42 Gedanken zu „Der Weg

  1. Liebe Katja,
    habe mir gerade deine Internetseite angesehen. Ist wirklich toll gemacht. Besonders natürlich auch deine Erzählungen über dich persönlich, wo für mich immer wieder eine Resonanz entsteht, wenn du deinen heiligen Moment des glücklich sein beschreibst.
    Wie Gary Renard sagt, er hat den Kurs 20 Jahre studiert und 2 Jahre gelebt.
    Es geht nur um das Leben. Nur was ich täglich lebe ist entscheidend.
    Und um das tatsächliche glücklich sein, was nur da sein kann, wenn die Angst und das Ego nicht da sind.
    Wenn ich ganz im heiligen Moment bin, das Denken zum Stillstand kommt und nichts da ist, weder Angst noch Ego, dann ist da dieses unendliche, unbeschreibbare …
    glücklich sein… das Leben ist so schön …
    Alles Liebe Helmut

    1. Lieber Helmut, wie schön, dass du das auch kennst, dieses glücklich sein ohne gleich wieder mit einer Beimischung von Angst, wie es im weltabhängigen Glück ist. Grundlos glücklich ist so frei, absichtslos und unbegrenzt, dagegen wirkt das Ego-Glück total schal. Das grundlose Glück ist unsere Erinnerung an unser wahres Sein, dass in jedem von uns schlumnert und um das jeder von uns irgendwie immer weiß, es nur am falschen Ort oder auf falsche Weise sucht. Doch auf jedem unserer Irrwege kommt irgendwann immer der Umkehrpunkt. Zum Glück! 😄

      1. Liebe Katja, ich bin so dankbar und es ist so ein Segen, dass ich dies erfahren kann und dass es jederzeit möglich ist. Es ist einfach eine freie Wahl. Ich freue mich immer, jemanden zu treffen dem es auch so geht. So ist es möglich, dieses Geschenk zu teilen und dies ist für mich dann noch mal etwas besonderes. Alles Liebe Helmut

        1. Jaaaaa, Helmut, es miteinander teilen und allen schenken, die wir SELBST sind. In diesem Glück sind alle eingeschlossen, auch wenn sie es gerade nicht wahrnehmen – so wie es uns oft auch noch geht. Doch es ist immer immer da, wie du so schön ausgedrückt hast. ❤️

          1. Ja Katja …es miteinander teilen und allen schenken, die wir SELBST sind… Wenn wir uns für den HG entschieden haben, ist es nur eine Frage wie weit wir unser Bewusstsein ausdehnen, ob wir eins mit uns, mit unseren Gegenüber, mit Allem, mit dem Universum… oder Gott sind…

          2. Wir sind immer eins, doch meist sind wir nur auf Ausschnitte fokussiert. Ich verstehe dich daher sehr gut, was du wohl mit Bewusstsein ausdehnen meinst. Denn ich beobachte und übe mich darin, in den Grundlos-glücklich-Momenten meinen Wahrnehmungsfokus immer weiter zu öffnen. Ich bemerke dabei, dass es dann nicht nur auch das Gegenüber umfasst, mit dem ich gerade zu tun habe und auf das ich gerade schaue, sondern indem ich symbolisch auch nach links, rechts, oben, unten, hinten schauen und nicht nur gradeaus, bemerke ich das immer alle und alles inbegriffen sind. Was mich immer so tief berührt: Wir müssen wirklich uns nur um unsere Geisteshaltung kümmern, denn darin ist immer unser inneres Erleben mit allen enthalten. Sind wir im Heiligen Geist, sind wir immer zu 100% im Heiligen Geist und in dieser Geisteshaltung wenden wir uns jedem nur in Liebe zu. Wenn wir dies nicht erleben, sind wir angesichts eines anderen Menschen gleich wieder ins Ego gesprungen, das ebenso immer 100% ist und sich auf alle/s bezieht. Alles ist immer 100% in der Auswirkung. Das Ego wird nicht qualitativ weniger, aber die Zeit, die wir in ihm verbringen, wird weniger und die mit dem Heiligen Geist wächst an auf unserem Weg. Das macht mich sooo zuversichtlich und froh. 😍

