Wandel

Du verletzt mich,
enttäuschst mich
und bist unmöglich.

Doch … von wegen:

Du bist mein Spiegel
indem ich an meinen Reaktionen auf dich
erkenne,
ob ich meinem falsch- oder rechtgesinnten Geist folge.
Danke

Mit dir will ich nichts zu tun haben,
bleib mir ja fern,
ich brauche dich nicht.

Doch … von wegen:

Du bist meine Rückkehr zu Gott
indem ich verstehe,
dass ich nicht ohne dich
in meinem Herzen zurückkehren kann.
Gemeinsam

Du bist krank und unheil,
du brauchst Hilfe
und dir ist nicht zu helfen.

Doch … von wegen:

Du bist mein Heiler,
indem ich deine Heiligkeit sehe,
die die unsere ist.
Einheit

12 Gedanken zu „Wandel

  1. Es gibt diesen provokanten Satz im KiW (sinngemäß): Du kannst dir nicht selbst vergeben, weil deine Verwirrung darüber, wer und was du bist, viel zu groß ist. Na prima!
    Bis man begreift: Gott sei Dank: ich hab‘ ja dich! Du zeigst mir, für wen ich mich halte und schließlich: wer ich BIN, mit DIR zusammen.
    Mein Bruder ist mein Erlöser.

    Ich häng‘ mal noch eine Strophe dran an dein Lied vom Bruder, der mein Spiegel ist, ich hoffe, ich darf, liebe Katja 🙂 , sonst hab‘ ich es jetzt unerlaubterweise getan :-))

    Du wirfst mir vor, dass ich dir damit nicht helfe,
    dass ich mich nur um mich kümmere und das, was ich den Frieden meines Geistes nenne.

    Doch … von wegen!

    Wenn ich dich als Spiegel „benutze“,
    und dich diesen Spiegel nicht halten lasse, um mir meine Besonderheit zu zeigen, im Guten oder Schlechten,
    sondern ihn dabei in SEINE HAND lege,
    verbinde ich mich mit Deinem Geist,
    und das ist die einzige Art, wie ich Dir wahrhaft nah sein kann. Und mir.
    Das heilt uns beide, nie mich allein.

    1. Danke, lieber Michael, für diese wunderbare Fortsetzung. 😍
      So ist es, aus dem Ego und der besonderen Liebe sind wir niemandem nah und lieben wir niemanden, auch und selbst nicht. Lassen wir also weiter und weiter den Wandel in uns geschehen. Herzlich, Katja 😊

  2. Danke Katja, für diese Erinnerung! Mir kam grad ein Gedanke: mit manchen Menschen will ich wirklich nichts mehr zu tun haben, ich will ihnen nicht begegnen, keinen Kontakt mehr. Aber ich kann ich ihnen ja doch im Inneren vergeben und meinen Frieden mit ihnen machen. Hm…… Ist das wirklich so, bin ich da wirklich ehrlich? Ok, man muss nicht unbedingt zwanghaft den Kontakt aufrechterhalten. Aber wenn ich ihn vermeide, wenn ich ihnen bewusst aus dem Weg gehe – kann ich ihnen dann wirklich vergeben?
    Ich fürchte, die Antwort lautet: nein. Was anderes ist es bei Verstorbenen, da stellt sich die Frage nicht mehr, ob ich Kontakt suche oder vermeide. Da kann ich nur meinen Frieden mit ihnen in ihrer körperlichen Abwesenheit machen. Geistig sind sie ja noch da…..

    1. Lieber Tom, ich stimme dir vollkommen zu. In die Vergebung (= das berichtigte Denken, den Blick mit dem HG) können wir in der körperlichen An- und Abwesenheit eines anderen kommen. Wenn jedoch ein Vermeiden und Ablehnen der Begegnung eine Rolle spielt, sind in uns Urteil und Angst aktiv und wir meinen, der Schmerz sei durch die andere Person verursacht. Wir stecken im Egodenken fest, selbst wenn wir uns gut fühlen, wenn wir den anderen nicht sehen und treffen. Schön, dass du deinem Ego so auf die Schliche kommst. 👍😊

  3. Hallo Katja,
    Ich finde du schaffst es immer wieder gut wichtige Inhalte in klare Worte zu fassen.
    Heute habe ich deine Worte quasi als Übungshilfe mit auf meinem Weg genommen. Und das tat gut.
    Das was du da ansprichst, ist genau das was mir tagtäglich immer wieder in der Begegnung mit meinen Mitmenschen passiert.
    Bewusst oder unbewusst
    Immer wieder komme ich an den Scheideweg. Geht es Richtung Ego oder Richtung Heiliger Geist. Verurteilung oder Vergebung.
    Der Gedanke den Michael zitierte find ich interessant: Man braucht den Gegenüber um sich selbst vergeben zu können weil man sich in seinem Bruder selbst erkennen kann.
    Wenn demnach unser Bruder unser Erlöser ist können wir auf die Begegnungen z. B. morgen richtig gespannt sein und uns heute schon freuen….
    In diesem Sinne einen schönen Abend .

    1. Wie schön, lieber Jens, dass du so bewusst deinen Weg gehst und wir hier einander unterstützen. Mich in Worte zu fassen klärt mich selbst und eure Kommentare helfen mir so sehr. Ich danke euch von Herzen.
      Ich finde es so faszinierend, dass wir mit dem Heiligen Geist tatsächlich genau das nutzen – diese Welt, die uns trennen sollte – um zu erkennen, dass wir immer eins waren. Ja, seien wir wachsam, wie wir auf unsere Mitmenschen schauen, auf jeden einzelnen, der uns körperlich oder in Gedanken begegnet. Daran erkennen wir, wo wir wirklich stehen und so ist jeder unser Erlöser. Eine gute Einstellung, so offen, neugierig und freudig in jeden Tag zu gehen, dann schaffen wir es auch, wenn wir uns mal wieder richtig durchgerüttelt fühlen – danke für diese Anregung, Jens.

