Lasse nichts aus

Verdränge nicht einen einzigen Gedanken.
Verleugne nicht ein einziges Gefühl.
Weder die vermeintlich angenehmen,
noch die vermeintlich unangenehmen.
Es gibt keinen Grund,
Angst vor ihnen zu haben.
Lasse nichts aus,
sonst hält es dich auf.

Und:
Sehe sie alle im Licht.
Verbinde sie mit wahrem Verständnis.
Kopple sie alle mit deinem heiligen Geist.

Es vergeht,
was nicht wirklich ist.

Es trägt dich,
was du wirklich bist.

27 Gedanken zu „Lasse nichts aus

  1. Sehr schöner Text, liebe Katja! Und vermutlich sogar wahr ;-). Tja, warum haben wir Angst, bestimmte Gefühle und Gedanken zu äußern? Oder uns überhaupt wirklich bewusst zu machen? Angst davor, anderen nicht vertrauen zu können? Angst, dass es zu sehr schmerzt, wenn es an die Oberfläche oder ans Tageslicht kommt? Angst, schwach und schlecht zu wirken? Angst vor dem eigenen Ego?

    1. Lieber Tom, oh ja, wir haben „Angst vor dem eigenen Ego“, wow, das ist eine sehr treffende und zusammenfassende Formulierung deiner Fragen. Und Angst vor dem Ego des anderen, denn es ist ja das Gleiche wie unseres.
      Warum? Ich bringe jetzt mal nicht die abstrakte Kursantwort: weil wir glauben uns von Gott getrennt zu haben und dafür bestraft zu werden und meinen, Verdrängen und Projizieren würde uns davor bewahren. 😉
      Viel konkreter ist für mich: Weil wir ahnen oder auch bereits wissen, wie grausam das Ego sich anfühlt und uns ein Gefühl gibt, dem totalen ausgeliefert zu sein bzw. wir meinen, ständig dagegen kämpfen zu müssen.
      Warum? Weil wir auf unserem Weg erst nach und nach ERFAHREN (müssen und werden), dass tatsächlich jede Angst unbegründet ist.
      Für mich geht es dabei nicht darum, alles wirklich anderen gegenüber auch auszusprechen, was mich im Ego umtreibt, sondern nur angepasst an die Situation und den anderen Menschen, wenn es dort hilfreich ist. Aber mir selbst gegenüber sollte ich alles in mir anschauen und es wird sich zeigen, was dann auch ausgesprochen werden sollte.
      Und was sind deine Antworten? Und was steckt hinter deinem „vermutlich“? Magst du dazu noch etwas sagen?

  2. Hinter meinem „vermutlich“ steckte eine kleine Ironie, die witzig sein sollte, aber dennoch den Hintergrund hat, dass ich mich scheue, etwas als wahr zu bezeichnen. Ich hätte aber auch schreiben können, dass ich glaube, dass es wahr ist.

    An die abstrakte Kurs-Antwort, die du so genau auf den Punkt gebracht hast, hatte ich auch gedacht. Und auch wenn ich glaube, dass sie letztlich wahr ist :-), so ist es vielleicht hilfreich, erst mal ganz auf das Konkrete zu schauen. Ich finde es gut, dass du sagst, dass nicht alles wirklich ausgesprochen werden muss. Vor allem nicht jedem gegenüber. Dahinter könnten nämlich auch schon wieder Ego-Motive stecken (so verständlich sie auch wären), z.B. Ruf nach Aufmerksamkeit/Liebe, sich wichtig/besonders machen wollen, das Opfer-Denken manifestieren usw.

    Es ist immer wieder das gleiche Spiel: bin ich ehrlich mir gegenüber, bin ich es auch anderen gegenüber. Bin ich anderen ehrlich gegenüber, bin ich es auch mir selbst gegenüber. Das eine bedingt das andere.

    Alles aussprechen, aber angepasst an die Situation und wenn es dort hilfreich ist. Das wird nicht immer leicht zu erkennen sein, nicht wahr?

