In der Stille

In jede Lücke, die ich in meinem Ego-Denken lasse,
fließt Weichheit und Sanftmut.

Jede Form
weicht der Formlosigkeit.

Jede Härte
löst sich in unendlicher Leichtigkeit auf.

Sorgen, Ängste und Enge
machen Freude, Fülle und Freiheit Platz.

Licht erfüllt die Dunkelheit.

Zu Hause angekommen:
IN der Hingabe IN Gott.

22 Gedanken zu „In der Stille

    1. Lieber Andi, mein Ego ist ebenso trotzig wie deines. 🙂 Und immer mal wieder kann ich genau das nur still betrachten. Ich tue nichts mit dem Ego, will nichts ändern, denke nur: „Aha, so ist es also, so fühlt es sich an, so geht es vor – aha!“ Und dann mache ich innerlich die hier beschriebene Erfahrung. Es ist nicht so, dass sich dabei die äußere Welt verändert oder verschwindet, aber mich erfasst dann innerlich diese Präsenz der Ruhe und des Friedens, in denen diese weltlichen Dinge und Konflikte vollkommen zurücktreten sowie anders und lösend gesehen werden. Mit dem Beobachter ist der Heilige Geist schon mit uns.
      Hier im Blog in dem Einführungstext zur Kategorie “ Beobachter und Spiegel“ sowie in den weiteren Texten dieser Kategorie beschreibe ich, was ich mit dem Beobachter meine und was daraus entstehen kann. Vielleicht findest du dort für dich Anregungen. Gerne berichte weiter von deinen Erfahrungen und stelle Fragen und wir forschen gemeinsam weiter. Herzlich, Katja

  1. Darf ich etwas sehr tiefgehendes fragen: Im EKIW wird von Licht und Schau gesprochen.
    Da Dein Blog auf die Wunderkonferenz hinweist und ich mir die youtube-Videos dazu angesehen habe, stelle ich mir seit Tagen folgende Frage:
    Welcher Anteil der Wunderkonferenz-Teilnehmer hat bereits mindestens einmal die Erfahrung von diesem Licht und dem damit verbundenen Gefühl der Leichtigkeit und des Emporgehoben-Werdens gemacht (von der Schau ganz abgesehen)? Wie ist Deine Einschätzung dazu?

    1. Lieber Andi, du darfst alles fragen. Jede Frage bringt uns weiter. Ich weiß nicht, was die anderen Menschen innerlich wirklich erleben. Und es ist auch nicht wichtig für dich oder mich, denn jeder hat nur die Sühne (die Berichtigung des Denkens vom Ego zum Heiligen Geist) für sich selbst anzunehmen. Daraus folgt alles Weitere. Es ist dabei völlig egal, wo der andere dabei gerade steht. Spannend ist, sich selbst zu fragen, wie man auf die anderen schaut – gerade aus dem Ego oder dem Heiligen Geist? Nur das bringt einen selbst weiter und das bietet man selbst dem anderen an. Das ist für mich der Kurs-Weg. Ich verwende alles, was mir begegnet und in meinen Gedanken auftaucht, um in mir zu beobachten, ob ich selbst gerade mit Angst, Urteil und Ablehnung oder Liebe, Frieden und Verständnis darauf reagiere. Das ist mein (und unser aller) Erlösungs-Weg. Was denkst du dazu?

      1. Gerade zum Zeitpunkt Deines Kommentars wußte ich, dass Du antwortest, deshalb kann ich auch unvermittelt reagieren.
        Nun, ich denke: Das reine Beobachten findet sich v.a. in der Achtsamkeit des Buddhismus. Der Kurs geht ja insofern darüber hinaus, dass er eine neue Qualität, eben die Vergebung, einbringt – also das bewußte, aktive Blicken über den Körper des Mitmenschen hinaus auf seine Sündenlosigkeit. Gelingt das, so stellt sich eine unbeschreibbare Erleichterung ein verbunden mit dem körperlichen Gefühl, angehoben zu werden.
        Da diese Empfindung außerordentlich ist, hätte ich vermutet, das Einzelne auf der Wunderkonferenz davon berichtet hätten, vieeleicht auch über weit darüber hinausgehende Erfahrungen. Darauf zielte meine Frage ab.

        1. Danke, Andi, für deine weiteren Gedanken. Für mich ist es so: Das Beobachten ist der Einstieg, denn zunächst muss ich erkennen, mit welchem Geistes-Zustand ich gerade verbunden bin, um dann den Heiligen Geist einzuladen, bzw. damit habe ich ihn bereits eingeladen. Das ist mein aktiver Part. Dann überlasse ich ihm und diesem anderen Denken alles Weitere sowie den Wandel und die Schau. Ich selbst als mit dem Ego zu sehr verbunden kann darüber nicht allein hinausgehen. Mit dem Ego kann ich das Ego nicht neutral und mit Abstand beobachten – da bin ich immer mitten drin und total vereinnahmt. Das Wunder und die Vergebung beschreiben diesen Wechsel vom Ego zum Heiligen Geist. Ich liebe folgende Textstellen dazu, sie machen mich immer ganz ruhig und voll Hingabe. 🙂 „Das Wunder ist eine Berichtigung. Weder erschafft es noch verändert es tatsächlich überhaupt. Es schaut lediglich auf die Verwüstung und erinnert den Geist daran, dass falsch ist, was er sieht.“ (Ü-II.13.1:1-3 / S. 474) Die Vergebung ist „still und tut ganz ruhig gar nichts. (…) Sie schaut nur und wartet und urteilt nicht.“ (Ü-II.1.4.:1 und 3 / S. 402)

