Erlösung

Erlösung ist Auflösung.

Auflösung des Glaubens an Trennung und Trennungs-Bilder und somit:

Auflösung aller Widerstände, aller Gegensätze, aller Individualität.

Auflösung aller Formen, aller Körper, aller Gegenständlichkeit.

Auflösung aller Gefühle und Gedanken, aller Beschreibbarkeit und Abgrenzbarkeit.

Erlösung führt über die Erlösung hinaus

in die absolute Freiheit der erfüllten Unvorstellbarkeit.

19 Gedanken zu „Erlösung

  1. Ja, das klingt gut. Ansatzweise habe ich es erfahren. Kurze Momente in endloserLiebe für alles und alle. Dann wieder, manchmal ganz unbemerkt, ein Rückfall in das Denken des Egos und alles wird schwer, traurig und beängstigend. Es dauert immer, Gott sei Dank immer kürzer, wieder aufzutauchen ins Licht und mich aufzurappeln, die Wunden zu lecken und weiter zu gehen.
    Für mich ist es schwierig bewusst zu bleiben, am Tag immer wieder daran zu denken, die Übung zu machen, anstatt im Alltag zu versacken, der so sehr vom „alten“ Denken beeinflusst ist.

    1. Liebe Kirsten,
      oh ja, was du sehr anschaulich beschreibst, ist mir auch sehr bekannt. Das empfinde ich als unseren Weg des Schwankens, bis wir zu Gunsten des Heiligen Geistes nicht mehr schwanken. Wie wunderbar, dass wir schon diese Einblicke und Ausblicke haben, sie motivieren so sehr und geben die Richtung vor. Seien wir gütig mit uns, unsere Angst ist so groß. Und eine neue Gewohnheit entsteht nach und nach – auch im Alltag.

      Bei dem Schreiben dieses Beitrages versuchte ich das anzudeuten, was heute meine kleine Ahnung war, was kommt bzw. wirklich ist, wenn das Ego komplett aufgegeben wird samt Welt. Ich hatte plötzlich ein inneres Bild, bei dem ich von oben auf meinen Körper, alle Körper und die Welt schaute und sich alles nach und nach durch größer werdende weiße und ineinanderfließende Flecken auflöste, als ob eine bedruckte Tapete sich auflöst oder abgezogen wird und darunter ist es nur einheitlich weiß. Kein Ich und keine anderen mehr. Und auch das, was schaut, löst sich in dem Weiß auf… Nichts mehr da, was noch bekannt war und doch endlich wieder da, was einzig nur ist. ❤️

      1. Oh Katja ❤danke für diesen wundervollen Text.So ähnlich war auch meine Erfahrung, die Worte die blieben nachdem ich wieder als scheinbarer Körper war……ICH BIN Diese Erfahrung von alles was scheinbar ist verschwindet und das was Immer war IST …..da knotet es noch ….

  2. „Erlösung“ hat ja noch vielleicht für jeden irgendwie einen positiven Klang, wie „Erlösung von Leid“, aber ist es nicht erstaunlich, dass wir „Auflösung“ ebenfalls als positiv empfinden können?
    „Auflösung aller Formen, aller Körper …“, da würde man ja eher erst mal an einen Horrorfilm denken. Und bei der „Auflösung der Gedanken“, da sind wir am innersten Ort des Grauens.
    Wieviel Vergebung muss von dir schon erlebt worden sein, bis du das so schreiben kannst! Man spürt die helle Perspektive in deinen Worten, wo kommt sie her?
    „Gedanken verlassen ihre QUELLE nicht“, Vergebung führt unsere Gedanken der Dualität, in denen sich das „Grauen“ überhaupt erst hat aufbauen können, ihrer QUELLE wieder zu.
    Das Wunder geschieht: dass sie sich dort wohl auf-lösen – und das zuzulassen, heißt: an der Angst vorbeizugehen – aber uns von IHM wieder zurückgegeben werden, solange wir sie hier brauchen, geläutert, entgiftet, enttodet: die QUELLE eben nicht mehr ausschließend, wie das alle unserer Gedanken erst mal tun.
    „Gedanken GOTTES“ einfach formal „auszutauschen“ gegen „Aggressionsgedanken“ ist sicher keine Vergebung. Die „Gedanken GOTTES“ im Kurs können als Beispiele dienen, als Richtungsgeber, aber sie sind geläuterte Gedanken, die in einem Bruder geläutert wurden, in Jesus. Und diesen Akt der Vergebung meiner Gedanken muss ich in mir wiederholen. Ohne das Wunder der „Schau“, die das ist, was mir von IHM geschenkt wird, meine Wahrnehmung der „wirklichen Welt“, bleiben meine Gedanken todverhaftet, so heilig sie auch klingen mögen nach meinen Anstrengungen, sie statt meiner Aggressionsgedanken zu denken.
    Das ist der Grund, warum mir das Thema „Wunder“ so wichtig geworden ist: Der Vorgang der Vergebung ist ein Wunder, weil er ohne IHN nie vollständig wird. Und das erleben wir, wenn wir dafür aufmerksam werden: wir erleben das Wunder und wissen dann, dass wir den Schritt wirklich gemacht haben, über die Angst hinaus.
    Für mich sage ich: ich hab‘ das Wundererleben immer als Wegweiser gebraucht. Nur da war für mich zu unterscheiden: mach‘ ich das selbst oder lass‘ ich mich jetzt wirklich vom HG führen?