  2. Natürlich brauchen wir keine Angst zu haben vor einem mordenden Rachegott.
    Doch die Tricks des Ego sind sehr geschickt. Die Angst ist ein Bollwerk des Ego.
    Die Angst vor der Angst zu verlieren bedeutet vielleicht erst einmal sie urteilslos zu betrachten , als eigen anzunehmen und dem Heiligen Geist zu übergeben.
    In die frei werdenden Räume könnte sich die Liebe ausdehnen und den Graben zwischen uns allen auffüllen.
    Wäre ein schöner Gedanke…

    1. Ganz genau, lieber Jens, ich stimme dir total zu. Ich würde einzig in deinem vorletzten Satz das „könnte“ in eine Sicherheit und deinen letzten Satz in ein „so ist es“ verwandeln. Doch zunächst ist natürlich überhaupt erstmal diese Idee in unserem vollkommen gegenteiligen Egodenken zuzulassen, die dann Erfahrung wird. ❤️

    2. Das ist wirklich ein sehr schöner Gedanke: „… den Graben zwischen uns allen auffüllen!“, wow, ja!

      Hallo Jens, ich glaube, es ist beides wichtig: die ERFAHRUNG, wenn sie einmal gemacht ist, dass Angst VOLLKOMMEN in LIEBE aufgegangen ist, bei welcher Gelegenheit auch immer, nicht wieder dem Ego zur Relativierung zu überlassen und dabei zu bleiben: Das war das ABSOLUTE Ende der Angst! …

      … und da bin ich ganz besonders auf deiner Seite: gleichzeitig die Erfahrung nicht zu leugnen, dass die Angst „danach“ dennoch wieder auftaucht, vielleicht in Phasen sogar heftiger als „vorher“. So erleben wir das, und das spiegelt ja ein Grundgesetz des Ego: dass es nämlich den GEIST und seine WAHRHEIT ständig versucht, zu imitieren mit seinen „Getrenntheitswahrheiten“: auch die Angst behauptet, „vollkommen“, „unüberwindlich“, „ewig“ zu sein. Sie kommt mit sämtlichen Aspekten dieser Welt angerannt und beweist uns, wie recht sie hat: unter allem hier liegt der Tod, und dein „kleines Erlebnis“ von der KRAFT DER LIEBE: was zählt das schon? Sie hat scheinbar die besseren Argumente.

      Und dann haben wir die nächste Gelegenheit, zu sehen, wie leicht, wie unsagbar leicht sie mitten in dieser Drohung vergeht und einer KRAFT Platz macht, die aus der LIEBE kommt, wenn wir IHN zu uns hereinlassen: Die Angst ist nie gewesen, ich hab‘ mich getäuscht!

      Und dann ist das „Bollwerk“ wieder da und dann die nächste Gelegenheit. So erlebe ich jedenfalls meinen Weg aus der Angst heraus.

      Das ZIEL steht fest und wartet auf uns.

      herzlich, Michael

      1. Michael, ich erlebe diesen scheinbaren Kreislauf der Angst auch .
        Das Ego „schafft“ immer wieder auf verschiedenen Ebenen der Angst.
        Ich denke je eher wir diese teilweise versteckten Ängste als Solche erkennen und es Schaffen dem heiligen Geist zu übergeben, desto schneller werden sie bedeutungsloser. .. und das weiss ich nicht aber
        vielleicht wachsen sie dann erst gar nicht zu solcher MonsterGrösse heran wie wir sie oftmals erleben?…

        1. Das Monster oder der Drache, dem zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt, damit hat sich die Menschheit ja schon immer beschäftigt, wie der zu besiegen ist.
          Im Märchen ist es immer ein besonders tapferer Held, der das am Ende hinkriegt, der Kurs zeigt auf dich und mich.