  4. Hallo zusammen,
    dazu habe ich eine Frage. Ich wurde stark retraumatisiert auf der Arbeit und bin hier in die vergebungsarbeit gegangen. Doch gelingt es mir immer noch nicht einen Fuss in die Firma zu setzen. Im geiste habe ich allen vergeben, doch bin ich hier immer noch im Körper mit der Reaktion (panikattacken). Was soll ich eurer Meinung nach machen? Danke für die Antwort

    1. Liebe Christa, ich bin berührt, dass du dich uns so zeigst. Ganz bestimmt hast du schon innerlich viel bewegt bei dir. Vielleicht ist es tatsächlich nur noch der Schritt, auch in der direkten Begegnung noch etwas zu lösen? Da besteht einfach die „Gefahr“, dass sich die Kollegen dir gegenüber wieder so verhalten, dass es dir schwer fällt, damit umzugehen. Ich kann gut verstehen, dass du davor Angst haben könntest.
      Für mich ginge es darum, immer wieder in Frieden auf die Panikattacken schauen zu wollen ohne das Ziel, dass sie verschwinden sollen. Und zu vertrauen, dass mir alles noch bewusst wird, was mir bewusst werden muss, um weitere Schritte in der Welt tun zu können. Vergebung bedeutet für mich, in Frieden zu sein, ganz gleich, was andere in der Welt tun und was mein Körper „tut“. Was denkst du dazu, Christa? ❤️

  5. Hallo Christa,
    auch von mir ein paar Gedanken dazu:
    Ich kenne die Angst aus eigenem Erleben, auch als Panikattacke. Ich finde es wie Katja ebenfalls sehr berührend, dass du dich so offen zeigst, und du hast damit definitiv bereits den entscheidenden Schritt gemacht!
    Aus meiner Erfahrung mit der Angst kann ich sagen, dass ihre Lösung letztlich im Mitgefühl liegt. SIe lässt keine Ruhe, bis wir das verstanden haben: es ist nicht deine Angst, es ist unsere! Wir haben alle ganz genau dieselbe Angst! Dass du sie jetzt „an eigenem Leibe“ spürst, kannst du ruhig als Ehre empfinden: es ist dir zugetraut, dies so zu sehen! Und ich verspreche dir, wenn du einmal auf die Situation geschaut hast, die dir Angst „macht“, und sie als eine Bitte um Solidarität angesehen hast, um dein „Bruder-Sein“, dann wirst du sehen, dass sie nicht IST, sondern nur der Deckel war auf: Wir SIND alle in GOTTES HAND.
    Dabei dürfen wir so oft „scheitern“, wie wir eben scheitern. Macht alles ncihts. Wenn du es einmal „gesehen“ hast, hast du es für immer gesehen, und dann klappert das noch eine Weile nach und kommt mit ein paar Speziallektionen, aber die Spitze der Angst ist dann endgültig gebrochen.
    Es ist nicht dein „Körper“, der noch Angst hat, und du hast auch noch nicht „allen vergeben“. Ich auch nicht. Niemand von uns. Bei der Solidarität fängt es an. Sieh auf mich, der ich dir das schreibe als jemanden, dem du jetzt die Angst nehmen kannst, indem du nicht mehr an sie glaubst. Sie darf ruhig „da“ sein, wie Katja auch sagt, aber bleib‘ bei deinem Weg, denk‘ MIT IHM zu mir hin und geh‘ MIT IHM in die Firma, vielleicht erst mal im Geist, und schau‘, wie es dann ist.

    herzlich, Michael

  6. Hallo Christa, du sagst, du hast im Geist allen vergeben. Bist du dir sicher, dass du das wirklich hast? Es ist ein sehr großer Unterschied, ob man etwas sagt (zu sich selbst oder anderen), oder ob man es auch wirklich so meint. Ich fürchte, du hast es noch nicht wirklich, auch wenn der Wille da ist und du es gern tätest. Das soll aber keineswegs ein Vorwurf sein, ich weiß selbst nur allzu gut, wie wahnsinnig schwierig es sein kann, ehrlich zu vergeben. Ich würde Katjas Rat annehmen und einfach nur die Panikattacken anschauen, ganz ehrlich zu dir selbst zu sein, ohne die Panikattacken zum Teufel zu wünschen :-). Wir brauchen Geduld und Vertrauen, dann wird jeder kleine Fortschritt ein Wunder für uns sein.

  7. Ja Katja, das denke ich ist der richtige Gedanke. Im kurs oderKenneth Wappnick schreibt, wenn man mit dem HG auf die Situation schaut ist die Situation gleich. Allerdings sind wir nicht mehr so betroffen. Da im Frieden. Konnte es in anderes Situationen bereits so erfahren. Vielleicht sollteich einfach mal hinfahren und es versuchen. Es waren ja nicht die Kollegen sondern die Chefs.

    1. Mein Herz geht so auf bei all dem Verständnis hier füreinander. Danke Tom und Michael.
      Liebe Christa, okay, die Chefs. Ja, vielleicht einfach mal hinfahren und durchgehen, durch die Firma und durch die Angst vor Ort – mit Jesus, uns und deinen Chefs an deiner Seite. Aber nur, wenn wirklich der Impuls dafür da ist, wenn du spürst, es ist jetzt stimmig, es kommt aus der Geisteshaltung der Liebe und nicht einer, die dich wieder „ins Messer laufen“ lassen will. Werden wir still und folgen den Impulsen aus der Stille, von denen wir vorher nicht wissen, zu welchen Handlungen sie führen werden.❤️

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