Kein Kompromiss

Es ist so klar:
Jedes Mal, wenn ich an der Welt leide
und in der Welt dafür eine Lösung suche,
bin ich im Geist fehlgegangen.

Daher:
Ich will mich nicht mehr an der Welt orientieren.
Ich will mich nicht mehr an Gedanken über die Welt orientieren.
Ich will mich nicht mehr an Wünschen an die Welt orientieren.
Die Welt ist nicht mehr mein Maßstab!

Das ist sehr krass ausgedrückt,
aber jeder winzige Kompromiss lässt mich schwanken
und mich wieder leiden.

Es gibt keinen Kompromiss!
Entweder ist die Welt wahr oder sie ist es nicht!
Entweder ich glaube an die Welt oder ich glaube nicht an sie!
Entweder ich orientiere mich an der Welt oder ich orientiere mich an Gott!

Ich will die Welt nur auf eine Weise nutzen,
dass sie jeden Nutzen in meinem Geist verliert.
So wird sie in mir enden
und unbegrenzter Freude Platz machen.

7 Gedanken zu „Kein Kompromiss

  1. Aber wie orientiere ich mich, der ich mitten in dieser Welt drinstecke, an Gott?
    Ist nicht die Vergebung meine Orientierung, die die Welt für SEINE Zwecke nutzt?
    „Letztlich“, da hat die Welt keinen Nutzen mehr, sie ist „nicht wahr“. Aber jetzt, für mich armen Wanderer in der Zeit? Ich brauch sie noch, die Welt, um Dich zu finden, Bruder, Katja, damit du mich befreist aus ihr!
    Ist das ein Kompromiss? Sage ich damit, die Welt sei wahr? Ich finde, es ist ein Weg. Die Welt ist mein Weg aus ihr hinaus. Und ich schulde ihr meine Liebe.
    Weil du darin bist und nach mir suchst.

    Meine etwas poetische Version, mit deinen Gedanken verträglich, liebe Katja?

    1. Lieber Michael,
      ich glaube, wir sagen das Gleiche mit anderen Worten. Wie gut, denn so durchleuchten wir es kompromisslos. 😉
      Auch ich schreibe am Schluß, dass ich die Welt nutze, um aus ihr auszusteigen – und ich will sie NUR NOCH dafür verwenden und eben nicht mehr mit dem Ego. Das ist die Kompromisslosigkeit.
      Wir erleben jedoch das Schwanken, irgendwie finden wir doch immer wieder einen Wert in der Ego-Herangegensweise an die Welt (Trennungsgedanken, Urteile, Erwartungen, Wünsche, Manipulation, Angriff, Abwehr, Schuld, Angst …)
      Die Welt einzig nur noch für Vergebung zu verwenden, ja, das ist auch in meinem Verständnis der Kursweg und mit Vergebung ist eine Berichtigung im Denken gemeint: der Wechsel vom Ego, mit dem ich mich in der Welt festkralle, eben mich an dem Ego-Werten und Ego-Maßstäben der Welt orientiere, hin zum Heiligen Geist, der sich einzig an Gott orientiert und mit dem ich voll Frieden scheinbar mit dem Körper noch in der Welt bin und sie damit aber loslasse. In der Welt, aber nicht mehr von der Welt bestimmt.
      Ja, wie du es sagst, Michael, der Ausgangspunkt sind die Begegnungen in der Welt und dabei meine Beobachtung meiner Reaktion auf die Welt, das Gegenüber, die Situationen. Auf diese Weise wird mir klar, woran ich mich gerade orientiere, welchen Wert ich gerade der Welt gebe – den des Ego oder den des Heiligen Geistes. Mit Letzterem spiegeln wir die Liebe Gottes wieder, bis wir vollends zu ihr wiedererwachen.
      Ist es dir jetzt deutlicher geworden, was ich mit der Kompromisslosigkeit meine?
      Liebe Grüße, Katja

      1. Liebe Katja,

        ich hab alle meine Gedanken, die in den letzten Stunden so aufgetaucht sind, was ich anders sagen würde und warum, erst mal fallenlassen. Du kannst dir vielleicht vorstellen, was das für eine Erleichterung ist! Ich muss gar keinen Einwand formulieren!
        Was ich aber „muss“ (wenn ich damit in Frieden sein will): ich muss mich mit dir VERBINDEN. Und das habe ich getan. Und bin über all die wesentlichen Fragen, die du aufgeworfen hast, erst mal still geworden.

        Es ist alles BEANTWORTET, das ist in dieser Stille zu spüren. Wir sind EINES WILLENS.
        Und jetzt könnten wir sprechen miteinander. Mit dieser VERBINDUNG zu dir habe ich den HG anerkannt als meinen geistigen Führer, DER im Unterschied zu mir immer für dich und mich gleichzeitig denkt. Und für den Rest der Welt.

        An der Erleichterung, die ich spüre, beantwortet sich für mich schon die Frage, was das bedeutet: „Berichtigung im Denken“: ich lasse zu, dass ER mich berichtigt, ich kann das nicht, ich kann nur IHN einladen, ES für mich zu tun.
        Jetzt z.B.: ich käme allein nie über mein Bedürfnis weg, Vergebung „richtig“ zu verstehen und könnte gar nicht anders, als zu versuchen, dir das zu beweisen und offen oder klammheimlich: dich mit meinem Verständnis zu „besiegen“. Ich KÖNNTE es nicht anders und niemand könnte es anders ohne IHN.
        Mit IHM bin ich davon total entlastet: ER IST das ganze Verständnis. Und er zeigt es dir so und mir so. Und in diesem wunderbaren und vollkomemn unvermeidlichen Aufeinanderzugehen können wir uns, während wir von unserem Erleben der Früchte unserer neuen Wahl erzählen, wahrhaftig segnen.
        Es ist alles DA. Mein Bruder hat immer Recht. Da kann man wirklich kompromisslos sein.

        Alles Liebe, Michael

  2. Ja, es klingt tatsächlich krass, Katja, aber es ist einfach nur klar ausgedrückt und konsequent weitergedacht. Alles andere sind laue Kompromisse.

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