          Du hast es in deinem Bild so schön ausgedrückt: wir müssen die Angst als UNSERE Angst begreifen, dann „füllt die LIEBE den Graben zwischen uns aus“ und der Drache fällt als Symbol der unüberwindbaren Trennung in sich zusammen. Deine Angst ist meine, die des Terroristen und seiner Opfer ist unsere, die Angst des Sterbenden ist in meinem Geist, und da ist auch ihr Ende, da find‘ ich IHN, der alle Gräben für uns überfließt.

          Danke dir noch mal für das schöne Bild, das nehme ich für mich mit. Wenn ich darf 🙂

    3. Hallo Jens, ja es gibt nur das JETZT. Wenn die Angst da ist, habe ich mich für das Ego entschieden und gegen den HG. Und da hilft nur das Annehmen was ist, damit es sich auflösen kann und wieder der Raum entsteht, wo die Liebe ist. Alles Liebe

          1. Hallo Jens, nicht erinnern an die Gegenwart, das macht das Ego und spielt uns ein Jetzt vor, was es nicht gibt. Das Jetzt so wie es ist ohne Interpretation durch das Denken/Ego wahrnehmen, ganz annehmen, dann kann es sich auflösen … Durch Erinnern, Interpretieren, Denken lege ich weitere Schichten auf die Illusion statt sie aufzulösen. Auch ein alles ist Illusion, Ich bin glücklich und erleuchtet kann eine Illusion des Egos sein …

          2. Ihr Lieben, was mir zu Jens und Helmuts Austausch kommt, ist, wie sehr mich immer wieder fasziniert, wie komplett entgegengesetzt und verschieden ein Wort verstanden werden kann (gleiche Form, anderer Inhalt) und uns damit entweder im Ego hält oder dem Himmel zuwendet, der nicht in Wort gefasst werden kann:

            „Jetzt“ im Sinne von weltgebunden bleiben und das weltliche Geschehen des Jetzt für wirklich halten

            oder

            „jetzt“ in Bezug auf die Egoweltzeitschiene im Sinne von nicht vorhin oder nachher, sondern jetzt etwa tun und entscheiden, eben auch für das Ego oder den Heiligen Geist

            oder

            im Sinne von
            „JETZT“ als die einzige Ewigkeit ohne Zeit

            Ebenso

            „Gegenwart“ in der Egoreihe von Vergangengeit und Zukunft

            oder

            Gegenwart als ständige Präsenz Gottes und unsere wahre Gegenwärtigkeit darin

            ❤️

          3. Gerade habe ich meinen vorherigen Kommentar in der Straßenbahn sitzend veröffentlicht, da fragt mich eine Frau mit orientierungslosen Augen:
            „Entschuldigung, ist morgen Mittwoch?“
            „Ja“, sage ich und ich sehe, wie sie sich entspannt.
            Es ist kurz still zwischen uns und da schiebe ich lachend hinterher:
            „Wenn nichts dazwischen kommt!“
            Sie scheint noch beruhigter und kommt kurz darauf nochmals auf mich zu:
            „Und ist 09:30 schon vorbei oder kommt es noch?“
            „Es kommt noch, in 30 Minuten.“

          4. Herrlich! Da hattest du zu laut über das JETZT nachgedacht!
            Nur, was ich komisch finde: bei mir ist 09:30 schon seit einer halben Stunde vorbei! 🙂

  3. Ein Gedanke dazu. Jens schreibt: „Die Angst vor der Angst zu verlieren bedeutet vielleicht erst einmal sie urteilslos zu betrachten , als eigen anzunehmen und dem Heiligen Geist zu übergeben.“ Ist das so? Und kann es nicht missverstanden werden? Gerade lese ich im Kurs: „Für die Berichtigung der Angst bist du verantwortlich. Wenn du um Befreiung von der Angst bittest, sagst du damit, dass du es nicht bist. Stattdessen solltest du in jenen Umständen um Hilfe bitten, die die Angst verursacht haben…..“ (T-2.VI.4:1-3 / S. 29)

    Also bin ich selbst dafür zuständig, mich gegen die Angst zu entscheiden. Wenn ich die Angst dem HG übergebe, drücke ich mich dann nicht vor meiner Entscheidung? Wenn ich mich aber gegen die Angst entschieden habe, wozu sollte ich dann noch um Hilfe bitten?