    1. Ja, Tom, das stimmt, das Ego mischt sich überall gerne hinein und nutzt es für sich, eben auch den Kursweg – oder sogar den erst recht, damit wir ihn nicht wirklich und in aller Konsequenz gehen. Da ist viel Achtsamkeit gefragt, die uns dann wieder über das Ego hinausführen kann.
      Wir sollten nie vergessen, auch wenn ein Austausch über den Kurs oft so hilfreich ist, dass der Kurs in erster Linie ein Selbststudium ist und vor allem eine eigene innere Umsetzung im Stillen. Gerade das finde ich an ihm für mich so überzeugend: ich muss mit niemanden darüber oder über mein Ego und meine inneren Erfahrungen reden und doch gelange ich ans Ziel und haben alle etwas von meinen inneren Prozessen, weil ich dadurch anders und liebevoller mit allem umgehe.
      Das kommt ja auch wunderbar in deiner Beschreibung des Ehrlichseins heraus. Und mit ehrlich ist da für mich gemeint, sich bewusst zu sein, was gerade innerlich geschieht und dabei authentisch zu sein.
      Ich glaube, wenn wir so mit uns selbst umgehen, brauchen wir uns gar nicht fragen, was von all dem auch und wann ausgesprochen werden sollte, denn es wird einfach klar sein. Solange wir zweifeln „Soll ich es auch sagen oder nicht?“, sind wir meiner Meinung nach im Ego. Was meinst du dazu? 🙂

  3. Liebe Katja , dieser Text berührt mich sehr tief. Der Kurs in Kurzform;-)
    Das ist es , was mich jeden Tag umtreibt…hinzuschauen , was in mir vorgeht
    und auch dann wieder auf das Hinschauen hinschauen. Mit WEM tue ich das? Erzeugt es Angst in mir? Oft genug tut es das noch , ja….und dann erkenne ich , dass ich richtiggehend Angst vor meinem E g o habe.Dann sehe ich auch im Anderen , nur s e i n Ego.
    Danke für diese Inspiration Tom.
    Danke für die Erinnerung Katja.

    1. Liebe Beatrix, supergut: Hinschauen, mit wem ich hinschaue!!!
      Immer noch einen und noch einen Schritt von dem zurücktreten, was wir aufdecken und auch darauf nur schauen.
      Genau, mit meinem Ego sehe ich nur das Ego des anderen, selbst wenn er gerade im Heiligen Geist leuchtet!
      Dazu und zu Toms so ehrlicher „vermutlicher Scheu“ kommt mir gerade noch ganz schlicht: Mit dem Ego (ver)trauen wir der Wahrheit nicht.

      1. Ihr Lieben, es rattert gerade weiter in mir durch eure Anregungen, euer euch zeigen…
        Wir haben Angst vor der Wahrheit (der Liebe) und wir haben Angst vor der Unwahrheit (dem Ego / der Angst)! Was für ein Dilemma!!!

        Wenn wir immer weiter zurücktreten und nur ehrlich schauen, auch sogar auf den Heiligen Geist nur schauen, dann …

        … und hier enden mir mal wieder alle meine Worte …

        ❤️

  4. „Mit dem Ego (ver)trauen wir der Wahrheit nicht“….das machte gerade ganz viel in mir .
    Da leuchtete so intuitiv dieses Licht in mir auf …und je mehr ich versuchte , es beschreiben zu wollen , verflüchtigte es sich wieder.
    Die Liebe kann eben nicht mit dem Ego erklärt werden.

  5. Liebe Katja ,
    …bezugnehmend auf deinen letzten Post…..
    Ja , angesicht dieses Dilemmas , fühlt es sich so ausserordentlich wohltuend an , sich neben IHN zu setzen und gaaanz still im Geist zu werden.