          1. Ich selbst war noch nie auf der Kurskonferenz. Die Videos der letzten Jahre sind alles Aus- bzw. Zusammenschnitte und insofern kann es gut sein, dass jemand auch von diesen Erfahrungen berichtet hat. Ich weiß es nicht. Von mir kann ich dir nur sagen, dass ich, seitdem ich den Kurs-Weg gehe, immer öfter inneren Frieden und bedingungslose Liebe erlebe, Situationen völlig anders und lösend, voll Verständnis erlebe und mit viel mehr Leichtigkeit durch das Weltenleben gehe, wenn auch ordentliche Ego-Attacken immer wieder auftauchen. 🙂

          2. Lieber Andi, ich habe deinen Worten nochmals nachgespürt. Vielleicht haben wir eine etwas unterschiedliche Definition des Begriffes „Schau“? Mit Schau ist in meinem Verständnis eine andere innere Sicht gemeint, bei der wir schon noch den Körper sehen, aber an ihm und seinem Verhalten (Handlungen und Worte) nicht hängenbleiben, sondern den Ausdruck von Liebe oder den Ruf nach Liebe darin/dahinter erkennen und somit nur mit Liebe reagieren/antworten: auf unser aller Wahrheit der Sündenlosigkeit. Das ist für mich stets das Ergebnis des Wechsels vom Ego zum Heiligen Geist.
            Auf irgendeine Weise hat das jeder Mensch schon erlebt, nur ist es eventuell nicht so bewusst geworden. Mir ist es zum Beispiel so ergangen, dass ich erst mit dem Kurs mir solche Momente erklären und verstehen und mich vor allem auch bewusst dafür bereit machen und sie so mehren konnte.
            Wie siehst du das?

    1. Ja, liebe Svenja, wir sind alle auf dem gleichen Weg, letztlich mit den gleichen Erfahrungen. Dass wir dem Ego immer wieder Macht geben zeigt mir, wie groß unsere uns noch unbewusste Angst vor Gott ist, die wir nach und nach aufdecken. Es ist eben ein Prozess auf der weltlichen Ebene. Wählen wir das Ego, ist es immer zu 100% da, ganz gleich, wie oft und lange wir schon im Heiligen Geist ruhten. Und wählen wir den Heiligen Geist, ist auch er ebenso immer zu 100% präsent in uns. Es geht nur entweder – oder. Was sich verändert ist, dass wir „einfach“ immer öfter im Heiligen Geist ruhen, bis wir irgendwann gar nicht mehr zurück ins Ego gehen. 🙂

  2. tiefe Gelassenheit und eine innere absolute Ruhe mit Themen, die im außen geschehen sind meine Erfahrungen, sich der Einheit des heiligen Geistes immer wieder bewusst zu sein. Ich beobachte, dass sich Dinge bewegen, die vorher, in der Energie vom Ego stockten oder sich anhäuften. Durch die Bewegung geschieht wundersame Transformation und Loslösung von Anhaftung (so mein Gefühl). Immer wieder kommen Durchsagen am Tag, die ich verinnerliche: Ich BIN reiner, klarer, göttlicher Geist. DANKE

    1. Danke Astrid, das ist wunderschön. Ich freue mich mit dir. Ich erlebe es auch so, dass mein innerer Frieden mit dem Heiligen Geist ungestört ist, obwohl ich in der gleichen weltlichen Situation mit dem Ego an die Decke gehen würde. Das ist so zum Staunen und so eine Befreiung, weil ich dann weder mir noch anderen Menschen noch Schuld zuspreche und liebevoll für uns alle da sein kann.

  3. Die Schau ist für mich ein rein inneres Erlebnis geboren aus der Vorstellung, dass ich reinste Schuldlosigkeit vor mir habe – manchmal verbunden mit einer Empfindung inneren Lichts.

    1. Danke, Andi. Das klingt für mich, als meinen wir das Gleiche. Wobei inneres Licht für mich „nur“ ein Symbol ist für das Unabbildbare und Unaussprechliche. 🙂

        1. Oh ja, Andi, so ist es, gerade Erfahrungen, die über unser „übliches“ Verständnis hinausgehen, sind eigentlich nicht in Worte fassbar. Es würde mich dennoch sehr freuen und interessieren, wenn du es versuchst, denn zwischen den Worten weht uns doch meistens etwas an und bringt uns alle weiter. 🙂 Wie du magst. Auf jeden Fall fühle ich mich jetzt schon sehr bereichert durch die Gespräche hier. Ich danke euch allen und freue mich auf weitere.