    1. Lieber Tom, ja, dass ist eine sehr gute weitere Differenzierung, die du einbringst. Durch immer genaueres Hinschauen rücken wir jedem Fitzelchen Ego, was sich wieder einmischt, auf die Pelle.
      Angst ist „nur“ die Wirkung unseres Glaubens an die Trennung. Dieser Glaube ist die Ursache der Angst und der ist in unserem Geist und wird durch unsere Entscheidung für den Heiligen Geist ersetzt mit der Erfahrung der Verbundenheit. Der Heilige Geist macht nichts mit der Angst und er kann sie auch nicht nehmen, denn dies würde bedeuten, sie sei wahr. Wir erkennen also, wie Jens schreibt, dass sie da ist aufgrund unserer Entscheidung für das Ego, wollen sie nun urteilsfrei betrachten und nicht mehr zudecken oder von ihr bestimmt sein. Dann übergeben wir, wie du schriebst, nicht die Angst, sondern unseren Geist statt dem Ego (Trennungsglauben) dem Heiligen Geist (der Einheitsweisheit). In der Wirkung sind wir nun statt von Angst nur von Liebe erfüllt. ❤️

          1. So macht es für mich jedenfalls Sinn. Oft höre oder lese ich es so, als ob einem dadurch die Entscheidung abgenommen wird. Kann sein, dass es nicht so gemeint ist, aber mir kommt es oft so vor. Da heißt es dann: „übergib es IHM!“, so als hätte ich nichts damit zu tun und würde es aus der Hand geben. Ich könnte mir vorstellen, dass das oft auch so (miss-)verstanden wird. Wenn ich dagegen sage, mir vertraue meiner Intuition oder meinem Bauchgefühl, dann ist auch klar, dass das letztlich ich bin und kein anderer. (Wobei ich „Bauchgefühl“ natürlich nicht mit dem HG vergleichen will)

          2. Okay, interessant, lieber Tom, was du nun noch weiter einbringst. Machen wir also noch eine weitere Differenzierung, um es noch klarer zu haben.
            Ja, die Entscheidung treffe ich, doch was dies dann gerade im Sinne des Heiligen Geistes bedeutet, gebe ich aus der Hand … denn ich weiß von daher, wo ich gerade komme und stehe (aus dem Ego und auf der Kippe zum HG) überhaupt nicht, was wahre Liebe wirklich bedeutet und welche weltlichen Handlungen und Worte dann entstehen. Da vertraue ich und es geschieht einfach. Ich schaue dabei nur, ob die Worte und Handlungen aus diesem tiefen Frieden kommen.
            Ganz genauso ist es mit dem Ego, nur da erscheint es uns, als würden wir entscheiden, was wir sagen oder tun (weil es uns so gewohnt ist), aber eigentlich ist es die Angst, die dann ebenso automatisch Worte und Handlungen entstehen lässt.
            Und es stimmt absolut, was du sagst: Ja, wir sind das alles selbst, weder das Ego noch der HG sind etwas außerhalb von uns. Es ist einmal unser falschgesinnter und einmal unser rechtgesinnter Geist. Unser von Angst angefüllter Geist oder von Liebe angefüllter Geist.

  4. Ich verstehe, glaube ich was Tom meint. „ Die Angst übergeben“ hört sich passiv an, als würde man die Verantwortung weiter reichen.
    Ich denke aber dass dieser Ablauf ein aktiver Entscheidungsprozess ist. Könnte vielleicht so sein:
    Zuerst betrachte ich die Angst die sich da in irgendetwas manifestiert. Und das was da erscheint hat immer was mit dem zu tun was in mir verborgen ist (=Projektion des Gedankens getrennt zu sein, schuldig , und bestrafungswürdig in den unterschiedlichsten Variationen).
    Dann entscheide Ich mich dafür mich schuldlos zu sehen, niemals getrennt von der Liebe Gottes gewesen zu sein und somit entziehe ich den Projektionen ihre Grundlage und Wirkung. Und ich entscheide mich zu wollen das der Heilige Geist mir hilft mich führt und befreit. („kleine Bereitwilligkeit“, wie es manchmal im „Kurs“ steht?)
    Wie gesagt wären diese (Vergebungs )Prozesse aktiv.
    Dann in der Hinwendung zum Heiligen Geist fliessend und zunehmend kann die „Übergabe“ geschehen.
    Und ich glaube es ist treffender so wie Katja es sagte von der Übergabe des Geistes zum Heiligen Geist zu sprechen, als von der Übergabe der Angst die ja eigentlich nicht existiert.
    Diesen letzten heilenden Schritt würde ich dann eher als passiv bezeichnen, es geschieht….

