Traumformen

Während ich auf alles um mich her schaue,
halte ich inne und sage mir:
„Alles das sind nur Formen,
die Bäume und Häuser,
die Autos und Straßen,
die Berge und Meere,
die Tiere und Menschen.
Und all ihre Veränderungen, ihre Handlungen und Worte
sind ebenso nur Formen.
Wie auch das, was ich hier zu sein scheine.“

Ich beobachte meine Gedanken und Gefühle,
die ich angesichts der Form habe,
die ich gerade betrachte.
Ich mache mir bewusst,
dass diese Gedanken und Gefühle meine ganz privaten wandelbaren Inhalte sind,
die ich jetzt der Form vor mir gebe.

Ich sehe es förmlich, erlebe es hautnah,
wie ich die neutrale Form so fülle,
dass ich sie als bedrohlich, verurteilbar, schön oder liebenswert wahrnehme
– wie es mir eben gerade in den Ego-Kram passt.

„Aha!“

Auch davon trete ich innerlich zurück,
sehe es nur urteilsfrei.

Und dann erfasst mich plötzlich die eigentliche Leere der Form
– frei von jeder Deutung.
Mein Geist legt nichts mehr hinein und ruht so automatisch in dem,
was die Wahrheit ist:
einfach nur bedingungslose Liebe.

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