Wer wird beobachtet, was wird beobachtet und warum?

Der Beobachter ist der Teil in unserem Geist,
den wir bewusst aktivieren,
damit von ihm aus der Geistes-Wandel
vom Ego zum Heiligen Geist
beginnen kann.
Mit ihm treten wir innerlich einen Schritt zurück
und betrachten,
das Wirken des Ego in uns,
mit dem wir im Geist gerade verbunden sind
.

Wir beobachten stets all unsere EIGENEN Reaktionen!
Auf das weltliche Geschehen und unseren Körper.
All die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen,
die in uns auftauchen und uns gerade bestimmen.
All die Forderungen, Meinungen, Wünsche,
von denen wir meinen, sie brächten uns Glück,
all die Ängste um uns und andere und
die in Neid, Eifersucht, Hass, Begierden, Verurteilung und Ablehnung verborgen sind,
und auch die Freude und Liebe, die von allem möglichen abhängen
… betrachten wir still…
Und für wie berechtigt wir sie alle mit dem Ego halten.
Weltlich gesehen sind sie es wohl auch hier und da.
Doch wir sehen,
wie schlecht es uns damit immer wieder geht,
sie alle stets auf Angst, Schuld und Trennung zurückgehen
und somit für unseren wahren Geistes-Frieden nicht dienlich sind.

Doch niemand und nichts in der Welt
ist verantwortlich
für unsere Reaktionen,
wie es das Ego stets behauptet.
In Wirklichkeit bestimmt jeder über seine Reaktionen IMMER selbst!
Daher nutzt der Beobachter als hilfreiches Instrument den Spiegel.
Für ihn spiegeln unsere Reaktionen nämlich lediglich und ganz genau,
welche Wahl wir trafen und in welcher Geistes-Haltung WIR demnach gerade sind:
in Angst mit dem Ego oder in wahrer Liebe mit dem Heiligen Geist.
Und nur darauf beruhen unsere Reaktionen!

Wir aktivieren den Beobachter also in uns,
um uns des Ego BEWUSST zu werden und zu sehen,
dass es uns zwar immer wieder verspricht,
uns ins Glück zu führen, wenn doch nur…,
aber wir dort mit dem Ego niemals wirklich ankommen.
Dass es uns stets an Angst, Körper, Individualität und Besonderheit bindet.
Und uns so von unserem wahren Sein der unterschiedslosen Einheit fernhält.

Der Beobachter wehrt sich nicht,
er lehnt nichts ab,
er bevorzugt nichts,
er heißt nichts willkommen,
er schaut nur ganz neutral
und sieht,
was gerade im Innern mit dem Ego verbunden abgeht
.

Und nun kann der Beobachter zum Entscheider in uns werden.
Wenn aus diesen Betrachtungen die Bereitwilligkeit enstanden ist,
sich gegen die gerade vorherrschende Sicht und Denkweise des Ego
und statt dessen für die befreiende des Heiligen Geistes in uns zu entscheiden.

Der Beobachter ist also immens wichtig, um den Geistes-Wandel möglich zu machen. Er ist das Du, dass in Ein Kurs in Wundern stets angesprochen wird. Das Du, und eben das Ich, das wir alle sind. Nicht als Menschen, sondern als der Geist, der diese Welt träumt und sich hier vereinzelt als viele wahrnimmt. Vom Beobachter-Entscheider-Träumer-Geist hängt also alles ab, der das Ego und den Heiligen Geist enthält und stets einem von beiden Denksystemen gerade folgt. Dieser Beobachter-Entscheider-Träumer-Geist sind WIR als der scheinbar von Gott getrennte Geist. Erkennen wir dies irgendwann vollumfänglich, kehren wir zu unserem wahren Ich zurück, dass kein Ich mehr ist, sondern EIN EINS mit Gott.
Bis dahein beobachten wir auf die Welt bezogen unseren Geist und wählen immer öfter den Heiligen Geist. Das heißt, wir bitten um eine andere Sicht und Interpretation. Wir bitten um inneren unabhängigen Frieden. Wir treten zurück von allem vermeintlichen Wissen, wie etwas zu sein hat oder etwas gehen könnte und sollte, im Außen und Innen. Mehr haben wir nicht zu tun. In diese Öffnung kann der Heilige Geist eintreten. Automatisch erfahren wir dann in diesen Phasen, in denen wir dem Heiligen Geist statt dem Ego unseren Geist überlassen, alles Weltliche viel gelassener und können allem verständnis- und liebevoll begegnen.

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