    In den letzten Tagen erscheinen in meinem Leben wieder viele angstvolle Bilder.Übungsfelder hab ich also genug..Und diese ganze Auseinandersetzung mit dem Thema Angst und eure Beiträge auf dieser Seite haben mir geholfen mit ihnen anders umzugehen.. Danke.

    1. Danke, lieber Jens, dass du dich uns so zeigst, wir lernen alle mit dir.
      Ich möchte nachfragen, was genau du mit angstvollen Bildern meinst? Weltliche Geschehnisse? Ja, sie sind einst aus der Angst gemacht, aber jetzt können wir ihnen neu begegnen, denn sie sind nicht an sich angstvoll, sondern unsere jetzige Angst legt weiter Angst in sie hinein, interpretiert sie aus der Angst. Treten wir davon zurück und lassen in uns die Liebe zu, verlieren die weltlichen Bilder/Geschehnisse ihre Schreckens- und Angstwirkung auf uns. Und so bieten wir Liebe an, solange wir noch in der Welt der Bilder zu sein scheinen und bestärken hier jeden Aspekt der Liebe in dieser aus Angst gemachten Welt, die niemals die Verbindung zur Liebe unterbrechen konnte. ❤️

      1. Ja Katja ich meinte die Weltlichen Geschehnisse damit.
        Und was ich besonders mit auf meinem Weg nehmen will ist dein Gedanke vor Allem auch die Aspekte der Liebe die mir in diesen Geschehnissen begegnen zu sehen und zu verstärken.
        liebe Grüsse, Jens

  5. In mir sträubt sich immer was, wenn ich die Formulierung „IHM übergeben“ oder ähnliches lese. Die Verwendung der Personalpronomen „ER“ und „IHM“ klingt für mich allzu sehr nach etwas Äußerlichem, Anderen. Mag sein, dass das anfangs hilfreich ist, aber an dem Punkt, wo ich mich wähne, irritiert es mich eher.

    1. Hallo Tom, meine Gedanken dazu:
      Wenn ich mich im „weltlichen“ Sinn „gegen die Angst entscheide“, dann versuche ich, sie loszuwerden durch Angriff, Flucht, Besänftigung, Rationalisierung, wie auch immer.

      Wenn ich mich i.S. Des KiW „gegen die Angst entscheide“, tue ich nichts „gegen sie“, sondern ich hinterfrage ihre Wahrheit, indem ich mich an IHN wende. Die Antwort darauf kann nicht aus meiner Welterfahrung kommen, sie kommt von IHM als Wunder: IN IHM IST die Angst nicht, und diese ANTWORT vermittelt sich mir auf irgend eine Weise. Deswegen kann ER mir die Angst nicht „nehmen“, weil er sie damit wahr machen würde: er zeigt mir, dass sie nicht IST. Und das gilt für die Angst „an sich“, was mir die Solidarität mit allem, was hier wem auch immer und warum Angst macht, möglich werden lässt: es gibt auch hier keine „Schwierigkeitsgrade“.
      Ich „übergebe“ also nicht meine Angst, sondern, wie Katja schon gesagt hat, meinen Geist: den Gedanken hinter der Angst, der der Gedanke der Getrenntheit von GOTT ist, den übergebe ich SEINEM URTEIL und komme so wieder in Kontakt mit der QUELLE.
      Die Antwort ist „nicht von dieser Welt“, sie ist immer ein Wunder, im Gegensatz zu all unseren Antworten, die aus „unseren Entscheidungen“ kommen, die maximal eine Hinwendung zum HG enthalten, DIESE ANTWORT aber nicht mehr selbst geben können: IN MIR IST KEINE ANGST.