    1. Puhhhh … Danke, liebe Beatrix, für die doppelte Gänsehaut auf meinem Traumkörper, eine auf jeden Kommentar von dir. Sie überholten sich quasi gegenseitig.
      Still sitze ich da mit dir in unserem Licht, mitten im Dilemma, das an diesem „Ort“ keines mehr ist. ❤️

  6. Katja, du fragst: „Solange wir zweifeln „Soll ich es auch sagen oder nicht?“, sind wir meiner Meinung nach im Ego. Was meinst du dazu?“

    Ja, so ist es wohl, denn es ist die Angst – und damit das Ego – das uns dies fragen lässt.

    Was die Angst vor der Wahrheit angeht: unter unserer schrecklichen Angst vor dem Ego liegt noch die Angst vor der Liebe. Das ist die Angst, die allem Negativen, das wir erfahren, zugrunde liegt.

    Ich glaube nicht, dass der Kurs die Wahrheit ist, sondern dass er darauf hinweist. Er will keine Wahrheit sein, sondern uns dorthin führen. Im Taoismus gibt es den schönen Satz: Das Tao, das beschrieben werden kann, ist nicht das wahre Tao.

  7. DANKE
    Ja, wenn wir hinschauen, sehen wir erstmal die ganze Grausamkeit des Ego und sie versteckt sich auch in den scheinbar ganz liebevollen Situationen die sich auch noch gut anfühlen und da ist dann auch ganz viel Dankbarkeit und Empathie – und allmählich merken wir , wenn wir mit dem HEILIGEN GEIST darauf schauen, wie sehr wir uns geirrt haben und mit dem Kurs in Wundern haben wir so ein wunderbares Hilfsmittel unsere Fehler zu korrigieren. Alle Dinge sind Lektionen, in denen Gott uns lieben will und wir auf SEIN Rufen hören und IHM antworten.
    Danke euch sehr.

    1. Liebe Bettina,

      Du hast etwas ganz Wichtiges gesagt, dass sich nämlich das Ego wirklich hinter allem verbergen kann, und die Überraschung immer besonders groß ist, wenn wir es in unseren scheinbar so liebevollen Motiven und Aktionen entlarven. Das Wort „Grausamkeit“ drängt mich aber sozusagen zu einem ganz kleinen Plädoyer FÜR das Ego:

      Was können wir tun? Wir können in all unsren weltlichen Beziehungen und Bewegungen das Ego entlarven als unser Motiv, Grenzen in die EINHEIT DER LIEBE einzuführen und dadurch eine gottlose Welt zu machen und aufrechtzuerhalten. Und wir, die wir in dieser Welt leben und uns erfahren, können uns – das ist für meine Begriffe schon ein Wunder – gegen dieses Ego als unser vorherrschendes Motiv entscheiden und also dafür, den Getrenntheitsgedanken nicht weiter zu unterstützen.

      Und dann kehren wir also um und erfahren uns dennoch in dieser Welt, die wir akzeptieren als Hilfsmittel für den Weg zurück, in all ihren Facetten. Kann man sagen, wir sollten auf diesem Weg freundlich sein zu unserem Ego? Auch wenn wir es letztlich „überwinden“ wollen? Die Ausrichtung auf den HG sieht die Welt und unser Körperdenken als illusionär, aber sie leugnet sie nicht und wertet sie nicht ab, sondern würdigt sie als die freie Entscheidung des GOTTESSOHNES. Jetzt wählt er noch einmal und erfährt die Berichtigung seines Geistes mitten in dieser illusionären Welt. Das Ego als Abstraktion seines alten Glaubens von der Alternativlosigkeit des Getrenntheitsdenkens wird einfach nur mehr und mehr überflüssig und unnötig, seine „Grausamkeit“ ist lediglich unser Irrtum über die Vollziehbarkeit der Trennung, der das „Ego“ als geistigen Taktgeber erst hervorgebracht hat.
      Je blinder und damit verzweifelter wir an diesem Irrtum festhalten, desto „grausamer“ werden allerdings die Ausdrucksweisen sein, mit denen wir auf ihm bestehen.

