Verändertes Erleben

Je offener und bewusster wir für unser Innenleben werden,
um so mehr Gefühls- und Gedanken-Extreme nehmen wir in uns wahr,
zwischen denen wir schwanken.
Es scheint teilweise,
als werde alles noch schlimmer, ausufernder, noch weniger vereinbar.
Doch wird uns nur bewusst,
was uns zuvor unbewusst bestimmte:
das Ego in all seinen Facetten.

Das erlebte ich auch schon vor dem Kurs,
seit ich mich auf einen inneren Weg begab.
Mit dem Kurs kam für mich jedoch das wirklich Halt Gebende
und weit über alles Hinausführende dazu:
Gottes ungetrübte Liebe und Beständigkeit.

Seither kann es sein,
dass ich in Sekunden
in etwas mit dem Ego voll drin bin
und dann schon wieder heraus.
Stecke ich länger, Stunden oder Tage, sehr im Ego fest,
weiß ich doch, dass ich wieder aussteigen werde,
sobald ich wirklich bereit dafür bin.

Ich empfinde es nun mehr als ein Fließen
zwischen den Extremen des Ego und all seinen Abstufungen,
wenn das zeitaufwändige und oft gerade das Ego bestärkende Analysieren
und „Aufarbeiten wollen und müssen“ anderer Methoden wegfällt,
die ich vor dem Kurs anwendete.

Ich halte weniger einzelne Ego-Äußerungen fest,
sondern registriere sie kurz, tue nichts mit ihnen, lasse sie vorübergehen,
und ruhe schneller wieder im Frieden des Heiligen Geistes,
der von nichts jemals gestört wurde
und mich zugleich durch alle scheinbaren Störungen hindurchträgt.

Was für ein Geschenk, mit meiner Wahl, die mein Erleben bestimmt,
und meinem heilen Geist wieder klarer in Kontakt zu sein.

16 Gedanken zu „Verändertes Erleben

  1. Guten Morgen, Katja,
    das spricht mich stark an, wie du die Veränderung im Erleben beschreibst, das erkenne ich in mir wieder. Mit dem Ego sein/ im Frieden des HG sein …
    Wem erlaube ich, alles, was in mir ist an Gedanken, Stimmungen, Gefühlen, Wahrnehmungen, Beurteilungen etc. zu organisieren? Über welcher Mitte will ich „mich“ verstehen?
    Alle Wahrnehmung ist ja, wie uns der Kurs lehrt, einem „Nein“ zu GOTT entsprungen, aber jetzt hab‘ ich doch die Wahl – halleluja!! 🙂 – ob ich dieses „Nein“ weiter bekräftige oder es dem HG, dem „JA“ zurückgebe. „Aufarbeiten“ und „Analysieren“ versucht wohl zumeist, meine Wahrnehmung mit Hilfe des ganz normalen Schuldverteilungsspiels zu organisieren: vielleicht kann ich mich dann in irgend einer Weise „besser“ in der Welt bewegen, das „Nein“ zu GOTT bleibt aber ungeheilt. Meine „Mitte“ bleibt der blutige Schuld-Dorn, der meine Seele aufs Ego fixiert hält.

    Vergeben übersetzt jedes „Nein“ ins „JA“, bringt es mit seiner QUELLE wieder in Berührung. Dem kann ich alles überlassen, wie du sagst, auch das, was miteinander nicht vereinbar zu sein scheint: den scheinbaren „Angriff“ auf meinen aussortierenden Verstand. Das „JA“ zu GOTT kann ich jederzeit alles berühren lassen. Und das ist meine neue Mitte, die die Schuld einfach nicht mehr enthält, eben weil SIE nicht aussortiert.

    Ich hatte gerade die Gelegenheit, einem mir liebgewonnenen „Feind“ auf diese Weise vergebend zu begegnen, einem Sinn- und Wortverdreher, Heuchler, erleuchteten Allesbesserwisser, einem Ego-Heiligen der allerfeinsten Sorte … nicht mit meinem „Nein“ zu antworten, sondern mit SEINEM JA. Das ist schon wirklich fast peinlich, wie lange ich mir diesen „Feind“ erhalten hatte. Und dann macht es einfach „paff“ und der Feind ist der Bruder. Und zwar zutiefst erlebt, er IST es wirklich!