      Es gibt nur GOTT und UNS in IHM. Aber wir erleben uns hier, in der Welt der Illusion, und unter allen Aspekten dieser Welt liegt der Getrennheitsgedanke. Deshalb brauchen wir „IHN“ da draußen, der uns zurückführt in die Gewissheit, dass wir unser ZUHAUSE nie verlassen haben. Als Hilfestellung. ER bleibt Teil UNSERES GEISTES.

      herzlich, Michael

    2. Ich finde es schön, wie ehrlich du deine inneren Vorgänge beobachtest, Tom. So wird sich deine Irritation ganz gewiss auflösen. Vermutlich gibst du dieser Form der Worte immer noch sehr subtil diese Bedeutung von etwas außerhalb von dir, statt ER/IHM = DEIN heiler Geist.
      Mir geht es oft noch so mit den Worten Wunder und Vergebung. Immer wieder muss ich mir ihre völlig andere Kurs-Bedeutung klar machen. Genau das bezweckt meiner Meinung nach der Kurs, dass wir bereits beim Lesen und mit unseren egobesetzten Worten den Geisteswandel vollziehen. ❤️

  6. Ja, Katja, offenbar sind die Worte „Er“ oder „Ihn/Ihm“ für mich sehr besetzt mit der Vorstellung von etwas Persönlichem und Äußerem. Ulkigerweise ist das beim Begriff „Heiliger Geist“ weniger der Fall. Eingestiegen bin ich hier aber, weil Jens geschrieben hatte: „und IHM die Angst zu übergeben“.

    Jetzt nennst du, Jens, es: die Entscheidung, sich selbst schuldlos zu sehen. Das gefällt mir sehr viel besser. Genauso wie Katjas Formulierung: die Liebe in sich zuzulassen.

    Michael, du sagst, du übergibst eigentlich nicht die Angst, sondern den Trennungsgedanken dahinter, dann macht das für mich keinen Unterschied. Denn erstens ist dieser Trennungsgedanke tief im Unbewussten und zweitens würde der HG ihn ebenso wie die Angst wirklich machen, wenn er ihn übernehmen würde. Der Trennungsgedanke ist aber ebenso unwirklich. Nicht illusionäre Inhalte des Geistes übergeben, sondern den Geist an sich – das würde für mich Sinn machen. Und es käme für mich auch dem gleich, was Katja „die Liebe in sich zulassen“ nennt.

    Grüße,
    Tom

    1. Wenn ich an dieser Stelle ganz ruhig werde und so ein bisschen an den Worten vorbeihöre … dann ist da für all diese Varianten en „Ja“ in mir: „den Geist übergeben“ (leg‘ meinen Geist in DEINE HÄNDE .. ) … wie schön! … „Die Liebe in sich zulassen“ … keine Abwehr mehr aufbauen, kein Argument mehr aufbringen gegen IHN, gegen SIE … wunderbar!
      Dann kann ich auch die vielen Stellen im Kurs so hören, die scheinbar sehr konkret werden mit dem, was „übergeben“ werden soll: „alle DInge“, „meine Beziehungen“, sogar soll einmal „Der GOTTESSOHN“ „IHM übergeben“ werden.

      Der „Trennungsgedanke“ ist die Mutter all unserer Gedanken, aber nicht deren QUELLE, die bleibt ewig SIE SELBST. Deshalb kann ich jeden meiner Gedanken der QUELLE zurückgeben. Nicht aber wirklich die „Dinge“ und auch nicht die Angst, denn damit würde die Trennung bestätigt. Den Gedanken dahinter aber gebe ich seiner eigenen QUELLE zurück. Und von IHR kommt die ANTWORT darauf in meine Welt. Als das Wunder, dass ich Gedanken MIT IHM denken kann.