    Liebe Katja, ist es nicht ein Wunder, dass du so hell über ein Wort wir „Auflösung“ schreiben kannst?
    Tja, du hast ja gesagt, es sei hier Raum für mein Lieblingsthema, das hast du jetzt davon! :~)

    Michael

    1. Lieber Michael, wow, du hast für mich sehr deutlich beschrieben, dass wir uns selbst gegenüber wirklich ehrlich sein sollten, ob wir selbst aus Angst vor dem Schmerz nur schnell schöne (Kurs-)Gedanken über unser brodelndes Ego decken, oder ob wir das Ego wirklich offenlegen, hindurchgehen und tatsächlich in der Tiefe unseres Geistes gewandelt WERDEN.
      Ich erlebe das Zudecken als gar nicht mehr befriedigend. Mir ist dann zwar etwas leichter, aber alles ist noch gedämpft und begrenzt. Ich tue es aber dennoch immer wieder, wenn ich nicht bereit bin, wirklich hinzuschauen. Dann registriere ich, wenn möglich, auch dies nur liebevoll. „Aha, heute kann und will ich nicht anders“. Doch der Kontrast zu den Erfahrungen des wirklichen Wandels – das Wunder – ist so groß, dass ich ihn früher oder später wieder geschehen lassen kann. Es ist auch für mich, wie ich es aus deinen Worten herauszulesen meine, immer schon ein „Wunder“, wie es geschieht, denn ich weiß nicht, WIE es geschieht, ich kann es mir weder denken noch selbst bewerkstelligen. Ich kann mich nur bereit dafür erklären. Das ist alles und darin liegt alles.
      Die inneren Erfahrungen, die dann folgen, sind so weit und frei und liebevoll, dass es mir oft fast den Atem stockt. Doch ich gewöhne mich immer mehr daran und kann dadurch immer mehr davon zulassen: noch weiter als weit, noch freier als frei, noch liebevoller als liebevoll 🙂 und hier stoße ich wieder an die Unbeschreibbarkeit, die ich im Beitrag zu umschreiben versuchte.

      Mir fiel heute Nacht plötzlich das Wort ein, von dem ich gestern spürte, dass es mir noch fehlte bei dem Bild von der Welten-Tapete: abblättern. Ja, es war, als wenn das Bild der Welt einfach abblättert. Ganz unspektakulär, mit null Angst oder Schmerz verbunden – ganz einfach veraltet und überflüssig geworden. 🙂 Und freilegend, was schon immer die Wirklichkeit war.

