gerade mit Liebe erfüllt, einfach zu sehen, daß du da warst. Nicht mal so sehr, WAS du geantwortet hast, sondern einfach so. Ich denke, dieser Ausstausch und diese Verbundenheit die man dabei spürt, ist etwas sehr schönes für uns alle hier.
    Im Kurs bin ich gerade bei den täglichen Lektionen ( es fällt mir fast schwer, immer nur eine am Tag zu praktizieren 🙂 ) und lese parallel zum 2. mal dein Buch dazu. Erstaunlicherweise ist es anders wie beim ersten Mal und man spürt dabei etwas neues. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten und bin sehr froh, daß mich irgend etwas zu euch geführt hat.

    1. Lieber Oliver,
      dein Erleben der Verbundenheit berührt mich sehr . Es ist für mich sehr stimmig, dass du schreibst, es gehe nicht so sehr um das WAS, sondern was es ausdrückt.

      So schön, dass dich der Kurs so gepackt hat. Da erkenne ich mich auch wieder. Ich weiß gar nicht mehr, zum wievielten Mal ich ihn lese und wie oft ich schon all die Bücher von Kenneth Wapnick dazu verschlungen habe… Und ja, jedes Mal geht es noch tiefer, kommt noch eine neue Facette hinzu, wird mein Denken noch konsequenter umgekrempelt, ergeben sich eine noch weiter sich ausbreitende Gesamtschau und umfassendere Erfahrungen. Es wird echt nie langweilig auf dem Kursweg und trotz auch vehementer Egoattacken entsteht eine immer größere innere Unterstützung!
      Ich freue mich, wenn wir auch an deinem Weg weiter teilhaben dürfen. Herzliche Grüße an dich.

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