Geben und empfangen sind eins

Vor ein paar Tagen war ich zur Mittagspause mit einer Kollegin verabredet.
Wir kamen uns auf dem Bürgersteig entgegen und umarmten uns zur Begrüßung.
Ein alter Mann sah dies, strahlte uns aus zwei Metern Entfernung an und scherzte:
„Aaaaach, ich möchte auch eine so herzliche Umarmung!“
Ohne zu zögern ging ich auf ihn zu:
„Na klar, können Sie gerne haben!“
Er lachte und meinte:
„Nein, nein, war doch nur so gesagt.“
„Jetzt bekommen Sie eine,“ lachte auch ich.
Gesagt, getan.
Er nahm sie an.
Noch ein kleiner Wortwechsel in offener Zugewandheit folgte, aber alles war zwischen uns in der Umarmung bereits „gesagt“ worden.
Und ich fühle mich noch Tage später beschenkt.

6 Gedanken zu „Geben und empfangen sind eins

  1. Ich kann diesen Impuls nur bestärken! Bei einer Kurs-Session im letzten Jahr waren wir im öffentlichen Raum. Durch neugierige Blicke angeregt fragten wir wahllos Menschen, ob sie sich umarmen lassen mögen. Daraus entstanden super Gespräche – und Umarmungen! Ich glaube, es geht viel mehr als man erwartet und darin steckt die große Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe!

    1. Ja, liebe Gabriela, es ist so schön, einfach einem Impuls zu folgen, der aus der Freude kommt und unser übliches Verhalten auf den Kopf stellt. Das bringt uns Erfahrungen, die uns noch weiter öffnen. ?

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