      Ich habe etwas ähnliches schon einmal erlebt, bevor der Kurs in mein Leben kam. In einem Gespräch mit einem Coach zu einem Lebensthema von mir hatte ich plötzlich das innere Bild, als Körper an einem Abhang zu stehen und wenn ich einen Schritt nach vorne tun würde, müsste ich rein theoretisch in den Abgrund stürzen. Doch da war gar kein Abgrund, denn da war nichts bildhaftes mehr. Es war vollkommen klar, mein Körper würde sich mit dem Sprung einfach in diesem Nichts vor mir auflösen. Keinerlei Angst, sondern vollkommene Geborgenheit war das Gefühl bei dieser Erkenntnis. Und dieses Nichts war nicht ein Nichts des Nichts im Sinne von leer, nichtig, nichts vorhanden, sondern es war ein Alles, jedoch in keiner Weise in weltlichen Bezügen. Unbeschreiblich! Und es zog mich total an. Ich wusste, das ist die Befreiung von allem. Ich verstand es damals nur überhaupt nicht, ich wusste nicht, worum es ging. Ich wollte springen und wusste zugleich, dass ich es jetzt noch nicht tun werde. Inzwischen verstehe ich mit dem Kurs dieses Bild und bin so dankbar dafür.

      Ja, Michael, das stimmt, dem Ego macht das im Beitrag beschriebene eine Höllenangst. Umso erstaunlicher, dass es auch anders – als Befreiung – erfahren werden kann, wenn wir behutsam mit uns selbst den Weg zurück zu Gott gehen. ❤️

      1. Ja, danke für diese wunderschöne Antwort, Katja!
        So vieles hast du darin anklingen lassen. Und so, wie ich es verstanden habe, ist es auch für dich wesentlich, das Wunder als solches zu ERFAHREN. Deine beiden Beispiele, besonders das vom „Springen“ sind ja sehr beeindruckend. „Freilegend, was schon immer die Wirklichkeit war“ und dabei „unbeschreiblich!“, wie du sagst.
        Und genau das ist es, was mir das Wundererleben so wertvoll werden lässt: da ist etwas, was eigentlich nicht sein kann (wie kann ich springen ohne Angst?), und es ist dennoch DA, als die ANTWORT, die keine Frage mehr als Schatten hat.
        Das sind sie, die „Heiligen Augenblicke“, in denen wir das Wunder das sein lassen, was es ist: ein Wunder!
        Man merkt dir diese Erfahrungen an, und das ist auch für alle anderen Inspiration und Hilfe. Wie schön!

        Herzlich, Michael

        1. Ich lese eure Ausführungen…so vieles kommt mir dazu an Gedanken. Erlösung gleich Auflösung. Es könnte als Horror wahrgenommen werden, als ein sich verlieren und nur das Wunder diese Auflösen als friedvolle glücklichen Zustand erleben zu können lässt die Auflösung plötzlich nicht mehr bedrohlich erscheinen. Ich überlege wie oft ich meine trennenden Gedanken tatsächlich bewusst und manchmal fast widerwillig gegen positive Gedanken aus dem Kurs ersetze. Mein Ego sträubt sich, aber meist stellt sich eine leise Überzeugung ein, dass diese positiven Gedanken die richtigen sind und dann wird aus dem Akt des Überdecken langsam mehr…Erkenntnis stellt sich ein. So, wie das Egodenken eine Gewohnheit ist, können die Gedanken des HG zur Gewohnheit werden. Ihre Richtigkeit zeig sich mir immer in den Gefühlen, die sich ausbreiten, wenn ich mich einlasse sie zu denken.Lieber Michael, liebe Katja, schön andere Menschen zu entdecken, die auch auf dem Weg sind 🙂

          1. Ich bin gerade ganz verzaubert davon, wie wir alle drei unsere inneren Herangehensweisen und Erfahrungen auf so individuelle Weise erleben und beschreiben und doch bei uns allen das Wesentliche und das Ergebnis das Gleiche ist. Welch Bereicherung in dieser Offenheit liegt… Wieviel Raum da ist für ein Anderssein im Gleichsein…
            Daaankeee, ihr Lieben.
            Und ja, dass sehe ich auch so, Kirsten, nach und nach werden die Hinwendung an den Heiligen Geist und seine Gedanken zur neuen Gewohnheit. Wir bleiben einfach dran. 🙂