      Wenn der Kurs davon spricht, dass wir „alle Dinge“ oder unsere „Beziehungen“ übergeben sollen, dann meint er die Gedanken dahinter, die allesamt vom Trennungsgedanken in ihre trennende Form abgelenkt sind, aber ihre formlose QUELLE nie verlassen konnten, eben weil sie Gedanken, weil sie „vom GEIST“ SIND. Das „Übergeben“ ist ein Vertrauen, dass dem so ist.

      Und dann kommt die LIEBE zu mir, weil ich sie zugelassen habe.

      So stellt es sich mir dar, wenn ich dann versuche, MIT IHM darüber nachzudenken. Aber es sind definitiv alles nur Worte, das Erlebnis der alles meinenden LIEBE ist durch nichts zu ersetzen und auch nicht wirklich mit Worten zu begreifen.
      Aber umkreisen können wir es damit, und das ist ja das Tolle an solch einem Gespräch wie diesem hier: jede Runde macht mich reicher, bringt mich näher, macht mich stiller.

      herzlich, Michael

  7. Hallo Michael,

    du schreibst: „Der „Trennungsgedanke“ ist die Mutter all unserer Gedanken, aber nicht deren QUELLE, die bleibt ewig SIE SELBST.“

    Ja, sehe ich auch so.

    „Deshalb kann ich jeden meiner Gedanken der QUELLE zurückgeben. Nicht aber wirklich die „Dinge“ und auch nicht die Angst, denn damit würde die Trennung bestätigt. “

    Das verstehe ich nicht. Angst ist doch nichts anderes als Gedanken. Eine gedankliche Projektion der so genannten Zukunft. Und auch „Dinge“ sind nur Gedanken, geistige Bilder, die ich selbst gemacht habe.

    Es stimmt schon, dass der Kurs oft erwähnt, dieses oder jenes zu übergeben. Allerdings vermute ich, dass dies Aussagen sind, die auf ein frühes Stadium des Schülers abzielen. Da gibt es auch Aussagen, die scheinbar an uns als Personen gerichtet sind, aber zunehmend wird eigentlich klar, dass wir nur uns selbst als Geist übergeben können. Wir, der Entscheider, wenden uns wieder dem HG und nicht mehr dem Ego zu. So weit meine Gedanken dazu, ich weiß nicht, ob es stimmt.

    1. Ich kann deine Gedankengänge gut nachvollziehen, Michael und Tom und mir scheint, im Kern, wie es Michael sagte, sagen wir alle das Gleiche. Dennoch ist es hilfreich, manche Formulierungen genauer anzuschauen, weil es uns noch weiter ausrichtet. Denn das Ego benutzt ja ebenso wie der HG alles für seine Zwecke. 😉
      Ja, wenn es im Kurs heißt, übergibt die konkreten Dinge oder Gedanken, dann kann es so verstanden werden, dass es tatsächlich um diese konkreten Dinge geht und der HG etwas damit tut, dass er eingreift in die Welt und dort etwas verändert zu meinen Gunsten. In bestimmten Zeiten und Situationen mag uns diese Vorstellung hilfreich sein, weil es immerhin schon ein gewisses Loslassen des alten Vorgehens (alles selbst kontrollieren und besser wissen zu wollen) und Vertrauen in etwas ist, was anders mit all den umgeht. Das ist ein total guter Schritt, auch wenn er uns letztlich noch sozusagen hintenherum im Ego und auf die Welt fixiert festhält. Von diesem Zwischenschritt aus wird es uns dann möglich, dahin weiterzugehen, dass es letztlich nicht um die konkreten Dinge/Bilder und Gedanken geht, sondern dass ich mit dem Übergeben eigentlich formuliere: „Ich möchte mit dem HG darauf schauen und ohne Angst sein. Ich möchte anderen Geistes werden angesichts genau dieser konkreten weltlichen Dinge, die ich aus meiner momentanen Geisteshaltung gerade als quälend empfinde.“ Denn dass mich etwas quält, hat nichts mit den Dingen zu tun und daher muss an ihnen nichts gedreht werden, sondern es hat einzig mit meiner Sicht darauf zu tun. In Liebe kann ich mit allen weltlichen Umständen friedvoll umgehen und habe überhaupt kein Problem- oder Konfliktempfinden. Das löst uns dann wirklich aus unseren Verstrickungen mit der Welt. Und das ist ein Weg, weil es viel viel uns noch unbewusste Egomaschen aufzudecken gilt. Doch schon mitten auf dem Weg werden wir stets von der Liebe begleitet und bekommen sie immer öfter zu spüren, sobald wir uns dafür öffnen.
      Danke für das Stück gemeinsamen Weg hier alle für und miteinander.