  4. Hallo ihr Lieben, ich bin auch ganz bereichert durch eure so liebevolle Unterhaltung miteinander. Liebe Katja, es ist sehr schön wie du dich hier in Worten mitteilen kannst. Mir fällt das auch schwer zu schreiben, ich bin eher der „Sprecher“, weil ich in der, und mitten während der Unterhaltung miteinander, merke, wie ich vereint bin mit der HEILIGKEIT, mit der LIEBE, wenn ich die LIEBE, den HEILIGEN GEIST vorher eingeladen habe. Euer Thema hier ist soeben meins, und es ist immer wieder so beruhigend ?, wie auch Svenja schon sagte, dass alle, die auch im Kurs unterwegs sind, und uns hier oftmals so erscheinen? als ob sie schon gaaaanz weit los sind vom Ego, sicherlich auch noch Ego-Ausbrüche ? erfahren.
    Ganz liebe Grüße ,Elke

    1. Liebe Elke, schön, dass du uns schreibst. Das ist toll, dass du die Verbundenheit und Heiligkeit auch mitten im Gespräch spüren kannst. Wie genau spürst du es, magst du für uns mal versuchen, Worte zu finden? Wie machst du das mit dem Einladen der Liebe ganz konkret? Herzliche Grüße, Katja ?

      1. Liebe Katja, lieben Dank erstmal an dich für deine „Einladung“ an mich, mich hier in mal in Worte mitzuteilen. ? Ich werde es mal versuchen, ja wie genau spüre ich IHN?
        Morgens beginne ich meinen Tag, indem ich mich ausrichte zu Gott, ich entscheide mich für Gott. Ich bitte Jesus die Führung aller wichtigen Dinge zu übernehmen, und die Kontrolle aller unwichtigen Dinge. Ich bin nun seid 5 Jahren mit EKIW unterwegs. Es ist so, dass ich den HG in alles (fast, wird schon auch mal vergessen ?) einlade, was ich gerade tue, in ein Gespräch, auch wenn das Telefon klingelt, lade ich IHN sofort ein. Klar, es ist eine Übungssache, das kommt nicht von heut auf morgen, das müssen wir üben, üben, üben, immer wieder daran denken, einladen, vergeben, zurücktreten. Und wenn es im „Geschehen“ vergessen wird, ist das alles auch ok, sobald wir uns erinnern, ?stopp !! „HG ich lade dich ein.“
        Es ist auch oftmals im Geschehen, in der Situation oder im Ereignis mir nicht möglich, ich denke zwar daran, aber irgendwie scheint es, dass das Ego da gerade mal überhand hat ?. Alles ok. Ich weiß dann aber, dass ich, sobald ich zu Ruhe komme, auf jedenfall es mit IHM nochmal anschaue. Und sich danach meine Wahrnehmung, die vorher schmerzhaft war, in LIEBE umwandelt.
        Und wenn ich zurücktrete im Geschehen, in einem Gespräch, in einer Unterhaltung, wozu ich IHN vorher oder während es mir gerade einfällt eingeladen habe,
        da fühle ich mich frei, fühle Ruhe, Stille in meinem Kopf.
        Da ist dann nicht mehr dieses mich rechtfertigen oder verteidigen müssen. Da ist ein Zulassen, eine Hingabe an das was ist, und so ……mh ❤️, mir fehlen die Worte hier beim Schreiben.
        Es ist auch immer wieder so wunderbar, so himmlisch, wie sich dann eine Lösung zeigt. Ich kann ja mal versuchen hier ein Beispiel zu schreiben:
        Eine Freundin meldet sich mit einem Problem (Beziehung) und erst ein paar Worte, Sätze von ihr. Ich frage sie dann: „Bist du bereit, dass wir uns die Geschichte (also ihr Ereignis),
        dass wir uns das mal in LIEBE anschauen?“ Wir laden die LIEBE, den HG ein.
        Wir gehen dann das Gespräch durch. Und alles, was in der Emotion der Wut, was traurig, in Angst usw gesagt wird, all dieser Schmerz, der da auftaucht, darf sein, muss sein, wird aber nun angeschaut, angenommen und es darf sein.
        Nur wir müssen uns stets erinnern, wir sind nicht allein, wir vergeben es IHM!
        Und dieses Gespräch wird zunehmend Friede, Wärme, alles ist auf einmal zunehmend von Angst in LIEBE verwandelt. Es wird gelacht ?. Es is einfach im Licht der LIEBE zu sehen, zu fühlen. Das ist es, wenn ich sage, ich „fühle“ wie der HEILIGE GEIST sich ausdehnt .
        In ❤️ Elke

        1. Ohhh, liebe Elke, danke, danke, danke für die dicke fette Gänsehaut, die meinen Körper beim Lesen deiner Worte überzog. Ich bin tief berührt und inspiriert. Wehe?, du sagst noch mal, du wärst nicht so der Schreiber!?

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