Den Raum in mir frei geben

Mir hilft in der Anwendung von „Ein Kurs in Wundern“ im Alltag folgendes Bild:

Da ist ein nackter Raum.
Ich beobachte, was in diesem Raum geschieht,
wenn ich darin anderen Menschen oder Situationen oder eigenen Gedanken begegne.

Mit dem Ego halte ICH alle Türen und Fenster dieses Raumes fest geschlossen.
Und er füllt sich mit dunklen schweren Wolken, mit undurchsichtigem Nebel
aus Erwartungen, Forderungen, Wünschen, Hoffnungen, Beurteilungen
sowie unangenehmen oder angenehmen Gefühlen,
die daraus resultieren und mich in Abhängigkeit ziehen.
Dadurch sehe ich weder mich, noch die anderen noch worum es eigentlich geht.
Denn ich bin erdrückt, bekomme kaum Luft,
bin nur mit diesem Nebel beschäftigt, in den düsteren Wolken gefangen.
Wenn ich dies sehen und spüren kann und erkenne,
wie schlecht es mir damit geht, wie undurchsichtig und ausweglos es ist …

… entsteht in mir die Bereitschaft,
diesen Raum für den Heiligen Geist frei zu geben.
ICH öffne alle Türen und Fenster und sage mir innerlich:
„Ich gebe diesen Raum frei,
ich selbst tue nichts mehr hinein.“
Nun lichtet sich der Nebel und die dunklen Wolken ziehen ab
und nehmen alle Erwartungen und Vorstellungen mit.
Mit ihnen verschwinden auch all die Gefühle der Abhängigkeit.
Hell erleuchtet und weit ist der Raum nun,
vollkommen frei.
Tiefes Durchatmen ist möglich und einfach nur Schauen.
Bedingungslos. Absichtlos.
Jetzt geschieht wahre Begegnung darin,
im Nicht-Wissen und totaler Offenheit.
Es ist erstaunlich, wie unendlich friedvoll, leicht und klar
nun alles in diesem Raum einfach nur sein kann – ohne jegliche Bewertung und Erwartung.

Das bestärkt mich jedes mal wieder:
Ich will diesen Raum stets frei halten,
der jede Situation umfängt.
Den Raum zu mir selbst und zu all den anderen Menschen.
Dieser Raum ist MEIN Geist.

Mitten in Alltagssituationen, in Gesprächen und Aktionen mit anderen Menschen
und bei all meinem körperlichen und gedanklichen Aktivitäten
kann ich diesen Raum als Bild in mir präsent haben
und zusehen, wie er dunkel wird oder aufhellt.
So weiß ich stets, wofür ich mich entschieden habe:
Für die trennende Angst oder die Liebe Gottes.

3 Gedanken zu „Den Raum in mir frei geben

  1. Liebe Katja,
    herzlichen Dank für deine wertvollen Worte.
    Seit 2010 begleitet mich mein innerer neuer Raum. Damals kannte ich „Ein Kurs in Wundern“ noch nicht. Ich beschäftige mich erst seit 2012 damit.
    So möchte ich euch meine „wunder-volle“ Erfahrung vom inneren freien Raum mitteilen.

    NEU–BEGINN 29.8.2010
    Ein Neuer Raum entsteht

    Leere breitet sich aus. Wie fühlt sich Leere an? Ich schwebe, ich bin haltlos. Es ist alles durchsichtig, neutral kommt dem Gefühl am nächsten. Orientierungslos. Keine Tränen, keine Freude, einfach NICHTS.

    In mir hat sich ein neuer Raum geöffnet. Da ist nur eine Parkbank. Ich schaue mich um, kann nichts erkennen. Ich setze mich auf die Bank. Egal, ob ich die Augen geschlossen habe oder ob sie offen sind. Es ist nichts da.
    Doch, ein Gedanke: „Genieße das Nichts“……………………………………………….
    Nach einiger Zeit ist da ein Knistern. Bunte Buchstaben tauchen vor mir auf, sind im Raum verteilt und mit einem silbernen Faden verbunden; Nach und nach entstehen Worte, wie;
    VERTRAUEN, VERGEBUNG, DANKBARKEIT,
    AKZEPTANZ und TOLERANZ,
    FREUDE strahlt ganz besonders;
    HUMOR hat die buntesten Farben;
    LEICHTIGKEIT in Pastelltöne und etwas durchsichtig;
    FREIHEIT erscheint in Großbuchstaben und glitzern silbern,
    GELASSENHEIT, SANFTMUT,
    KRAFT und STÄRKE entsteht in kräftigen Farben und starken Buchstaben;
    HARMONIE dagegen in zarten und verspielten Buchstaben;
    LIEBE erscheint in funkelndem Gold und umfasst alles zusammen im ganzem Raum.

    Eine Stimme wird zur Melodie und sagt: „Mache aus dem Ganzen etwas daraus. Das steht dir alles zur Verfügung“. Die Farben, Klänge und Formen verschmelzen ineinander zu einem gleißenden Licht und funkelndem Sprühregen. Der leere Raum ist damit angefüllt.

    Ich sitze still auf der Parkbank. Nacheinander, wie Schmetterlinge, kommen die Worte in meinem leer gewordenen inneren Raum geflogen und finden ihren Platz um gelebt zu werden und Neues entstehen zu lassen.
    Langsam kommt Bewegung in den Raum und ich beginne die Worte zu fühlen.
    Ich bin das Vertrauen
    Ich bin die Vergebung
    Ich bin die Dankbarkeit
    Ich bin die Akzeptanz und Toleranz
    Ich bin die Freude
    Ich bin der Humor
    Ich bin die Leichtigkeit
    Ich bin die Freiheit
    Ich bin die Gelassenheit
    Ich bin die Sanftmut
    Ich bin die Kraft und Stärke
    Ich bin die Harmonie
    ICH BIN LIEBE

    Aus dem leeren Raum ist ein unbezahlbarer Reichtum entstanden. Kostenlos verfügbar. Der innere Raum ist zu einem Selbstbedienungsladen geworden. Ab sofort gehe ich hier kostenlos einkaufen, was ich gerade brauche. Ich werde es auch jederzeit verschenken und es wird immer alles da sein.

    DANKE DANKE DANKE

    Herzliche Grüße
    Hildegard

    1. Liebe Hildegard,
      ich bin tief berührt von deiner Erfahrung und dem farbenfrohen Bild, dass du uns beschrieben hast. 1000 Dank für dein Teilen.
      Und du gibst zu Beginn noch einen sehr wichtigen Hinweis, wie ich finde: dass der leere Raum, das Neue für uns zunächst sehr irritierend sein kann, weil es noch so unbekannt ist. Es erfordert Mut, alles Gewohnte loszulassen, Glaube an eine andere Möglichkeit und Vertrauen in das Geschehen-Lassen, um wunderbar geborgen aufgefangen zu werden. Durch diese Erfahrung nun erwächst die Sicherheit und Klarheit. Es lohnt sich so sehr…

      1. Danke liebe Katja,
        ja genau so empfinde ich es auch. Das Leben, ich selbst, ist klarer, freudvoller, dankbarer, liebevoller usw. geworden. Erst jetzt kann ich erkennen, welch unsagbarer Reichtum in all diesen Dingen und gefühlten Werten, im SEIN, enthalten ist. Und dieser Seins-Prozess geht weiter…………. mit immer mehr Freude und Leichtigkeit………. beim Ent-decken und Er-innern von all dem, was noch in uns schlummert.
        WOW!

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