      Wie gesagt, ich finde absolut richtig, was du sagst, aber ich meine auch, dass nichts so abstrakt und total ist wie der Name „Ego“ uns suggerieren will und dass wir außerhalb der Offenbarung immer in beide Richtungen schielen: Ego oder HG. Und da sprühen die Funken der besseren Richtung für meine Begriffe im Wohlwollen, in der Empathie und im liebevollen Verhalten – und wenn es noch so „ungeistig“ ist – schon erheblich hoffnungsfroher als in feindseligem, aggressiven, missgünstigem und verletzendem Verhalten. Vergebung, die in jeder Lage möglich ist, weil der HG in jede Verirrung mit UNS geht, bleibt dennoch der wesentliche Schritt, die Richtung BEWUSST zu wählen, sonst kommen wir letztlich über die Hoffnung nicht hinaus zur Gewissheit.

      Das wirklich nur, um meinem Kumpel, dem Ego, mal kurz auf die Schulter zu klopfen. So schlecht macht er das doch gar nicht! 🙂

      Liebe Grüße,
      Michael

      1. Lieber Michael,
        ich glaube, ich verstehe, was du sagen willst: dass das „nette“ Ego schon mal „besser“ ist als das offensichtlich unangenehme und angreifende, oder?
        Wenn du es so meinst, habe ich dazu folgende Gedanken.
        Auch das scheinbar angenehme, für andere hilfsbereite und nette Ego ist in meinem Erleben ehrlich hingeschaut nicht wirklich nett und hat den anderen nicht wirklich im Sinn, sondern sucht sich nur selbst dabei zu bereichern und zu bestätigen. Nach außen hin ist es natürlich besser so als sich die Köpfe einzuschlagen, aber ich finde, wir sollten da echt achtsam sein, darin nicht schon wieder entscheidende Unterschiede zu machen, wo im Kern eigentlich keine sind – Ego bleibt Ego, bleibt Trennung, Schuld, Hass und Angst.
        Ja, wir sollten so höflich als irgendmöglich miteinander umgehen, auch aus dem Ego, und uns dabei megaehrlich innerlich betrachten. Es geht für mich weder darum, freundlich zum Ego zu sein, noch es abzulehnen, sondern ihm neutral, in einer Nicht-Reaktion auf es zu begegnen, denn jede Reaktion auf das Ego bedeutet, ich gebe ihm Macht und Wahrheitsgehalt.
        Ich würde es daher so formulieren: Ich begegne mir selbst und anderen freundlich und verständnisvoll, wenn wir wiederum dem Ego aufgesessen sind. Dem Egodenken und den Egogefühlen gegenüber aber verhalte ich mich neutral, ich beobachte sie nur, um mich der anderen Wahl in mir zu öffnen.
        Was meinst du zu dieser Differenzierung?

        1. Nein Katja, so meinte ich es nicht. Das Ego kann nicht nett sein, es ist immer der Ausbund an Grausamkeit, indem es alles tut, um unsere Wahrheit zu leugnen. Es könnte, wenn es es gäbe, nur Nettigkeit aus Böswilligkeit vortäuschen. Aber es ist eine Abstraktion. „Du“ bist kein Ausbund an Grausamkeit, das kannst du niemals sein. Und deshalb kannst du auch niemals ganz dem „Ego“ folgen. Dein „Nein“ zu GOTT bleibt das Nein des GOTTESSOHNES, das GOTT respektiert als Ausdruck unseres freien Willens, auch wenn dies zum „Fehlerschaffen“ führt.
          Und darin ist der Funke LICHT, der immer in allem ist, auch wenn ich noch so sehr meinen Glauben dem Ego geschenkt habe: ich kann es nicht wahr machen.

          Wenn du sagst, du bewertest das Ego gar nicht, sondern „begegnest ihm neutral, in einer Nicht-Reaktion“, um dich „der anderen Wahl in mir zu öffnen“, dann wendest du für meine Begriffe genau das auf eine Situation oder deine Gefühle oder Gedanken bewusst an: Es gibt gar kein Ego, ich öffne mich für die alternative QUELLE dessen, was ich sehe, denke, fühle.

