Alles nur beobachten – Tag für Tag

Viel gearbeitet, erst im Job, dann bis in die Nacht an Texten.
Bin ruhig und ausgeglichen, mit fröhlich-leichten Anflügen.
Ich beobachte es.
Beobachte auch,
dass es mich entspannt,
dass ein Mensch zu etwas mir Wichtigem zugestimmt hat.
Ich beobachte, wie ich es schön finde, mich anzukuscheln.
Beobachte, als abstoßende, schmerzhafte Bilder in mir kommen, wie ich mir sage:
„Ich kann da jetzt voll reingehen
und in Schmerz versinken
oder ich kann es sein lassen.“
Beobachte, wie ich unsere Körper für real halte.
Beobachte, wie ich dann plötzlich wie von oben auf sie schaue – innerlich.
Beobachte.
(Notiert am 25.06.14)

Wieder ein innerlich recht entspannter Tag.
Natürlich ist immer Ego zu Gange in mir,
aber derzeit Soft-Ego.
Gedanken sind ja ständig da
und Einstellungen, Urteile,
Schwankungen,
in Bezug auf Kollegen, Klienten, Menschen auf der Straße, Freunde und Familie, Situationen.
Aber heute halt die Light-Version.
Das heißt, ich empfine es nicht als marternd.
Doch ein Mal wollte sich plötzlich das Ego mit sehr schmerzhaften Bildern ordentlich Gehör verschaffen.
Ich aber wollte nicht.
Und entschied,
mir auch die Light-Varianten noch stärker ins Bewusstsein kommen zu lassen.
Denn das Ego ist immer Ego,
ganz und gar,
es will mich nur mit scheinbar nicht so starken Attacken einlullen,
um dann genug Boden gewinnen zu können für die ganz heftigen Ausbrüche.
(Notiert am 26.7.14)

Voll in die Arbeit eingetaucht.
Leichter Druck, dass ich nicht zu dem komme, was ich mir vorgenommen hatte.
Er geht, als ich ihn beobachte.
Begegnungen mit Menschen, Menschen, Menschen.
Und jeder scheint so anders,
dabei sind wir alle gleich gestrickt.
Verzweifelt auf der Suche nach Liebe.
Das beobachte ich nur.
(Notiert am 27.7.14)

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