    2. Hallo Tom,

      Jetzt hab‘ ich nur noch das Gefühl, dass wir beide exakt das Selbe sagen! Wunderbar, die Sprache mit ihrer unausweichlichen Randunschärfe, die ja ihrerseits davon „spricht“, dass wir immer die MITTE im Sinn behalten müssen, wenn wir wirklich verstehen wollen.

      Du sagst, dass du nicht verstehst, warum ich meine, man könne Gedanken übergeben, nicht aber Dinge, und erklärst es dann selbst, indem du sagst, dass ja „Angst“ und „Dinge“ eigentlich auch nur Gedanken sind!
      Genau das hatte ich gemeint!

      Wir können aber „keine Dinge, Beziehungen, Groll, Ärger, Angst“ übergeben, solange wir sie eben nicht so, als Gedanken nämlich, sehen. Dann sehen wir „objektive “ Dinge, einen „objektiven“ Körper zum Beispiel.
      Das setzt den Glauben voraus, dass Gedanken eben doch ihre QUELLE verlassen können und die Wirkungen dieses Fehlglaubens: objektive „Dinge“ eben, können wir nun wirklich nicht einem HG übergeben!
      Aber in dem Moment, wenn wir sehen, dass dies „auch nur Gedanken“ sind, können wir es. Und deshalb, meine ich, geht der Kurs mit uns hin und her in dem, was da übergeben werdes soll: er will, das wir „darauf kommen“ , und zwar „von selbst“, von woher auch sonst? 🙂
      „Die Rache ist mein“, spricht der Herr sogar in der Bibel, „ich will vergelten“: das muss man auch mit liebendem Auge lesen, dann sagt es ganz das selbe: GIb mir deine Rache, indem du mir dein Denken, Rache sei möglich, übergibst. Ich will dir davon die Wahrheit zurückgeben.

      Also freu‘ freu‘! Ich hab‘ jetzt deinen letzten Kommentar noch mal gelesen und es bleibt für mich dabei: ich seh‘ da keinen Dissens. Wunderbarer Wunderkurs!

      Danke, Tom!

      Michael

  8. Eines möchte ich voranschicken , ich bin dankbar , dass ihr eure Gedanken hier mitteilt….und ich daran teilhaben darf.
    Die noch vorhandene Angst in mir,präsentiert mir tagtäglich Vergebungslektionen, bzw. , macht mich DER KURS darauf aufmerksam , sie für meine Erlösung zu nutzen.
    So tauchen viele scheinbare Situationen in meinem Leben auf,die mich mit meinem noch vorhandenem Glauben an Krankheit und damit verbundenen weltlichen Problematiken konfrontieren.
    Zunächst , mag es mir beruhigend erscheinen , dass der HG doch einfach die betreffende Person oder Situation heilen möge , doch in die Tiefe hineingefühlt , spüre ich doch mittlerweile ganz deutlich , dass es mein Geist , sein Denken ist , der/das der eigentlichen Heilung bedarf.
    Also geht es für mich letztlich darum , zu erkennen und zu fühlen , dass ich Selbst unverletzbar bin , DER HEILIGE SOHN GOTTES.
    Die Erwirkung dieser Erkenntnis für mich selbst ist es , die ich dann meinen Brüdern darbieten kann……und dies ist letztendlich m e i n e Erlösung vor der Angst.
    So empfinde ich das gerade.

  9. Danke Katja, dem habe ich gar nichts hinzuzufügen. Sehr schön auf den Punkt gebracht! Dir stimme ich auch völlig zu, Michael!

    Also haben wir alle Recht und sind doch glücklich 🙂

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