          2. Ja, liebe Kirsten, das ist immer ein schöner, heller Moment, wenn mal wieder jemand auftaucht, der „auf Kurs“ ist. Und ich finde mit Katja, dass gerade die Unterschiede in der Herangehensweise und v.a. auch in den Formen des Erlebens, wie sich uns die Botschaft des EINSSEINS vermittelt, gerade das Spannende beim Austausch über den Kurs sind. Die Richtung haben wir gewählt, jetzt darf und soll erzählt werden, was uns begegnet. Erzählt und geteilt, Teilen macht stark!
            In diesem Sinne: natürlich können die Kurssätze, wenn man sie anwendet, zu eigenen Erfahrungen werden! Wenn ich das nicht glaubte, würde ich gegen das Übungsbuch sprechen und das habe ich bestimmt schon zehn mal mit wachsendem Gewinn durchgenudelt! 🙂
            Auf regen Austausch und
            bis JETZT dann,
            Michael

      2. Ich bade im Licht bin einfach nur glücklich, dankbar solch wundervolle Gedanken zu lesen, ich fühle die EINHEIT das ERLÖST SEIN .DANKE DANKE DANKE für dein/euer hier sein ❤❤❤

  3. Ich bitte die kleinen Fehler zu entschuldigen. Ich übe alles am Handy zu machen, weil ich bald für länger verreise und nur das kleine Handy mich begleiten wird…alles etwas winzig hier 😉

    1. Kein Problem, liebe Kirsten, ich habe dich gut verstanden und das ist die Hauptsache. 😉
      Und ich freue mich, dass du auch auf deiner Reise dann bei uns sein kannst, wenn du magst. Also üb´ schön weiter. 🙂

  4. Erlösung ist das Aufgeben von Trennungsideen und das Zulassen der befreienden gnadenvollen Kraft der Liebe. Bevor diese aufgegeben werden können, müssen sie ge-fühlt werden können. Ohne dieses Fühlen geht das Aufgeben unmöglich, da es sonst bei einer rein intellektuellen Idee bleibt, was notwendige jedoch nicht hinreichende Voraussetzung ist.

    1. Jaaaa, Rodolfo, danke, dass erlebe ich auch so, von der Theorie, die uns die Richtung gibt, in die Erfahrung kommen … Spüren, was es wirklich bedeutet, dem Ego zu folgen und was es bedeutet, wenn der Heilige Geist uns erfüllt, um dann bereit zu sein, über alles hinauszugehen …

    2. Ja, ganz genau. Es ist das Fühlen, dass die Theorie möglich ist…Diese Momente vollkommener Glückseligkeit, Frieden und tiefer Ruhe…Diese Momente zeigen mir, dass die Theorie richtig ist und das gibt mir die Kraft mich immer wieder auf Kurs zu bringen, wenn ich mal wieder vom Weg abgekommen bin und eingetaucht bin in Unfrieden, Anklage, Jammern etc. Puhhh

      1. Liebe Kirsten, so geht es mir auch, anhand meiner Erfahrungen in der Praxis komme ich immer wieder zu dem Schluß, dass an der oft sehr abstrakt und unfassbar wirkenden Theorie etwas dran sein muss, sonst würde ich nicht diese Erfahrungen machen können.
        Ihr Lieben, hätte ich nicht von Anfang an innerlich Erstaunliches durch den Kurs erlebt – einen Frieden mit Begebenheiten, in denen es mir zuvor nie möglich gewesen war – wäre ich nicht dran geblieben an diesem für das Ego so beängstigenden und den Verstand sprengenden Weg. Dass ist für mich so faszinierend an meinem Kursweg, dass ich bemerke, wie Theorie und Praxis ineinander verzahnt sind und sich gemeinsam weiterdrehen. Wenn ich etwas in der Theorie intellektuell verstanden habe, halte ich in der Praxis danach Ausschau. Habe ich dies dann erfahren, erschließen sich mir plötzlich wieder weitere theoretische Elemente, die wiederum weitere praktische Schritte nach sich ziehen und zu neuen Erfahrungen führen. So geht es immer weiter, wird immer umfassender und wirklich niemals langweilig, sondern immer erstaunlicher und befreiender.

        1. Diese Beschreibung des KONKRETEN Kursweges sollte man sich übers Bett hängen! Theorie und Praxis, das wächst wie ein Baum, eben: lebendig!

          Frohe Weihnachtszeit für euch alle

          Michael

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