    Wie einfach das ist, wie normal. Davor steht nur die kleine Hürde des Eingeständnisses, dass ich mich selbst künstlich in der Verwirrung, wer ich bin und wer du bist, festhalte.
    „Gottes ungetrübte Liebe und Beständigkeit“, sagst du, Katja. Sein „JA“ zu uns. Unfassbar, oder? Darauf vertrauen und schön und wertvoll finden lernen, ES nicht „fassen“ zu können noch zu wollen. ES will einfach DA SEIN.

    herzlich, Michael

    1. Danke, Michael, für deine ergänzenden und in andere Bilder gefassten Ausführungen. So ergibt sich für mich ein immer umfassenderes Eintauchen.
      Ja, das Aufarbeiten und Analysieren bleibt meist in Ego-Kreisläufen hängen, weil eben doch wieder nach irgendeiner weltlichen Ursache/Schuld bzw. nach Ursachen jenseits meiner wahren geistigen Wahl gesucht wird.
      Das Geniale aber mit dem Kurs finde ich, dass ich auch diese anderen Methoden schlicht nutzen kann, um mein Egoerleben und -denken aufzudecken und dann da nicht stehenzubleiben, sondern eben jetzt genau in Bezug darauf den Heiligen Geist wirken zu lassen – für die wahre (Los- und Er-) Lösung. Mein heiler Geist nutzt einfach alles dafür, einfach, indem er alles anders verwendet. Ich meine vielleicht, diese oder jene Begebenheit habe heute mein Leid verursacht. Und wenn mir dieser Glaube wieder bewusst wird, durch welche Methode auch immer, kann ich zurücktreten und der Neuwahl, einer korrigierten Sicht das Feld überlassen.

      Ich freue mich mit deiner Erfahrung zu deinem „Todfeind“ – wow! Magst du uns erzählen, was ganz konkret deine innere Vorgehensweise war, dass es dann zu diesem Wunder kommen konnte! Was genau hast du dir in Bezug auf ihn und dich bewusst gemacht? Was war deine Haltung für das Geschehenlassen?
      Ganz herzliche Grüße, Katja

  2. Das ist wirklich ein Wunder. Diesen „Feind“, nennen wir ihn Klaus, kenne ich nur übers Internet, seit über 20 Jahren, ich bin ihm nie persönlich begegnet. Er war für mich lange Zeit der Inbegriff eines Menschen, der seinen „Heiligenstatus“ damit begründete, dass er anderen deren Unvollkommenheit vorhielt, die sie insbesondere dadurch bewiesen, dass sie aus eigenen Impulsen und mit eigenen Worten versuchten, sich etwas anzunähern, was man als gemeinsames Thema hatte: die „Wahrheit“. Er hatte sich für meine Wahrnehmung auf einen Thron der Unangreifbarkeit gesetzt und ließ alle anderen an der Unerreichbarkeit dieser bereits von ihm besetzten Position scheitern.
    Es gab ein paar“Kämpfe“ zwischen uns, die für mich nicht zu gewinnen waren und es gab viel Ignoranz.
    Im Laufe der Jahre wurde er für mein Empfinden milder, aber immer wieder stieß ich auf diese Art Selbstherrlichkeit in ihm und merkte jedesmal, auch wenn ich ihn fast vergessen zu haben glaubte, dass ich ihn ganz und gar nicht vergessen hatte und dass, obgleich ich natürlich schon oft versucht hatte, an meiner Wahrnehmung von ihm zu arbeiten, er mir wie ein Stachel im Fleisch saß. Diagnose: unheilbarer Groll.

    Bis neulich jemand in dem betreffenden Gesprächskreis die Frage nach der „Nächstenliebe“ stellte. Wieder schien mir Klaus dem Fragesteller das Wort im Mund zu verdrehen und ihn mit seiner „heiligen Position“ zu erschlagen.
    Nach einigem Hadern und nachdem ich bereits gegenüber einer Freundin ordentlich „abgemeckert“ hatte, ging ich noch einmal zurück auf die betreffende Seite und las erneut. Und in dem Moment, als ich Klaus‘ Angst vor diesem Wort sah: „Nächstenliebe“, sah ich gleichzeitig meine: ich hatte Klaus all die Jahre dafür benutzt, einen Aspekt grausamer Kommunikation in ihm sehen zu können, um ihn schuldverteilend an ihm abhandeln zu können. Anstatt …
    Angst vor der „Nächstenliebe“. Ich sah, dass ich Klaus 20 Jahre lange etwas vorenthalten hatte, was ich ihm JEDERZEIT hätte geben können, wenn ich ihn nicht für meine Schuldverteilung gebraucht hätte. Genau das, was ich ihm vorgeworfen hatte, hatte ich selbst gemacht.
    Das hat eingeschlagen. Und Jesus stand zum Glück anscheinend direkt daneben und hat unser beider Ruf nach eben dieser LIEBE gehört. Jedenfalss wurde ich nicht erschlagen wegen meiner langanhaltenden Nichtvergebung. Ganz im Gegenteil, ich konnte Klaus wirklich geistig umarmen als meinen Bruder, die ganze negative Energie ist jetzt raus, die Angst vor NÄHE verraucht: JETZT zu lieben ist immer genug, die 20 Jahre Zaudern zählen nicht: das ist das Wunder.