          Wofür ich werben wollte ist, unser Verhalten VOR oder außerhalb dieser BEWUSSTEN Wahl nicht geringzuschätzen. Es bleibt immer noch Ausdruck des Willens des GOTTESSOHNES. Die Aufforderung an uns, alles Nicht-aus-der-LIEBE-Kommende als Ruf nach IHR zu verstehen, spricht genau davon. Diesen FUNKEN DER LIEBE kann ich also überall sehen, im allergrausamsten Egomanöver: eben weil es kein Ego gibt, es ist nur unser Irrtum.

          Auf dem Weg, zu der BEWUSSTEN WAHL zu kommen – die für mich immer momentan ist, keine Entscheidung, die ich für nachher planen kann, die vielmehr im Augenblick geschieht oder eben nicht – auf dem Weg dahin, wohin wir Alle kommen, nämlich zu dieser WAHL, entscheide ich über mein Verhalten, und die Frage ist jetzt: ist es vollkommen gleichgültig, wie ich mich verhalte, solange mein Verhalten „aus dem Ego“ kommt?

          Wenn ich mich entscheide, zu deinem Seminar zu kommen 🙂 , dann kann das aus wildesten Egomotiven geschehen. Und trotzdem: siehst du den Funken?

          Wenn ich, wie du sagst, „höflich“ bin, oder mir und anderen „freundlich und verständnisvoll“ begegne, wenn wir wieder mal dem Ego aufgesessen sind, dann könnte ich dich jetzt fragen: warum nur? Ist doch auch wieder Ego.
          Ist es eben nicht. Es gibt kein Ego. Aber es gibt UNS, die wir dem Gedanken Ego aufgesessen sind und in der Tiefe hoffen, uns von dieser Täuschung befreien zu können. Wir fühlen den FUNKEN in uns auch VOR der bewussten Wahl, uns dem LICHT anzuvertrauen, und das bestimmt sehr wohl, wie ich finde, unser Verhalten.

          Wenn ich nur das als Wahrheit in mir gefunden habe: dass in allem ein Funke LICHT IST, dann werde ich auch außerhalb der Momente, in denen ich in die Lage komme, neu zu WÄHLEN, mein Verhalten auf Respekt und einer grundsätzlichen Würdigung des anderen gründen, die mich auch z.B. einen Menschen, der mich gerade in Zorn bringt, anders ansehen lässt, obwohl ich gerade sagen muss: ich bin im Zorn, also folge ich dem Ego. Trotzdem wird mein Verhalten von diesem grundsätzlichen Respekt getragen sein. Und auch wenn ich an diese FUNKEN nicht glaube, glauben SIE immer noch an mich.
          Wir wissen alle irgendwo, dass wir schon unsere leiseste Hoffnung auf LICHT mit andere verletzendem Verhalten herunterdimmen. Ich brauche dich, Bruder, du bist mein Erlöser. Irgendetwas weiß das in uns.
          Sind nicht auch in den vielgescholtenen „besonderen Liebesbeziehungen“ jede Menge Funken?

          Ich könnte auch sagen: ein bisschen HG ist immer! Und deshalb ist unser Verhalten nie so ganz OHNE! Und jedenfalls nicht abzutun als Vor der Wahl=alles Ego / nach der Wahl: gilt’s erst.

          „Freundlich sein zum Ego“, damit meinte ich also freundlich zu UNS, die wir dem Ego aufgesessen sind. Das es nicht gibt. Und das geht schlecht, wenn ich zu dir mit der Kalaschnikow ins Seminar komme. Was ich nie täte. Niemals! Ich doch nicht. Ich werde also nett sein. Das zumindest. Denn ich hoffe ja, von meinem BRUDER Antwort zu bekommen auf meine stille Frage: BIN ICH GELIEBT?

          Ich hoffe, damit die Verwirrung komplett gemacht zu haben, und grüße leicht verhaltensgestört, aber trotzdem herzlich herzlich,

          Michael

          1. Lieber Michael, deine Worte sind sehr bewegend und klärend für mich. Ich spüre gerade ganz klar: Ja, der Funke Licht ist immer in uns, auch wenn wir dem Ego hingegeben sind! Wir können nicht ohne ihn sein! Niemals!
            Das ist sooooo gut, sich das immer wieder bewusst zu machen. Ein großes Auf- und Ausatmen!