    „Die SÜHNE ist das Prinzip (der Vergebung), das Wunder ist das Mittel und Heilung ist das Ergebnis“, steht sinngemäß irgendwo im Kurs. Geheilt wurde bei dieser Gelegenheit auch das: Ich hatte zwei Personen, die viel veröffentlichen und die eng mit Klaus assoziiert sind, eben aus diesem Grund bislang nie wirklich angeschaut, so nach dem Motto: das kann ja nichts sein, wenn sie sich „mit dem“ abgeben. Jetzt schaute ich hin und lernte zwei unglaubliche Persönlichkeiten und liebevolle Menschen kennen. Da wird man auch noch beschenkt! Unglaublich!

    1. Oh, lieber Michael, vielen vielen Dank für diesen so selbstehrlichen Bericht.
      Ja, wir tun im selben Moment das Gleiche, wofür wir den anderen verurteilen. Da brauchen wir in der Regel gar nicht nach Vergangenem suchen und zu analysieren. Das decke ich bei mir auch immer wieder auf, gerade auch in den besonderen Hassbeziehungen, wo wir doch das Verhalten des anderen besonders weit von uns weisen! Auch ich kenne von mir Besserwisserei, fiese Aburteilung anderer, aggressive verbale Spitzen, großen Hass, totale Ichbezogenheit … Ist doch eigentlich mal zur Abwechslung kein Wunder (😄), denn wir sind alle gleich – im Ego und in Gott, da wir EINES Geistes sind. Nur will uns das Ego etwas anderes vorgaukeln.
      Es braucht so viel Mut und Motivation, sich einzugestehen, dass da „eigene“ Ego keinen Deut anders oder besser ist. So gern überdecken wir es mit Scheinheiligkeit und umso modriger wird es in der dunklen Ego-Kiste. Wie blind wir oft sind, aus all der Angst, aber es ist nie zu spät. Das Licht der Vergebung hebt alle Dunkelheit auf und wir fühlen uns so unendlich viel besser, ja, wir sind sogar wirklich wahrhaft glücklich, gar werden wir wieder zu dem Glück, das wir sind. Es lohnt sich, mit dem Licht, und sei es gerade nur ein Funke, durch die finsterste Finsternis zu gehen. Danke für dein Vorbild einfach nur durch deinen Weg. 😇

  3. Liebe Katja , Lieber Michael ,
    es ist schön , eure Gedanken zu lesen…Danke.
    Ich sah mich vorhin gerade mit einer Situation im scheinbaren Aussen konfrontiert , was in mir die üblichen Symptome hervorrief…
    mich angegriffen fühlen , verteidigen , Gegenangriff , Schuldgefühle und zu allem noch hinzu , die Einflüsterung , dass ein Entkommen aus all dem ziemlich ausweglos erscheint.
    So stand ich nun da , akut involviert und jammerte und schimpfte so vor mich dahin.
    Aber Dank dem Kurs , verliere ich mich nicht mehr völlig in diesen so „echt“ wirkenden Disastern.
    Jetzt weiß ich , dass ich eine andere Wahl treffen kann…und sobald ich das getan habe , kann ich mich auf ein anderes Denksystem justieren , das mich vernehmen lässt , dass „alles in meinem Geist ist“. Und das lässt mich sehen , dass all meine Wahrnehmung , also die bisherige , die vor dem Wissen:-) , auf dem einen Schuldgedanken basiert.
    Alle Situationen , die ich zu erleben scheine , spiegeln mir das zunächst wieder…eben auch die scheinbar schönen.
    Das habe ich vorhin fühlend verstanden.
    So konnte ich mich als „Entscheider“zwischen zwei Sphären fühlen und ich sah die Egowelt wie eine Blase, mit all ihren Geschichten und Bildern…und wie ich meine , all diesen darin gültigen Gesetzmässigkeiten , als daran glaubender Träumer , gerecht werden zu müssen.Aller Inhalt gekoppelt an Schuld und Angst.
    Und während ich so dastand , liess ich mich von all dieser Schuld und Angst überfluten… und dabei hat mich der HG begleitet.
    Und weil ich die Wahl getroffen habe , mich von ihm dabei begleiten zu lassen , konnte ich mich für einen gefühlten Augenblick von dieser Blase ablösen.
    Und in diesem einen Augenblick , war es völlig egal , welche Bedeutung ich irgendetwas irgendeiner scheinbaren Situation gebe…da war allein die Liebe zu I H M , zu meiner , zu unserer Wirklichkeit.

    1. Liebe Beatrix, danke für deinen so anschaulichen Innen-Wandel-Bericht mitten aus der akuten Situation. Wow, selbst dann ist die Wahl dir eingefallen und möglich gewesen!!!
      Mich berührt sehr dein es „fühlend verstanden“ haben – ja, dann ist es Erfahrung, die uns absolute Gewissheit schenkt und uns auch für alle noch kommenden Situationen stärkt. 😇

    2. Wunderschön beschrieben, Beatrix, vielen Dank!
      In deiner Beschreibung wird für mich deutlich, dass diese „Entscheidung“ die ist, die „andere Sphäre“, IHN für mich entscheiden zu lassen. Ich lege eigentlich mit dieser „Wahl“ die Macht, selbst zu entscheiden für einen Augenblick nieder. Und werde „überflutet“ von Angst und Schuld. Das kann ja nur gehen, wenn ER daneben steht.
      Ich danke dir sehr für diesen Bericht, sich „für die LIEBE entscheiden“, das ist keine kleine Sache, und auch, wenn es sich oft nicht so dramatisch anfühlt wie ein Überflutetwerden von Angst und Schuld, ist es so, wie du es beschreibst, auch immer mein Erleben, ein mich Nicht-Wehren gegen die Angst und all ihre Ausdrucksformen: ein Nicht-Entscheiden im Vertrauen. Je größer das gerade ist, desto milder werde ich die Situation erleben, aber immer ist es ein Mich-Aussetzen, und nie geht es am Bruder vorbei: das ist es, was ER für uns entschieden hat.

      herzlichen Gruß, ich dachte schon, du seist ausgewandert 🙂

      1. Hallo Michael,

        ich verstehe immer eins nicht: wenn ich mich für IHN entschieden habe, was sollte ER dann noch entscheiden? Wie meinst du das?

        Grüße,
        Tom

        1. Hallo Tom,

          wir bewegen uns ja gedanklich immer zwischen Ebene Eins (SEIN) und Ebene zwei (Illusion) hin und her, wobei unser Denken und all unsere Worte Teil von Ebene zwei sind und also alles Denken an Ebene Eins nur Bild, Symbol, Andeutung sein kann ( GOTT, GOTTESSOHN, EINSGESINNTHEIT ).
          Was wir eben noch hinkriegen, ist die „Entscheidung“, Ebene Eins nicht weiter zu leugnen und uns auf sie auszurichten.
          Für mich ist dieser mein Teil an der „Entscheidung“ vom Wesen her ein GEBET: Hier komme ich nicht weiter, sämtliche meine Mittel sind hier am Ende. Mit diesem Eingeständnis richte ich mich aus, um IHM DIE ENTSCHEIDUNG, was wahr ist und was nicht, zu überlassen: ich vergebe. Es hilft mir nicht, wenn ich sage: GOTT ist die WAHRHEIT und die Welt ist Illusion. Das kann ich nicht entscheiden. Ich kann mich also auch nicht „für den HG entscheiden“. Aber ER, um dessen Hilfe ich gebeten(t) habe, kann mir VERMITTELN, dass ER SICH für mich und meine WAHRHEIT ENTSCHIEDEN hat. SEINE ENTSCHEIDUNG ist die „Entscheidung“s für eine alternativlose WAHRHEIT, und genau die kann ich aus der Illusion heraus nicht treffen. Es hilft mir auch nichts, zu sagen: dann ist es ja gar keine Entscheidung, wenn keine Alternative dazu existiert. Aus meiner Sicht ist es das sehr wohl, nämlich die Entscheidung für die WAHRHEIT und gegen die Illusion, nur muss ich sie IHM überlassen, um sie erfahren zu können: als Wunder.

          Letztlich stellen alle Fragen, die sich aus dem Hin und Her zwischen den beiden Ebenen ergeben, das „Autoritätsproblem“ dar, oder das Problem der „Autorschaft“:
          Will ich weiter die Quelle meines Denkens bleiben oder akzeptiere ich den VATER, den SCHÖPFER als QUELLE. Im ersten Fall „entscheide“ ich, den HG zu wählen, im zweiten wähle ich, meine WAHRHEIT von IHM entscheiden zu lassen. Es sind nur Worte. Entscheidend ist, welche QUELLE ich akzeptiere.
          Ein tiefgehendes „Gebet“ wäre: „Vater, ich lege meinen Geist in Deine Hände“. Ist das noch deine Entscheidung? Oder wählst du, darauf zu vertrauen, dass ER DA IST, um IN LIEBE für dich zu entscheiden?