            Und doch empfinde ich derzeit noch einen qualitativen Unterschied, wenn ich meine Haltung, mein Erleben und mein Handeln betrachte vor und nach der bewussten Wahl. Wie ist das bei dir?

            Mit dem Freundlich- und Verständnisvoll-Sein meinte ich es ebenso wie du – wir sind es zu uns, wo immer wir stehen und was wir tun, denn weitere Verurteilung führt zu nichts.

            Danke, Michael.

          2. Auf jeden Fall: großer Unterschied! Die bewusste WAHL ist aus meiner Sicht nötig, um aus einer diffusen Hoffnung, die vom Ego noch unhinterfragt kontrolliert wird, allmählich in eine Gewissheit zu kommen durch die Erfahrungen, die SIE mit sich bringt.
            Aber das Ego beherrscht mich nie ganz. Das kann es nicht, weil es nicht existiert im Unterschied zu MIR. Darin ist wirklich schon: Hoffnung.

  8. Ich kapituliere gerade vor sämtlichen , von mir eben so wahrgenommenen
    „intellektuellen“Aussagen und fühle “ Ich will dich doch einfach nur lieben“

  9. Hm….. also „ein bisschen HG ist immer“ klingt mir ein wenig nach „ein bisschen schwanger“ :-). Steht nicht im Kurs eindeutig, dass es nur eine Wahl zwischen Ego und HG bzw. zwischen Angst und Liebe gibt? Entweder – oder, nichts dazwischen. Ich kann mich nicht zu 80 Prozent fürs Ego entscheiden und zu 20 Prozent für den Heiligen Geist. Ich kann dem Ego nur ganz oder gar nicht folgen, das gleiche gilt für den HG. Was du vermutlich meinst, Michael, ist, dass egal, wie wir uns entscheiden, wir immer in der Essenz Liebe sind und bleiben. Das stimmt natürlich, aber Ego-Wahl und Ego-Verhalten bleiben Ego-Wahl und Ego-Verhalten, egal ob es in der Welt fies oder eher freundlich erscheint. Ich glaube, es gehört zum Weg des Kurses, dass wir uns schonungslos klar machen sollen, dass wir zumeist im Ego sind und entsprechend denken und handeln. Sonst neigen wir dazu, dass wir unsere Gedanken und das daraus folgende Tun beschönigen. Natürlich sollten wir es auch auf keinen Fall verurteilen. Wenn ich eine Äußerung eines anderen als „Ruf nach Liebe“ zu sehen versuche, dann sehe ich keine Liebe in dem, was er denkt, sagt oder tut, sondern in dem, was er ist. Das bleibt davon unberührt, egal was er denkt, sagt oder tut. Gleiches gilt natürlich für mich selbst. Soweit meine Ego-Gedanken dazu 😉

    1. Schön ausgeführt, lieber Tom, ich habe das Gefühl, im Kern sagen wir alle das Gleiche und die Feinheiten, die sich in unseren gemeinsamen Ausformulierumgen ergeben, richten mich gerade immer mehr aus. Ich danke euch allen. 😊

    2. Nun hat gerade Beatrix meinen kleinen Ego–ich-hab-dich-lieb-Luftballon so schön an der Schnur des Wesentlichen zur Erde runtergezogen, da kommst du um die Ecke, Tom, und piekst auch noch dankenswerterweise mit der Nadel des entweder/oder rein. 🙂
      Ich glaube, das ist einfach mein Glückstag! Übrig bleibt die befreite Luft der Wahrheit und weht wieder dahin, wohin SIE will! Gott sei Dank! Das geht immer:
      Alle Wörter weglassen und tief durchatmen!
      Auch das kann man hier in dieser wohlwollenden Atmosphäre mit euch allen wirklich gut, wie ich finde, danke! Danke Katja!
      Michael

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