          Herzlich, Michael

          1. Hallo Michael,

            Du sagst: „GOTT ist die WAHRHEIT und die Welt ist Illusion. Das kann ich nicht entscheiden. Ich kann mich also auch nicht „für den HG entscheiden“.“

            Da bin ich jetzt fast sprachlos, denn eigentlich ist doch im Kurs von fast nichts anderem die Rede? Oder meinst du, dass die Entscheidung zum Bereich der Illusion gehört und daher selbst auch illusionär ist? Das würde ich auch so sehen, aber es hat keinen Sinn, von unserem Stand aus die Entscheidung als illusionär abzutun. Für uns sieht es so aus, als müssten wir uns entscheiden und nur daran können wir anknüpfen. Im Kurs heißt es doch immer wieder, dass der Heilige Geist das Ego nicht mal sieht oder kennt. Was sollte ER also entscheiden?

            Was das Autoritätsproblem angeht, müsste ich das nochmal nachlesen, aber ich glaube nicht, dass es dem Konzept des „Entscheiders“ widerspricht.

            Du sagst: „Will ich weiter die Quelle meines Denkens bleiben oder akzeptiere ich den VATER, den SCHÖPFER als QUELLE. Im ersten Fall „entscheide“ ich, den HG zu wählen, im zweiten wähle ich, meine WAHRHEIT von IHM entscheiden zu lassen. Es sind nur Worte. Entscheidend ist, welche QUELLE ich akzeptiere.“ Eben! Und das ist DEINE Entscheidung! 🙂 Danach gibt es keine Entscheidungen mehr. Für IHN gibt es nur deine Wahrheit, er muss und kann sich gar nicht dafür entscheiden.

            Im Kurs wird doch immer wieder auch betont, welche Macht unser Geist hat. Er hat die Macht zu erschaffen, aber auch die Macht fehlzuerschaffen, also zu projizieren und Illusionen zu kreieren. Beim Autoritätsproblem geht es – soweit ich mich erinnere, aber da kann ich mich auch täuschen – nicht darum, sich nicht als Ursache seines Denkens zu sehen, sondern zu erkennen, dass man nicht Ursache seiner selbst ist. Wir haben uns – als Geist – nicht selbst erschaffen. Wir sind der SOHN, nicht der VATER. Und doch sind beide eins…..

            Ich weiß nicht, vielleicht verstehen wir das wirklich unterschiedlich. Wenn, dann ist das ja nicht schlimm ;-). Ich bin gespannt, wie es weitergeht, das Lernen hört nicht auf.

            liebe Grüße,
            Tom

          2. Hi Tom,
            Ich meine, es ist nicht nur nicht schlimm, auf unterschiedlichen Wegen der Bereitschaft näher zu kommen, die WAHRHEIT zu akzeptieren, sondern auch notwendig, nur so können wir authentisch bleiben. Alles gut.
            Ich hab‘ die Antwort an dich meiner Frau vorgelesen, weil ich sie (also die Antwort) ganz hübsch kreisend fand. Sie fand sie bekloppt. Tja.
            Wir haben aber BEIDE darüber lachen können! Es sind nur Versuche, im STILLEN zeigt sich alles von alleine, Worte sind immer auch Hemmnisse, nehmen wir sie nicht so ernst!

            Entscheiden wir uns also weiter für den HG. Ich mach‘ mit!

            Michael

    3. Wunderschön beschrieben, Beatrix! Und sehr gut nachvollziehbar. Ken Wapnick sagt, dass sich mit Jesus bzw. dem Heiligen Geist verbinden heißt, geistig einen Schritt von der gegenwärtigen Situation zurückzutreten. Das hast du gemacht. Immer wenn ich mich ärgere – wie zuletzt eben wieder auf Arbeit – dann versuche ich mir klarzumachen, dass all dies meine Projektion ist, mein Traum, und irgendwo ja auch mein Wille. Ich will (auf mehr oder weniger unbewusster Ebene) das, was ich gerade erlebe und empfinde. Oder wenn mir das gerade nicht möglich ist, versuche ich mich zu erinnern, dass der Geist „hinter“ den Menschen, über die ich mich gerade ärgere, ganz genau derselbe ist, der ich auch bin.

      Liebe Grüße,
      Tom

  4. Lieber Michael , ich bin immer mit euch 🙂 Meisthin einfach in Form der stillen Leserin und Geniesserin.
    Ganz liebe Grüße zurück !

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